Fruchtbarkeit, Zyklus, Eisprung und Empfängnisbereitschaft

Anders als bei Frauen oder Hündinnen, haben Häsinnen keinen festen Rhythmus. Zwar besteht ein gewisser Zyklus, der schlecht erforscht ist, dieser regelt jedoch nicht die Empfängnisbereitschaft. Kaninchen sind nicht nur wenige Tage in jedem Zyklus fruchtbar, denn der Eisprung wird bei ihnen durch äußere Reize wie z.B. dem Aufreiten eines anderen Kaninchens, ausgelöst. Dadurch ist das Kaninchen extrem vermehrungsfreudig und hormonell stark auf die Fortpflanzung fixiert. Ebenfalls stark beeinflusst wird der Zyklus und die Empfängnisbereitschaft durch die Jahreszeiten.

kaninchen-verhütungVerhütungsmethoden

Damit es zu keinem Nachwuchs kommt, werden Kaninchen in Gefangenschaft meist kastriert. Hierbei gibt es verschiedene Verfahren. Kaninchen aus dem Tierheim und von verantwortungsvollen Haltern werden meist bereits kastriert vermittelt.
Auch die Haltung von mehreren Rammlern erfordert dessen Kastration, da sie sich sonst schwer verletzen können. Beim Weibchen sind Kastrationen vor allem aus medizinischen Gründen notwendig.

Die Frühkastration beim Rammler

Wenn ein Kaninchen-Rammler vor der Geschlechtsreife kastriert wird, dann spricht man von einer Frühkastration. Je nach Größe der Kaninchen muss diese mit etwa 11-12 Wochen, spätestens aber mit 16 Wochen (größere Rassen) durchgeführt werden. Beim Kaninchen wird meist der Rammler kastriert um Nachwuchs zu vermeiden, da es bei ihm ein kleinerer Eingriff ist als bei den Weibchen.
Der frühe Eingriff verhindert, dass Sexualhormone produziert werden, dadurch wird das Kaninchen nie ganz „erwachsen“, Erfahrungen zeigen jedoch, dass frühkastrierte Rammler gegenüber geschlechtsreif kastrierten Männchen keine Nachteile in der Gruppe und in der Rangordnung haben und besser sozialisiert sind, da sie nicht getrennt werden müssen, um Nachwuchs zu verhindern. Dies ist der große Vorteil der Frühkastration. Wird ein Rammler kastriert, bevor er geschlechtsreif ist, so kann er direkt zurück in die alte Gruppe und dort weiter aufwachsen. Später kastrierte Rammler sind nach der Kastration noch bis zu vier Wochen zeugungsfähig und müssen diese Zeit separiert werden um Nachwuchs zu vermeiden.

Die Rammler-Kastration nach der Geschlechtsreife

Eine Kastration nach der Geschlechtsreife kann bis ins hohe Alter durchgeführt werden solange das betroffene Kaninchen vital und gesund ist. Da das Geschlechtsverhalten jedoch Einfluss auf die Stellung in der Gruppe und den ganzen Charakter des Kaninchens hat, kann es gerade bei älteren, dominanten Kaninchen, die in einer Gruppe leben, nach der Kastration zu einem Rangordnungsverlust kommen, der ihnen gerade bei Gruppenhaltung oft seelisch stark zusetzt. Kaninchen sind sehr stark dafür ausgelegt, sich fortzupflanzen, deshalb zieht der plötzliche Verlust der betroffenen Hormone oft eine Charakter-Veränderung mit sich. Da in Gefangenschaft jedoch keine natürliche Auslese (durch Fressfeinde und Krankheit) statt findet, bleibt uns nichts anderes übrig, als sie zu kastrieren, denn eine Einzelhaltung oder dauerhafter Nachwuchs wäre nicht tiergerecht.

