kaninchenkäfig wohnungKaninchenhaltung in der Wohnung

Eine Kaninchen-Haltung in der Wohnung setzt generell die Bereitschaft voraus, Kompromisse einzugehen. Wer sich für die Wohnungshaltung entscheidet, sollte dafür bereit sein, auch einige Verhaltensweisen der Kaninchen (z.B. das Benagen von Stuhlbeinen oder Köttel auf dem Teppich) zu tolerieren. Dafür ermöglicht die Wohnungs-Haltung den engen Kontakt zu den Tieren und bereichert den Alltag.

Haltungs-Beispiel-Fotos für die Wohnungshaltung

Kein Kaninchen möchte im Käfig leben!

kaninchenhaltung-wohnung-kaninchen2

kaninchenkäfig kaninchen-lebenslaenglich kaninchen-mindestmasse_1 kaninchen-stallAuch wenn leider immer noch viele Kaninchen in Käfigen leben müssen – alle im Handel erhältlichen Käfige sind Tierquälerei, auch „sehr große Käfige“ sind zu eng. Kein Kaninchen möchte in einem kleinen Gefängnis eingesperrt werden:

  • Auch in großen Käfigen können die Kaninchen sich nicht artgerecht bewegen, sie können weder rennen, noch Haken schlagen, buddeln, den anderen Kaninchen aus dem Weg gehen, sich jagen oder mal richtig Gas geben.
  • Oft kommt es zu starken Verletzungen oder Unverträglich-keiten durch die Enge. Ähnlich wie wenn wir mit einem guten Freund in einem Gäste-WC eingesperrt werden, führt die Platznot auch bei Tieren häufig zu Aggressionen. Die Tiere können sich nicht ausweichen oder zurück ziehen.
  • Kaninchen sind wechselaktiv, d.h. sie schlafen nachts nicht durch (wie wir Menschen oder viele andere Tiere es tun) sondern sind auch nachts viel aktiv. Deshalb brauchen sie Tag und Nacht viel Platz.
  • Viele Kaninchen entwickeln aus Langeweile Verhaltensstörungen und beschäftigen sich auf unerwünschte Weise, z.B. indem sie den Stall von innen stark benagen, am Gitter knabbern, eine Stelle im Fell wund lecken oder stereotypische Bewegungen ausführen.
  • Die Käfighaltung führt bei den bewegungsfreudigen Tieren zu Wirbelsäulen-Verkrümmungen und Gelenkschäden. Beispielweise wird die Oberschenkelknochen-Struktur nicht vollständig ausgebildet und durch die dauerhafte Fehlhaltung kommt es zur krankhaften Verkrümmung der Wirbelsäule. Oft treten auch Verdauungs-robleme durch Bewegungsmangel auf.

kaninchenzimmer2Artgerechte Wohnungshaltung

Es geht nicht darum, die Kaninchen „weg zu sperren“, wie es oft noch in Ratgebern dargestellt wird. Vielmehr geht es darum, harmonisch zusammen zu leben, so dass beide Seiten glücklich sind.

 

Kaninchengehege, Kaninchenzimmer oder freie Wohnungshaltung?

Es kommt auf die Kaninchen, den Halter und die Wohnsituation an, welche Haltungsform am besten geeignet ist.

svenjaskaninchentraumEin Kaninchengehege bietet den Vorteil, dass ein Bereich ganz den Kaninchen gehört und entsprechend gestaltet werden kann. Gerade Kaninchen die nicht stubenrein werden, sehr stark die Wohnung zerstören oder sehr viel alleine sind, werden meist in einem großen Gehege gehalten. Ein Gehege kann außerdem auch Schutz vor anderen Haustieren (z.B. Hunden) bieten.

wohnungshaltung kaninchen2Sehr beliebt sind auch Kaninchenzimmer die ganz nach den Bedürfnissen der Kaninchen gestaltet werden (z.B. nicht beheizt). Von Vorteil bei dieser Haltungsform ist, dass die Kaninchen viel Platz haben und auch nicht stubenreine oder zerstörungswütige Tiere gehalten werden können. Allerdings sollten sich die Halter viel bei ihren Kaninchen aufhalten, sonst kaninchen burgturmleben die Kaninchen zu abgeschieden und langweilen sich. Noch besser wäre, wenn die Türe ständig offen steht und nur ein Gitter angebracht wird. So bekommen die Kaninchen auch mit, was außerhalb des Raumes passiert.

wohnungshaltungDie Freie Wohnungshaltung (oder auch freie Zimmerhaltung) ermöglicht ein enges Zusammenleben zwischen den Kaninchen und ihren Haltern, die Kaninchen nehmen aktiv am Alltag teil und beschäftigen sich durch die Vorgänge in der Wohnung und die Einrichtung. Kaninchen-Einrichtung lässt sich meist dezent in der Wohnung aufstellen. Die Kaninchen haben viel Platz und der Halter muss wohnung kaninchen artgerechtkeinen extra Bereich für die Kaninchen opfern, was gerade in kleinen Wohnungen sinnvoll ist. Allerdings ist diese Haltungsform nur möglich, wenn sie gut geplant wird und vorher die Räume kaninchensicher gemacht werden. Außerdem müssen die Kaninchen stubenrein sein. Für Zerstörer-Kaninchen ist diese Haltungsform weniger geeignet.

