Ablagerungen von Konkrementen wie z.B. Steinen oder Grieß in den harnableitenden Organen), Nierenversagen, Entzündungen…

blasensteinKaninchen haben einen besonderen Kalziumstoffwechsel, daher neigen sie besonders zu Erkrankungen die im Zusammenhang mit diesem stehen.

Tipp: Halterinfos in unserem speziellen Flyer: Halterinfo Flyer: Ernährung bei Urolithiasis

Nieren- und Harnwegserkrankungen erkennen
Das auffälligste und meist auch erste Anzeichen ist, dass ein Kaninchen plötzlich nicht mehr stubenrein und der Afterbereich nass ist, oft riecht der Urin auch stark. Im vortgeschrittenen Stadium krümmt sich das Kaninchen beim Urinieren, da es Schmerzen hat. Manchmal ist ein Blutfleck oder eine rote Schliere im ansonsten normal gefärbten Urin zu beobachten. Erkrankte Tiere bekommen zunehmend ein schlechteres Allgemeinbefinden, fressen weniger und bewegen sich kaum. Bei Nierenerkrankungen ist oft das stumpfe Fell und ein schlechtes Fressverhalten das einzige Anzeichen.

harngries-kaninchenUrsachen und Entstehung
Harnwegserkrankungen gehören neben Zahnerkrankungen und Verdauungsproblemen zu den häufigsten Erkrankungen, die durch Ernährungsfehler begünstigt oder ausgelöst werden. Zwar wird die Entstehung von Grieß und Steinen durch erbliche Faktoren beeinflusst, allerdings tritt auch bei starken Prädispositionen für solche Erkrankungen bei optimaler Ernährung und Haltung selten eine Erkrankung auf. Fast alle Erkrankungen der harnableitenden Organe sind fütterungsbedingt.

Meist ist die Entstehung nicht nur durch eine Ursache zu erklären sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

  • Erbliche Veranlagung
  • Höheres Alter (Senioren)
  • Wassermangel durch trockene Fütterung (Trockenfutter, Heu, Trockenkräuter) oder Nippeltränken (aus Schalen wird mehr getrunken)
  • Einseitige Ernährung mit trockenen, stark kalzium- oder oxalsäurereichen Futtermitteln
  • Harnwegsinfektionen (z.B. durch unsaubere Haltung), andere Entzündungen im Körper
  • Nierenerkrankungen (z.B. der Erreger E. Cuniculi)
  • Vitamin D Mangel (Innenhaltung, Fensterglas fängt die UVB-Strahlen ab)
  • Wenig Bewegung (zu beengte Haltung, wenig Abwechslung/Auslauf), Übergewicht

Weitere Ursachen für Nierenversagen:

  • Langzeit-Medikamentengaben, Vergiftungen
  • Tumoren

Kaninchen sind Frischköstler, die sich in der Natur fast ausschließlich von frischen Pflanzen ernähren. Diese bestehen zu etwa 80% aus Wasser, dieses wird bei der Fütterung automatisch mit aufgenommen. Aus Futterversuchen ist bekannt, dass Kaninchen deutlich mehr Wasser aufnehmen, wenn sie von Frischfutter als Hauptnahrung ernährt werden und zusätzlich Wasser zur freien Verfügung bekommen, als wenn sie zu einem bedeutenden Anteil trocken ernährt werden und dazu trinken dürfen, so viel sie wollen. Das aufgenommene Wasser wirkt stark verdünnend, d.h. auch wenn sehr viel Kalzium aufgenommen wird, kann durch eine hohe Wasseraufnahme erreicht werden, dass die Kalziumkonzentration im Urin und in den Harnwegen gering ist. Bei einer hohen Kalziumkonzentration mangels Wasserzufuhr über Frischfutter setzt sich Kalzium in Form von Konkrementen ab (Blasengrieß) und es kommt recht bald zur Steinbildung. Durch eine frischfutterreiche Ernährung wird das Kalzium problemlos aus den Organen gespült und ausgeschieden. Je mehr Kalzium in der Relation zur Wasseraufnahme aufgenommen wird, desto eher kommt es zu Ablagerungen.