Kaninchen sind nach der Kastration noch eine Weile zeugungsfähig!
Die Trennung des Rammlers von geschlechtsreifen Weibchen nach der Kastration muss dringend eingehalten werden, da noch ein Rest Spermien im Samenleiter vorhanden ist, der noch abgegeben werden kann. Erst wenn diese Rest-Spermien abgestorben sind, ist das Kaninchen nicht mehr zeugungsfähig. Wie lange die Rest-Spermien noch lebensfähig sind, ist wissenschaftlich nicht erforscht, beim Meerschweinchen gibt es eine Studie, die 7-70 Tage herausgefunden hat, ähnliches gilt wohl auch für Kaninchen. Das würde bedeuten, dass man (um jegliche Restgefahr auszuschließen) 10 Wochen Quarantäne einhalten müsste. In der Praxis hat sich jedoch herausgestellt, dass ein kürzerer Zeitraum ausreicht. Nach 4 Wochen sind nur extrem selten Fälle bekannt geworden, bei denen es noch zu einer Trächtigkeit kam, nach 5 Wochen Trennung kam es bisher zu keiner einzigen Trächtigkeit. Die ersten vier Wochen sind gefährlich.
Einzige Ausnahme: Wurde der Rammler kastriert bevor er geschlechtsreif wurde (Frühkastration), so sind noch keine Spermien im Samenleiter vorhanden, d.h. der Kastrat kann direkt nach der Kastration wieder zu Weibchen gelassen werden.

kaninchen-kastration
Kastration oder Sterilisation?

Oft wird fälschlich angenommen, dass Weibchen sterilisiert, und Männchen kastriert werden. Der Begriff hat jedoch nichts mit dem Geschlecht zu tun. Kaninchen werden grundsätzlich kastriert, egal welchem Geschlecht sie angehören.

Kastration 
Die Kastration macht unfruchtbar und unterbindet die Hormonproduktion (Sexualverhalten, Hormoneinflüsse, Hitze, Urinmarkieren etc.).
Bei einer Kastration werden die Keimdrüsen entfernt (beim Männchen die Hoden, beim Weibchen die Eierstocke). Bei einer erweiterten Kastration (Ovariohysterektomie) zusätzlich auch die Gebärmutter.

Sterilisation
Die Sterilisation macht nur unfruchtbar, die Hormone werden weiter produziert.
Bei einer Sterilisation wird verhindert, dass Samen oder Eizellen weiter transportiert werden indem man Samen- oder Eileiter durchtrennt.

Die Weibchen-Kastration

kaninchenbody wiese operationBei extrem guten Haltungsbedingungen (ab dauerhaft etwa 100 Quadratmetern Platz, auch nachts) ist es möglich, eine kastrierte Weibchengruppe mit einem unkastrierten Rammler zu halten. Bei engeren Haltungsformen müssen grundsätzlich alle Rammler kastriert werden. Weibchen, die durch Freilauf Kontakt zu unkastrierten Rammlern oder Wildkaninchen haben könnten, sollten ebenfalls kastriert werden. Gleiches gilt für medizinisch notwendige Weibchen-Kastrationen auf Grund von Erkrankungen. Über die vorbeugenden Kastration von Kaninchen-Weibchen streiten sich hingegen die Kaninchenliebhaber… 

Pro vorbeugende Weibchen-Kastration

  • Kaninchen neigen zu Gebärmutterkrebs und können auch andere Gebärmuttererkrankungen bekommen (jedoch nicht mit einer Wahrscheinlichkeit von 80%, wie oft dargestellt). Gerade wenn man einen solchen Krebs schon erlebt hat, möchte man ihm gerne vorbeugen.
  • Gebärmuttererkrankungen werden oft zu spät oder gar nicht diagnostiziert, so dass Kaninchen daran unnötig leiden und sterben. Kaum ein Halter macht Gebärmutterkrebs-Vorbeuge-Untersuchungen. Es ist schmerzlich, wenn man als Halter zu spät eine solche Erkrankung feststellt und nicht mehr helfen kann.
  • Bei Entdeckung des Krebses kann er bereits metastasiert sein.
  • Junge Kaninchen vertragen die Kastration meist besser als alte, bereits erkrankte Weibchen. Geschwächte Tiere sind manchmal gar nicht mehr für eine Kastration geeignet.
  • Kaninchen brauchen ihre Gebärmutter in der Liebhaber-Haltung nicht für die Fortpflanzung.
  • Durch die Kastration wird man den Kaninchen gerade in Innenhaltung besser gerecht und es wird lästiges Verhalten unterbunden (Urin-spritzen, Aggressivität…).
  • Manche Halter sprechen sogar davon, dass die Kaninchen durch die Kastration verträglicher mit Artgenossen werden (dies ist jedoch nicht immer der Fall).
  • Im Falle von Gebärmutterkrebs ist die Kastration zwingend nötig und auch nicht umstritten.
  • In Innenhaltung treten Gebärmuttererkrankungen erfahrungsgemäß häufiger auf als in Außenhaltung.
  • Kaninchen, die Kontakt zu anderen (Wild)kaninchen haben könnten, sollten kastriert werden um Nachwuchs zu vermeiden.
  • Die Kastration von Weibchen gehört in Tierkliniken bereits zur Routine, dadurch sinkt das Risiko für Komplikationen.
  • Kaninchen können in Gefangenschaft ihren Sexualtrieb nicht richtig ausleben und leiden dadurch oft unter einem übersteigerten Sexualtrieb.
  • Sehr viele Tierärzte raten auf Grund ihrer Erfahrung zur vorsorglichen Kastration.
  • Ultraschalluntersuchungen und Röntgenaufnahmen können eine Gebärmuttererkrankung nicht zu 100% anzeigen, dadurch kann falsche Sicherheit vermittelt werden.