Auslauf, Freilauf & Beschäftigung

beschäftigung kaninchen Kaninchen sind sehr neugierig und intelligent, sie brauchen täglich Abwechslung und Beschäftigung um glücklich und ausgeglichen zu sein. Deshalb ist täglicher Auslauf oder (z.B. bei Kaninchenzimmern mit viel Platz) zumindest eine Beschäftigungszeit nötig.
Die Kaninchen möchten etwas erleben, kaninchen fütterungam Leben ihrer Halter teil haben und Neues entdecken und erkunden. Legen Sie die Auslaufzeiten in die Aktivitätszeiten ihrer Kaninchen (meist früh morgens und spät abends), damit sie diese auch gut nutzen können. Beaufsichtigen Sie Ihre Kaninchen, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein unbeaufsichtigter Freilauf schon klappt. Beseitigen sie im Auslauf-Bereich Gefahrenquellen und schützen Sie Ihre Einrichtung. Trainieren Sie die Stubenreinheit. Die Räume sollten auch mit dem ein oder anderen Kaninchenspielzeug ausgestattet werden, kaninchen snackballwie z.B. Unterschlüpfe, Katzenkratzbäume, Zweige, eine Buddelkiste oder Tunnel. Diese Einrichtungs-Gegenstände können als Beschäftigung dienen wenn sie regelmäßig ausgetauscht und umgestellt werden. Sollten Sie einen Balkon oder Garten haben, können Sie den Kaninchen auch dort Freilauf ermöglichen. Bedenken Sie jedoch, dass man Kaninchen im

Foto: PRODieselDemon

Foto: PRODieselDemon

Winter niemals nach draußen sperren darf, sie müssen bei einem größeren Temperaturunterschied zwischen innen und außen jederzeit die Möglichkeit haben, zurück in die gewohnte Temperatur zu gehen.

„Standort“

Kaninchen möchten aktiv am Leben teilnehmen, mitbekommen, was um sie herum passiert. Deshalb sollten sie möglichst in einem zentralen Raum, in dem Sie sich viel aufhalten (z.B. Wohnzimmer), untergebracht werden.

Größe und Mindestmaße

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Das Gehege der Fluffy Noses

Kaninchen brauchen sehr viel Platz um sich artgerecht bewegen zu können und sich nicht zu langweilen. Auch in der Wohnung sollten ihnen  mindestens 4m² unverstellte Grundfläche (ohne Etagen) Tag und Nacht zur Verfügung stehen. Zusätzlich ist bei dieser Größe unbedingt täglich Auslauf nötig. Sollten die Kaninchen nicht täglich Auslauf bekommen, muss das Kaninchengehege deutlich größer ausfallen.
Siehe: Wie viel Platz brauchen Kaninchen?

Kaninchenbereiche bauen 

innengehegeKaninchenbereiche sind meist einfach und günstig gebaut, wenn man weiß, wie man es machen kann. Die Umrandung gestaltet man am besten indem man entweder Freilaufgehege-Gitter (6-eck oder 8-eck Gehege die beliebig erweitert werden können, im Zoohandel oder günstig über Ebay erhältlich) aufstellt, Welpengitter verwendet oder mit Holz und Gitter (oder ersatzweise auch Plexiglas/Hobbyglas) Rahmen bastelt und diese zu einem Gehege zusammenschließt. Kaufen Sie auf jeden Fall sehr hohe Gitter, denn unter 80cm überspringt jedes Kaninchen die Umrandung spielend. Bei spungfreudigen Kaninchen sollte das Gitter min. 1 m hoch sein. Empfindliche Böden kaninchengeheg7kann man günstigen griffigen PVC-Bodenbelag unterlegen (keinen ganz glatten!), der an den Rändern mit PVC-Leisten gesichert werden muss, damit er nicht angenagt wird. An offenen Seiten kann er einfach überlappend gestaltet werden, dann kommen die Kaninchen auch nicht an die Ränder. Auf den PVC können kleine Baumwollteppiche (damit sie in die Waschmaschine passen) ausgelegt werden, die bequem sind kaninchengehege3und nicht so rutschig wie der PVC. Diese werden bei Bedarf oder etwa einmal in der Woche gewaschen. Der Bereich sollte kaninchengerecht eingerichtet werden. Bei nagefreudigen Kaninchen ist es sinnvoll, auch die Wände mit Gitter, Plexiglas oder z.B. Bambusteppichen zu schützen. Hier finden Sie weitere Infos und Tipps zum Bau.