„Bei geringen Wasserangebot und gleichzeitig hohen Kalziumangebot steigt die Gefahr der Harnsteinbildung. Diese Gefahr ist jedoch gering, solange das Harnvolumen hoch genug ist. Das Harnvolumen hängt direkt von der aufgenommenen Wassermenge ab […]. Eine verstärkte Wasseraufnahme trägt dazu bei, die Konzentration harnpflichtiger Substanzen im Harn zu reduzieren, was in der Folge zu bei der Kalziumausscheidung und einer möglichen Steinbildung eine wichtige Rolle spielt, d.h. je mehr Wasser aufgenommen wird, desto geringer ist die Gefahr, dass Harnsteine gebildet werden.“
Dr. med. vet. Natalie Dillitzer: Kaninchen; in: Ernährungsberatung in der Kleintierpraxis: Hund, Katze, Reptilien, Meerschweinchen, Kaninchen. Urban&Fischer, 2009

Ein weiterer Faktor, der Harnwegserkrankungen begünstigt, ist wenig Bewegung, eine unsaubere Haltung (sitzen im Kot/Urin durchtränkten Einstreu) und das Kalzium-Phosphor-Verhältnis in der Nahrung. Auch eine Nippeltränke führt gegenüber einem Wasserangebot aus einer Schale zu einer reduzierten Wasseraufnahme.
Viele Wohnungskaninchen haben einen Vitamin D Mangel, der sich ebenfalls stark auswirken kann. Mit einer UVB-Lampe oder angereicherten Futter (z.B. JR Farm Grainless Herbs im Zoohandel) lässt sich dieser beheben und vorbeugen. Auch Stoffwechselstörungen, Erkrankungen der Niere und Entzündungen im Körper können ursächlich sein. Deshalb ist es wichtig, bei unklarer Ursache alle Möglichkeiten auszuschließen.

infusion-kaninchenBehandlung
Vor der Behandlung stellt der Tierarzt eine genaue Diagnose. Meist wird der Urin mit Teststreifen geprüft und das Kaninchen abgetastet und geröngt bzw. eine Ultraschall-Untersuchung vorgenommen, um Grieß und Harnsteine sichtbar zu machen.

Blasen- und Nierenentzündungen
Eine Entzündung der Niere und Blase wird vom Tierarzt mit einem Antibiotikum behandelt. Bei chronischen Blasenentzündungen oder sehr leichten, kann Angocin verabreicht werden (ca. 15 Tabletten je Tag, die Schutzschicht abwaschen, meist werden die Tabletten sogar gerne gefressen, ansonsten können sie aufgelöst und mit einer 1 ml Spritze eingegeben werden). Die Behandlung mit diesem bietet sich auch an, wenn auf Antibiotika verzichtet werden soll, da bereits eine andere Erkrankung behandelt wird. Ebenfalls geeignet sind Solidago Steiner Tabletten, Eurologist, Uroplex oder Harnwegemix (cdVet). Zusätzlich sollte auf eine hohe Wasserzufuhr, gute Toiletten-Hygiene und eine Wärmequelle geachtet werden. Die Ursache für solche Entzündungen sind oft Steine oder Grieß, diese müssen natürlich behandelt werden, damit nicht ständig neue Entzündungen entstehen. 

harnroehrensteinHarngrieß, Harnsteine, Harnröhrensteine etc.
Blasengrieß bzw. Blasenschlamm ist die Vorstufe zu Harnsteinen. Eine sinnvolle Behandlung besteht in einer Futterumstellung (siehe unten) und hohen Flüssigkeitszufuhr (ggf. auch Infusionen). Zusätzlich sollte RodiCare Uro (alfavet), Uroplex und evtl. auch Eurologist bzw. bei Blasensteinen Lysium verabreicht werden. Die Anpassung der Ernährung ist jedoch der wichtigste Therapieschritt.
Harnsteine hingegen können nicht mehr einfach „ausgespült“ werden sondern müssen durch eine Operation entnommen werden. Harnsteine führen zu Folgeerkrankungen wie z.B. Blasenentzündung. blasenstein-kaninchenDer Stein kann auf seine Zusammensetzung hin untersucht werden.