Contra vorbeugende Weibchen-Kastration

  • Nur weil eine Erkrankung häufig ist, muss man nicht gleich das gesamte Organ vorsorglich entfernen (z.B. die Brust bei Frauen, da Brustkrebs häufig vorkommt oder die Zähne beim Kaninchen, weil Zahnerkrankungen gehäuft auftreten). Viele Gebärmutterveränderungen sind gutartig (Zysten) und nur durch die Masse irgendwann beeinträchtigend.
  • Eine vorsorgliche Kastration verstößt gegen das Tierschutzgesetz, weil kein Grund vorliegt (sie ist selten nötig um Nachwuchs zu verhindern und medizinisch besteht auch kein Grund). Die Gesetzesgrundlage ist § 6 TschG „Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.“. Die Gebärmutter ist ein Organ, die dabei entnommen wird.
  • Die Weibchen-Kastration ist ein recht großer Eingriff mit langem Bauchschnitt, zudem besteht das Narkoserisiko. Es ist tragisch, wenn ein ein- oder zweijähriges Kaninchen an einer Operation stirbt, die nicht nötig gewesen wäre – vielleicht wäre es nie an Krebs erkrankt und selbst wenn, hätte es davor sicher noch ein paar Jahre länger gelebt.
  • Die Kastration des Weibchens hat neben dem Narkoserisko und dem postoperativen Risiko zu versterben auch Langezeitfolgen, die schlecht erforscht sind. Dazu gehört Übergewicht und Bewegungsunlust und dadurch viele andere Erkrankungen, die diese begünstigen. So leiden kastrierte, weibliche Kaninchen durch das erhöhte Gewicht deutlich häufiger unter Harngries und Harnsteinen, Arthrose und anderen Gelenkserkrankungen und Verdauungsstörungen wie z.B. Verstopfungen oder Aufgasungen (Verdrängung der Organe durch Fett). Durch die Operationswunde können Verklebungen entstehen, die wiederum Verdauungsstörungen, Schmerzen und andere Symptome hervorrufen können. Das reduzierte Markierverhalten begünstigt zudem ebenfalls Harngries.
  • Der Sexualtrieb ist eine recht natürliche Sache, der zum Kaninchen dazu gehört. Mit der Kastration beraubt man es ein Stück weit seiner natürlichen Triebe.
  • Ist es vertretbar, ein Kaninchen zu operieren um es an die menschlichen Bedürfnisse anzupassen (z.B. Verhindern von Urin spritzen)?
  • Die meisten Krebsformen der Gebärmutter entstehen erst im höheren Alter (ab 4-5 Jahren), auch wenn es Ausnahmen gibt.
  • Tierärzte sehen besonders viele erkrankte Kaninchen, da sie die kranken Tiere betreuen. Die gesunden Tiere, die nicht in der Praxis landen, würden das Bild anders aussehen lassen. Zudem haben Tierärzte manchmal ein finanzielles Interesse an diesem Eingriff und sind daher nicht neutral.
  • Vorbeugung ist möglich (Kenntniss über die Anzeichen von Gebärmuttererkrankungen, regelmäßiges Abtasten, Ultraschall/Röntgenbild bei Verdacht). Anzeichen: Aggressivität, Unruhe, Schmerzen beim Abtasten, häufige Scheinschwangerschaften (bis zu 2 oder 3x im Jahr ist ganz normal, ist das Weibchen dauerhaft schweinwanger, ist es hingegen auffällig), Scheidenausfluss, allgemeine Krankheitszeichen wie Mattigkeit, geringe Nahrungsaufnahme, Abmagerung bei einem recht dicken Bauch oder sogar einer Gewichtszunahme.
  • Im Krankheitsfall kann man Kaninchen immer noch kastrieren.
  • Gebärmutterkrebs-Operationen sind bei alten Kaninchen oft nicht nötig, da sie an anderen Erkrankungen sterben, bevor der Krebs sich schmerzhaft oder lebensgefährlich auswirkt.

Wie viele Kaninchen bekommen tatsächlich Gebärmutterkrebs?

Leider werden immer noch Zahlen verbreitet,die von einer wahnsinnig hohen Gebärmutter-Krebsrate unter Hauskaninchen sprechen. Oft ist von 80%die Rede. Solch hohe Werte wurden allerdings in Studien bisher nur festgestellt, wenn die Tiere mit krebserregenden Einflüssen (z.B. Röntgenstrahlen) „bombardiert“ wurden, nur kranke/tote Tiere für die Studie verwendet wurden oder bestimmte Zuchtlinien, mit sehr hoher Krebsrate Verwendung fanden. Alle anderen Studien kommen zu dem Ergebnis, dass 0-5% aller Weibchen von Gebärmutterkrebs betroffen sind. Diese Ergebnisse decken sich mit unseren Erfahrungen, dass Krebserkrankungen der Gebärmutter nur recht selten auftreten. Eine Zusammenfassung der vorhandenen Studien
Das Narkoserisiko bzw. das Risiko, am oder nach dem Eingriff durch eine Kastration zu sterben, liegt ähnlich hoch wie das Gebärmutterkrebsrisiko. Deshalb tendieren wir dazu, nur Weibchen kastrieren zu lassen, bei denen es eine medizinische Indikation gibt.

Risiken einer Kastration

Die Folgen der (weiblichen) Kastration sind beim Kaninchen bisher leider nicht umfassend untersucht worden. Während man eine Weile dazu tendierte, Haustiere grundsätzlich zu kastrieren, wendet man sich mittlerweile immer mehr wieder von diesem Trend ab. Nicht nur beim Kaninchen, sondern auch bei anderen Haustieren.

  1. Narkoserisiko, Wundheilungsstörungen, Komplikationen nach der Operation
  2. Gewichtszunahme nach der Kastration (und dadurch zahlreiche Folgeerkrankungen wie z.B. Arthrose)
  3. Inkontinenz, die Tiere können nicht mehr kontrolliert den Urin abgeben (in Folge oft auch Blasenentzündungen und dadurch Steinbildung)
  4. Osteoporose, brüchige Knochen/Zähne

Unsere Empfehlung:

Jeder Halter sollte sich umfassend mit diesem Thema befassen, um sich ein eigenes Bild zu machen. Zudem ist es sehr wichtig, die Anzeichen für Gebärmutter-Erkrankungen zu kennen und wenn diese auftreten schnell zu reagieren. Je nach Haltungsform sind die Kaninchen nicht immer unter intensiver Beobachtung sondern werden nur gefüttert und versorgt, so dass Erkrankungen unerkannt bleiben können. Für diese Tiere raten wir über eine vorbeugenden Weibchenkastration nachzudenken. Ebenfalls, wenn ein Tier durch häufige Hitzigkeit oder Scheinträchtigkeit stark gestresst wird. Sollten Anzeichen auftreten, die für eine Gebärmuttererkrankung sprechen, empfehlen wir das Kaninchen medizinisch untersuchen zu lassen und ggf. zu kastrieren.