 

 

 

 

Beispiel Harnstein-OP

Fotos: Saskia Hintze

harnwegserkrankung-kaninchenkaninchen-inhalationsnarkosekaninchen-opkaninchen-blasenstein

 

 

 

 

 

 

 

 


Nierengrieß, Nierensteine
Auch in der Niere können sich Grieß oder Steine bilden. Hier wird ähnlich therapiert wie bei der Blase. Nierengrieß kann mit Infusionen ausgespült werden. Nierensteine müssen meist operativ entfernt werden, sofern sie dem Kaninchen bereits zusetzen. Ebenfalls möglich ist ein Behandlungsversuch mit Lysium. Auch bei diesen Erkrankungen ist eine Anpassung der Ernährung unumgänglich (siehe unten). Oft steckt eine Nierenunterfunktion hinter solchen Steinen, diese muss ggf. mitbehandelt werden.

Niereninsuffizienz, Nierenunterfunktion, Nierenversagen, Nierenfunktionsstörung
Nierenversagen ist bei Kaninchen nicht selten. Die Hauptursachen sind: Eine falsche/trockene Fütterung, Nierensteine/Nierengrieß, E.Cuniculi, Bakterien (z.B. verschleppte Blasenentzündungen), Vergiftungen oder Medikamentengaben über einen längeren Zeitraum und Tumore. Ein solches Nierenleiden ist meist nicht heilbar, kann jedoch verlangsamt oder gestoppt werden. Die Ursache muss geklärt und behoben werden! Mittels Infusionen, einer hohen Wasserzufuhr (Wasser im Napf und reine Frucht-Säfte, Karotten-Saft, Kräuter-Tees, reine Frischfutter-Ernährung – siehe unten) und der Behandlung mit Panacur gegen E. Cuniculi kann der Verlauf beeinflusst werden. Ist ein Nierenstein vorhanden, kann dieser operativ entfernt werden. Unterstützend ist die Gabe von Renes equisetum (WALA) und SUC (solidago comp., ubichinon comp. & coenzyme comp.)  sinnvoll. Von allen drei Bestandteilen wird je nach Stadium 1-4x/Wo. 1ml subkutan gespritzt.

Behandlungsverlauf, apathisch, frisst nicht – mit vollständiger Genesung:

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Ernährung und Haltung bei Erkrankungen der Niere und Blase 

Bedenken Sie: Nur wenn Sie die Ursache für die Erkrankung langfristig beheben, können sie die Krankheiten der Harnwege heilen und ihnen vorbeugen. Nur mit Medikamenten werden Sie Harngrieß und Ähnliches immer wieder bei ihren Tieren bekommen!

Ernährung: Bei Harnsteinen oder Grieß ist es besonders wichtig, dass die Kaninchen während der Behandlung und die Jahre danach sehr viel Wasser aufnehmen, denn dieses spült die Organe durch und dabei das Kalzium nach draußen, so dass es sich nicht ablagern kann. Deshalb sollten die Kaninchen frisches, abwechslungsreiches Futter ad libitum (in unbegrenzter Menge, rund um die Uhr) erhalten, denn dieses führt ihnen am meisten Wasser zu.
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Kaninchen, die von solchen Erkrankungen betroffen sind bzw. zu solchen Erkrankungen neigen, sollten von abwechslungsreichen Frischfutter (im Sommer bevorzugt mit Wiesenkräutern, im Winter mit blattreichen Gemüse, Kräutern und Obst) ernährt werden. Besonders kaliumreiche frische Pflanzen wie Karottengrün, Kohlrabiblätter und Küchenkräuter können weiterhin gelegentlich, aber keinesfalls als Hauptbestandteil der Nahrung gefüttert werden. Heu wird zusätzlich angeboten, aber nach Möglichkeit sollte so viel Frisches angeboten werden, dass sie kaum Heu fressen. Bitte kein sehr kräuterreiches Heu verwenden. Statt trockenen Kräutern kann im Winter auf getrocknete Blätter und kalziumarme Trockenkräuter ausgewichen werden bzw. zumindest die stark kalziumreichen Kräuter durch getrocknete Blätter ersetzt werden. Noch besser ist es, gar keine Trockenkräuter anzubieten. Möchten Sie trotzdem Blätter und kalziumarme Kräuter verwenden, dann bitte niemals täglich und auch nur in kleineren Mengen. Sämereien, Getreide, hartes Brot, Knabberstangen, Snacks/Leckerlis und Trockenfutter begünstigen Harnwegserkrankungen und sollten keinesfalls angeboten werden.
flyer kalziumarme ernährung kaninchenBitte machen Sie keinesfalls den Fehler kalziumarm zu füttern. Leider wird das immer noch vielerorts empfohlen, ist jedoch gesundheitsschädlich und schadet mehr, als das es nutzt (was nicht heißen soll, dass sie Unmengen Kalziumbomben anbieten sollten). Die gesundheitlichen Folgen einer kalziumreduzierten Kost lesen Sie im nächsten Punkt.