Anzeichen für Gebärmutter-Erkrankungen: Aggressivität, Unruhe, Schmerzen beim Abtasten, häufige Scheinschwangerschaften (bis zu 2 oder 3x im Jahr ist ganz normal, ist das Weibchen dauerhaft schweinwanger, ist es hingegen auffällig), Scheidenausfluss, allgemeine Krankheitszeichen wie Mattigkeit, geringe Nahrungsaufnahme, Abmagerung bei einem recht dicken Bauch oder sogar einer Gewichtszunahme.

kastration wundeTipps zur Pflege nach der Kastration
Was tun, wenn das Kaninchen nicht frisst? Wie hält man das Kaninchen davon ab, die Fäden zu ziehen? Und vieles mehr!
Weibchenkastration-Flyer zum selbstausdrucken

117 Antworten zu “Geschlecht & Kastration”

  1. Steffi sagt:

    Guten Abend liebes Kaninchenwiese-Team

    Ich hatte bis vor kurzem eine Gruppe von 4 Kaninchen. Aufgrund der geschlechtsreife kam es zu raufereien mit Verletzungen. Habe die Gruppe in zwei Paare getrennt. Möchte jetzt die rammler kastrieren und sie gern wieder zusammen führen.
    Nur habe ich Bedenken. Da das dominante Männchen und auch das dominante Weibchen ein paar sind. Das Weibchen auch sehr aggressiv zum anderen Weibchen war, als diese sich den mänchen näherte. Ist das vllt dieses sogenannte mobben unter Hasen. Sie gingen abwechselnd auf sie los. Oder ist es erfolglos bei solch einen verhalten?
    Vorallem weil sie sich vorher so bekämpften. Hab ja gelesen das sich das Verhalten sehr ändert. Deswegen überlegte ich vllt dann eher ein Männchen abzugeben und ein Weibchen zu holen? Ich möchte mich natürlich nicht zwingend von meinen Männchen trennen, aber zum Wohle einer Gruppe, gehe ich diesen Kompromiss ein.
    Des Weiteren ist noch zu sagen. Sie leben Tagsüber zusammen auf 9 m2 und abends zusammen im Stall. Dies habe ich jetzt getrennt gehalten. Es gibt genügend Futter und auch Häuser, Röhren und Erhöhungen.
    Bei zwei Männchen weiß ich ist eine kastration nötig. Ist dies auch in einer Gruppe mit einen Männchen und zwei oder drei Weibchen notwendig? Hab gelesen das es gut harmonieren kann. Oder sind das Einzelfälle? Auch besser sind ja dann gerade zahlen.

    Lg Steffi

  2. Richard sagt:

    Liebes Kaninchenwiese-Team,

    wir haben unseren Rammler heute Kastrieren lassen.
    Er ist elf Wochen alt, weshalb es sich um eine frühkastration handelt (Hoden waren auch noch nicht abgesenkt).
    Die Tierarzthelferin hat uns empfohlen ihn sechs Wochen von unserem Weibchen zu trennen (sie ist schon ein paar Monate älter).
    Ist das wirklich notwendig? Wir würden die beiden ungern so lange von einander trennen. Habt ihr noch weitere Tipps für die Nachsorge nach der Kastration?

    Liebe Grüße,
    Richard und Judith

    • Hallo Richard und Judith,
      also bei einer normalen Kastration bei einem erwachsenen Kaninchen ist dies leider notwendig, da die vorhandenen Spermien im Hoden noch zeugungsfähig sind. Bei eurem sollte dies aber eigentlich nicht notwendig sein, da er ja noch keine Spermien produziert hat. Eigentlich macht man ja gerade deshalb eine Frükastration. Da würde ich noch einmal nachfragen.
      Liebe Grüße,
      Kathinka vom Kaninchenwiese-Team