Halterinfo Flyer: Ernährung bei Urolithiasis

Kalzium-Phosphor-Verhältnis: Achten Sie auf ein ausgeglichenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis in der Nahrung von 1,5-2 : 1 (Ca : P) oder füttern Sie die Kaninchen rein mit Wiesenpflanzen (Tag und Nacht zur Verfügung stellen) oder anderen Grünfutter und keinen anderen Futtermitteln. Bachten Sie jedoch, dass eine Fütterung rein mit Gemüsesorten, die in ihrem Kalzium-Phosphor-Verhaltnis ausgeglichen sind, absolut ungesund und einseitig/unnatürlich ist. Zudem wird ja auch Heu dazu gefressen, so dass es wieder unausgeglichen ist. Achten Sie vielmehr darauf, dass in der gesamten Ernährung das Verhältnis ausgeglichen ist und nicht in den einzelnen Bestandteilen. Auf das Kalzium-Phosphor-Verhältnis müssen Sie besonders achten, wenn sie die Kaninchen nicht rein mit Grünfutter ernähren, sondern die Ernährung mit Heu ergänzen, da sie dann weniger Wasser zu sich nehmen.  Oder aber, wenn trotz reiner Wiesenernährung Harnwegserkrankungen auftreten (sehr starke Veranlagung zu Grieß und Steinen). Ein ausgeglichenes Verhältnis von Kalzium und Phosphor erreicht man meist indem man Heu und Gemüse sehr abwechslungsreich/vielfältig anbietet (keine einseitige Fütterung) und auf ein ausgeglichenes Verhältnis von Gemüse zu Heu achtet (nicht zu viel Heu, nicht reine Gemüse-Fütterung außer sie besteht aus Grünfutter/Wiese).
Liegt der Phosphorgehalt in der Nahrung zu hoch, wird zum Ausgleich aus dem Körper Calcium abgebaut und somit aus den Zähnen und Knochen gezogen. Ist er hingegen zu niedrig, wird das Kalzium nicht ausreichend in die Knochen und Zähne eingebaut. Ist der Kalziumanteil der Nahrung zu hoch, können sich Steine und Grieß bilden, trotzdem ist es absolut nicht empfehlenswert, Kalzium zu reduzieren (kalziumreduzierte Ernährung), auch wenn das vielerorts empfohlen wird, denn dann kommt es zu Kalziummangel und dieser führt ebenfalls zu Harnsteinen und Blasengrieß, aber auch zu weichen Knochen und dünnen/brüchigen Zähnen.

Wasser und Trinken: Außerdem ist es wichtig, das Wasser rund um die Uhr in einwandfreien Zustand aus einer Schale (aus Nippeltränken wird nachweislich weniger Wasser aufgenommen) anzubieten.
Um die Wasserzufuhr zu erhöhen, kann auch (verdünnter) Karottensaft, Gemüsesaft oder reiner Obstsaft angeboten werden, im Prinzip auch Cranberrysaft (beugt Blasenentzündungen vor und hilft bei leichten Blasenentzündungen, allerdings wird er ungerne getrunken). Reiner Kräutertee (wenn er gemocht wird) ist ebenfalls sinnvoll. Hier bietet sich ein medizinischer Nieren- und Blasentee an, z.B. HEUMANN Blasen- und Nierentee SOLUBITRAT®. Solche Getränke sollten immer zusätzlich zum Wasser und nicht als Ersatz zur Verfügung stehen.

Kräuter: Unterstützend wirkt die Gabe von Brennnesseln (ca. 1 Stunde anwelken lassen, damit sie nicht mehr brennt), Birkenblättern und -rinde, Ackerschachtelhalm, Spargel (wenn sie ihn fressen), echtes Goldrutenkraut oder Riesengoldrutenkraut, Goldrute, Löwenzahn, Petersilienwurzel und Liebstöckel.

Vitamin D Mangel: Beachten Sie bei Wohnungskaninchen, dass eine ausreichende Vitamin D Versorgung gesichert ist. Die meisten Kaninchen haben in Wohnungshaltung oder dürsteren Ställen einen starken Mangel. Fensterglas fängt UV-B Strahlen ab, die Kaninchen benötigen diese jedoch, um Vitamin D selbst im Körper herzustellen. Verwenden Sie angereichertes Futter oder noch besser eine UVB-Lampe oder ermöglichen Sie ihren Kaninchen täglich längere Zeit Zugang zu direkten Sonnenlicht, ohne Fensterglas dazwischen (offene Fenster, Balkonausgang, Gartengehege…).

Bewegung: Kaninchen die sich viel bewegen und aktiv sind, bekommen selten Harnwegserkrankungen. Übergewicht, Bewegungsunlust (durch andere Erkrankungen), ein langsamer Stoffwechsel (durch Vitamin-Mängel oder trockene Fütterung), wenig Abwechslung und wenig Platz (Einsperren in Käfige/Ställe) begünstigt Harnwegserkrankungen. Achten Sie darauf, dass ihre Kaninchen munter sind, sich sehr viel bewegen, neugierig sind und viel Platz haben. Zu ruhige Kaninchen sind oft krank oder werden falsch gehalten bzw. ernährt.

 

62 Antworten zu “Nieren- und Harnwegserkrankungen”

  1. Sabrina sagt:

    Hallo liebes Team,

    Mein Murmel 2 Jahre alt. Hatte vor 6 Monaten erhöhte nierenwerte und neigt immer wieder zu Blasenentzündungen.

    Vor 2 Monaten wurde erneut ein Blutbild gemacht woraufhin der Nieren wert wieder gut war. Ein Ultraschall wurde ebenfalls am 23 Mai gemacht auch da waren die Nieren super.

    Nun gestern hatte der andere Tierarzt gemeint murmels linke Niere ist größer.

    Kann sich der zustand der Niere innerhalb der 8 Wochen wirklich so krass verschlechtern?
    Es war doch alles wieder gut 🙁

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Sabrina,
      mit den bereits erfolgten Untersuchungsergebnissen würde ich eine Zweitmeinung einholen: http://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/ist-mein-kaninchen-krank/kaninchentierarzt/ und dem Kaninchen viel Frischfutter anbieten bzw. keine Trockenkräuter und ein trockenkräuterarmes Heu neben viel Wiese. Der Zustand der Niere kann sich durchaus verschlechtert haben. Es wäre wichtig, die Ursachen für eine etwaige Verschlechterung herauszufinden und entsprechend zu therapieren.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

  2. Jule sagt:

    Hallo,

    stehen Blasen- Nierenerkrankungen auch im Zusammenhang mit Hautproblemen? (starker Schuppenbildung)

    LG

  3. Claudia sagt:

    Hallo.
    Kurze Frage. Wenn ich meinem Kaninchen Angocin geben möchte, dann wirklich 15 Tabletten pro Tag? Erscheint mir so viel.?