  3. Elisabeth Hinz sagt:

    Liebes Kaninchenwiese-Team,

    ich habe ein noch recht junges Weibchen (7-8 Monate), seit sie geschlechtsreif geworden ist, ist sie immer wenn sie rollig ist wirklich unausstehlich und wir können sie kaum in den Griff bekommen. Sie pinkelt unglaublich viel, bevorzugt auf mein Bett und die Couch, allerdings nie auf den Boden, auch außerhalb ihrer „Paarungszeit“ pinkelt sie unglaublich viel, ihr Stall ist immer komplett durchnässt. Ich hab schon versucht das nässere Futter etwas zu reduzieren , das hat aber nichts gebracht. Zusätzlich ist sie während sie rollig ist extrem anhänglich, was an sich zwar nicht schlimm ist, aber sie buddelt uns ununterbrochen und beißt uns bis wir ihr Aufmerksamkeit geben, und sebst dann hört sie manchmal nicht mehr damit auf, so geht das den ganzen Tag und die ganze Nacht. Nachts nimmt sie dann seit letzter Zeit auch noch ihren Stall auseinander, vor allem ihr Klo wird immer durch den ganzen Käfig geworfen und die Zeitung die unterm Streu und dem Stroh/Heu im Stall lieg buddelt sie hoch und zerstört sie und schmeißt alles aus dem Stall… Eine Kastration möchte ich eigentlich vermeiden, da es unnötiger Stress ist, ich sie nicht einschränken möchte und ich auch nicht will das sie krank wird oder sich im Wesen verändert…
    Habt ihr vielleicht einen Tipp mit was es zusammenhängt, außer eben dem Sexualtrieb?

    Liebe Grüße und schon mal danke
    Lizzy

    • Hallo Lizzy,
      ich muss dich leider enttäuschen, die häufigste Ursache für dieses Verhalten sind Veränderungen an der Gebärmutter. Dies kann man nur mit einer Kastration behandeln. Viele Tierärzte bieten auch die Pille für Kaninchen an, damit wirst du es aber auf längere Sicht nur schlimmer machen und sie wird dann noch mehr leiden.
      Bei einem guten und erfahrenem Tierarzt ist natürlich immer noch ein Risiko da, dies ist aber sehr reduziert. Meine Kaninchendamen wurden alle kastriert, bisher lief so gut wie alles glatt. Du kannst dich hier mit Leidensgenossen unterhalten und dich informieren http://www.kaninchenschutzforum.de und hier http://www.glueckliche-kaninchen.org.
      Liebe Grüße,
      Kathinka vom Kaninchenwiese-Team

  4. Chantal sagt:

    Hallo liebes Kaninchenwiese-Team,

    Ich hatte vor 3 Jahren ein Weibliches Kaninchen dass sehr aggressiv war, und ich mich dann entschieden hab es kastrieren zu lassen. Der Tierarzt machte einen guten Eindruck und hat schon viele von unseren Hasen behandelt. Dennoch ist unser Kaninchen wenige Tage nach der Kastration schreiend gestorben und wir haben nie rausgefunden was dazu geführt hat. Jedoch meinte der Arzt nach der OP das die Wunde geblutet hätte. Was meinen sie dazu?
    Ich habe jetzt seit 3 Jahren eine neue Kaninchendame die sich jetzt wieder ordentlich mit meinem Kaninchenmann streitet, obwohl das eigentlich nie so war. Jetzt habe ich natürlich bedenken zur Weibchen Kastration. Denken sie ich sollte sie trotzdem kastrieren lassen weil es ja sein könnte das sie Gebärmutterkrebs hat?

    Liebe Grüsse,
    Chantal

  5. Sarah sagt:

    Hallo.

    Ich hatte is vor 4 Wochen 2 Jungs und 2 Mädels. Vor 4 Wochen is das eine Mädel an Krebs gestorben. Der Krebs wurde 2015 in der Gebärmutter festgestellt und sie wurde kastriert.
    Zeitgleich wurde unser 2. Mädel kastriert. Heute bekommen wir die Diagnose das auch sie wahrscheinlich Krebs hat. Der UterusStumpf ist verändert und drückt auf die Organe.
    Ich finde bei 2 Kaninchen und beide Krebs 0-5% ziemlich wenig.

    Grüsse Sarah

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Sarah,
      diese Krebsrate stammt aus Studien, von denen es leider noch immer zu wenig gibt. Krebs kommt durchaus im Alter an den weiblichen Fortpflanzungsorganen vor. Jeder Halter muss selbst entscheiden, ob er ein gesundes Kaninchen einem Eingriff wie der Kastration mit den entsprechenden Risiken aussetzt oder Veränderungen abwartet und das Kaninchen erst operieren lässt, wenn es tatsächlich medizinisch indiziert ist, denn eine Kastration birgt selbst bei erfahrenen Kaninchen-Tierärzten Risiken. Ich würde eine Weibchenkastration immer ´von einem Tierarzt durchführen lassen, der viel Erfahrung hat: http://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/ist-mein-kaninchen-krank/kaninchentierarzt/.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

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