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Claudia,
      diese Angabe ist richtig. Viele Kaninchen fressen die Tabletten nach dem Abwaschen der Schutzschicht gern als Leckerei.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

  4. Jessica sagt:

    Hallo Kaninchenwiese-Team,

    kennt Ihr oder habt Ihr Erfahrung mit idiopathischer Zystitis bei Kaninchen? Mein Seppl leidet unter Blasenbeschwerden. Er kann keinen Urin absetzten und Schreit beim Versuch das zu tun. Es liegt aber keine Entzündung vor, Kristalle sind auch keine vorhanden. Eigentlich gibt es keinen Grund, warum er immer wieder Probleme hat. Wenn er einen aktuellen „Schub“ hat bekommt er momentan Novalgin und ich unterstütze ihn durch manuelle Blasenentleerung (wurde mir vom Tierarzt gezeigt).

    Liebe Grüße von Jessica

    • Maria Klas sagt:

      Hallo liebe Jessica,
      das hört sich ja nicht so gut an und tut mir wahnsinnig leid. Er muss ja höllische Schmerzen haben, wenn er dabei schreit. Ist er ganz gründlich untersucht worden? Ich würde hier wirkliches das volle Programm machen, denn er muss schon enorme Qualen haben dabei, dazu würde gehören, dass Tier in zwei Ebenen (zwei verschiedenen Positionen) zu röntgen, Ultraschall, Blutbild und den Urin ins Labor einschicken, um zu schauen, ob Bakterien drin sind un welche Resistenzen vorhanden sind. Vielleicht findet sich dann noch mehr und würde erklären, was los ist. Vielleicht könntest du zu Unterstützung noch Rodicare Uro ausprobieren. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und ich hoffe, wir finden eine Lösung, um den kleinem Mann zu helfen.
      Viele liebe Grüße, Maria vom Kaninchenwiese-Team

  5. Anita sagt:

    Mein Rammler hat deutlich Blasengires (oben rötlich Flüssigkeit untenwie Sand bis zur Hälfte der waagerecht gehaltenen Spritze), obwohl die beiden Kaninchen mit viel frischfutter gefüttert werden, wie Roma und Radicchio, Chicorree , Dill, Basilikum, kohlrabiblätter, ein kleines Stück knollengemüse, Möhre, Pastinaken ,Broccoli….
    Petersilie geht nicht , weil das Weibchen davon Matscvhkot bekommt. Das Weibchen hatte am Montag kurz vor der Aufgasung gestanden, doch da mir sofort auffiel, dass sie am Fressen kein Interesse hatte bin ich sofort zum Arzt und habe röntgen lassen. Der Magen war so gut wie leer und es war gut, dass ich so früh gekommen bin. Medis, sab simplex, Rodicare instant, Emebrid, proprebac und 1 ml metacam. Sie bekommen niemals Feritgfutter, allerdings sehr viele trockene Kräuter und Blätter, während sie im Sommer sehr viele frische Blätter , Himbeere, Obstbäume usw. bekamen , habe ich das alles, -ich habe einmal darüber berichtet-, selbst getrocknet und auf dem Dachboden gelagert. Kohlrabi haben sie auch immer bekommen und gut vertrage, aber da das Weibchen, dem es jetzt wieder gut geht, dem Rammler das Kohlrabiblatt wegnehmen würde und sie ja noch Blähungen hat, ist das nicht so geeignet.
    Das Männchen knirscht etwas mit den Zähnen. Ich habe vor vier Wochen einen Termin beim Ta zum ultraschall gehabt, weil ich beim Rammler Blasenprobleme und beim Weibchen Megacolon vermutete. Dabei wurden sie abgetastet und beim Rammler der Urin untersucht. Alles top. Der Arzt meinte, bei Kaninchen würde ultraschall nicht viel bringen, man könne zwar einen machen und das geld kassieren, aber viel zu sehen sei beim kaninchen nicht. Es wurde alternativ aber auch kein Röntgen vorgeschlagen , sondern sie sollten mehr bewegung haben. Es wurde aufgrund des Urins,- der Gries im Nornbereich aufwies-, also keine weitere Diagnostik vorgeschlagen. Irgendwas stimmt aber bei beiden nicht, und in den beiden Praxen in denen ich jetzt war hält man den Zustand offensichtlich jetz wieder für o.k. Die tÄ liste nützt da auch nicht viel, denn der Eine ist mit dem zufrieden, der Andere mit dem. Frischfutter ist in Zeiten der Seuchen wie Myxo, RHD und RHD2 , wenn man es auf der Wiese sammelt ein Risiko, vor dem momentan gewarnt wird, und Vitamin D durch geöffnete Fenster, sind da auch ein Problem. Was man kaufen kann kaufe ich , aber vieles muss ich getrocknet geben, solange noch keine frischen Birkenblätter da sind. Was ich machen kann ist Möhren- Löwenzahn- und Birkensaft kaufen, habe aber die Befürchtung, dass das Weibchen davon Matschkot kriegt, und ich will sie keinesfalls trennen. Was ich machen kann: Bei dem Arzt auf ultraschall bestehen, wovon ich mir wenig verspreche, weil wenn routinemäßig Kaninchen untersucht würden, hätte man mir sicher nicht davon abgeraten, oder von beiden kaninchen ein RB vom Rumpf, insbesondere auch bei ihr die Gebärmutter, gemacht. Könnt Ihr mir in einer PN einen richtig erfahrenen TA mit modernem Ultraschall und Röntgen nennen, denn wenn ich für solche Dinge schon soviel Geld ausgebe soll derjenige auch gut interpretieren können sonst bringt das Ganze ja nichts. Dentalröntgen wäre auch hilfreich, wegen des Zähneknirschens. klinisch sehen die Zähne gut aus, aber wir menschen haben ja auch manchmal Wurzelprobleme und da geht ohne RB auch nichts! Allerdings gibt es beim normalen RB da überlagerungen, die beim Dentalröntgen nicht stören.
    Bitte helft meinen beiden kaninchen, sie sind noch alles was ich habe!

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Anita,
      von der Fütterung der trockenen Blätter würde ich an deiner Stelle Abstand nehmen bzw. deutlich reduzieren und stattdessen frische Salate und Küchenkräuter und Kohl kaufen, wenn du dir mit der Wiesenfütterung unsicher bist. Das Zähneknirschen deutet auf Schmerzen hin, die Ursache dafür kann nur ein Tierarzt feststellen.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

  6. Hariett Brandl sagt:

    Liebes Kaninchenwiese-Team,
    Liebe Kathinka,
    danke für Eure Unterstützung. Ich war mit Lea seit 3.3. bis 10.03. täglich(!) beim TA. Bei Lea hat die Blutprobe letzte Woche ergeben, daß eine Leberentzündung vorliegt und Lea wohl wg. der dadurch verursachten Übelkeit immer weniger gefressen und getrunken hat und dadurch natürlich auch die Blase in Mitleidenschaft gezogen war. Sie hat tgl. Infusionen erhalten und die Blase hat sich wieder erholt. Seitdem Lea gegen die Übelkeit Emeprid erhält und gegen die Leberentzündung Meloxidyl und Vitamine, die auch ihre Wirkung zeigen, frisst sie wieder besser. Allerdings hat sie ihr Fressverhalten total verändert. Sie frisst nur sehr kleine Mengen Frischfutter, vorzugsweise Karottengrün, Kohlrabiblätter, Dillstengel und Petersilie; anderes Grünfutter, das sie immer gern gefressen hat (Salate, Kohl und Gemüse), mag sie derzeit gar nicht. Sie mag alles getrocknete, wie Spitz- und Breitwegerich, Löwenzahn und Löwenzahnwurzel. Palmkatzerl (!), Zweige frisst sie. Trinken sehe ich sie gar nicht mehr. Was untypisch ist. Die Kotuntersuchung war ok. Ich hoffe, dass Lea ihr Fressverhalten ändert, wenn die Leberentzündung wieder weg ist. Ich hoffe, wir sind auf dem richtigen Weg.
    Herzliche Grüße
    Hariett

    • Hallo Hariett,
      ich freue mich, dass nun die Ursache gefunden wurde und die Kleine auf dem Weg der Besserung ist :). Wenn sie eher Kräuter mag, ist das ein Zeichen dafür, dass ihr Fettstoffwechsel gestört ist und du solltest tatsächlich darauf hören und verstärkt Kräuter geben. Ich drücke die Daumen!
      Liebe Grüße,
      Kathinka vom Kaninchenwiese-Team

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