Wohnung kaninchensicher machen

Wie Sie ein Zimmer oder die ganze Wohnung kaninchensicher machen, so dass Ihre Einrichtung keinen Schaden durch die Kaninchen nimmt und alle Gefahrenquellen für die Langohren beseitigt werden, erfahren Sie hier.

Gitter Käfigoberteil gefährlichWichtig:  Bei Gitterkäfigen die so stehen, dass die Kaninchen drauf hüpfen können, muss unbedingt das Gitteroberteil mit einem Teppich oder Holzbrett abgedeckt werden, damit die Kaninchen sich beim Hochspringen nicht verletzen können. Oder man entfernt das Gitteroberteil ganz und stellt nur die Wanne auf. Zudem sollte die Gittertüre ausgehängt oder abgedeckt werden (z.B. mit einer Weidenbrücke) weil auch dort die Kaninchen mit den Füßen beim springen hängen bleiben können, was zu schweren Verletzungen führen kann.

kaninchenparadiesEinrichtung & Zubehör

Neben dem Grundzubehör ist auch die richtige Einrichtung sehr wichtig, damit sich die Kaninchen wohl fühlen und beschäftigt sind. Beachten Sie, dass es auch tierschutzwidriges Zubehör gibt, das für Kaninchen nicht geeignet ist.

wohnungshaltung 1

Toiletten & Stubenreinheit

einrichtungtoiletteWie auch Katzen, können Kaninchen stubenrein werden. Allerdings lassen sie sich schlechter erziehen, vielmehr muss sich der Halter etwas auf die Kaninchen einstellen. Die Kaninchen suchen sich selber ihre bevorzugten Pinkel-Ecken aus, meist werden Zimmerecken oder andere Randbereiche gewählt. An diese Stellen werden Katzentoiletten aufgestellt. Köttel gehen auch bei stubenreinen Kaninchen ab und an daneben, so dass es nötig ist, täglich zu saugen. Bieten Sie in den Ecken und an den Rändern so wie am Futterplatz ausreichend große Toiletten an. Schützen Sie im Gehege und in Kaninchenbereichen empfindlichen Boden mit PVC-Boden (die Ränder vor dem Annagen schützen!) oder Lenoleum.

Hygiene & Geruch

sauber machen toiletteGerade in der Wohnung ist Hygiene sehr wichtig um unerwünschte Gerüche und eine Belastung der Atemwege zu vermeiden. Verwenden Sie am besten Holzpellets mit einer Lage Heu oder Stroh obendrüber oder auch Mais- oder Holzgranulat. Diese Einstreu-Sorten binden den Geruch und die Flüssigkeit besonders gut. Säubern Sie die Toiletten alle ein bis zwei Tage und waschen Sie diese mit warmen Wasser und Essig-Essenz oder Zitronensäure aus.

Probleme bei der Wohnungshaltung

Verhaltensprobleme

kaninchenhaltung gartenHäufige Probleme gibt es bei Wohnungs-Kaninchen mit der Stubenreinheit. Wie auch bei der Katzen- und Hundehaltung, ist die Sauberkeitserziehung ein schwieriges Thema, das nach individuellen Lösungen verlangt.
Ebenfalls ein Problem kann das Nagebedürfnis der Kaninchen werden. Wer Kaninchen in der Wohnung hält, muss sich klar sein, dass dabei Schäden an der Einrichtung entstehen können. Kaninchen haben in der Natur eine Umgebung, in der sie ständig und überall Nagematerial in Form von Wiesenpflanzen, Zweigen, Rinden, Wurzeln, Laub usw. vorfinden. Verwenden Sie Metallmöbel und bieten sie an vielen Stellen frische Zweige, frisches Futter aus der Natur, Kisten mit Heu und Stroh, aber auch saisonal Laub, Rinden, Wurzeln und Schnee in Kisten an. Stellen Sie eine wirklich große Buddelkiste auf, in der Sie unterschiedliches Material zum Buddeln einfüllen. Zum Beispiel Sand oder Erde, bzw. wenn die Kaninchen die Kiste auch als Toilette missbrauchen besser versch. Einstreuarten. Beschäftigen Sie zusätzlich Ihre Kaninchen intensiv. In der Wohnung fehlen dem Kaninchen die Umweltreize, dadurch kann es sein, dass die Tiere nicht ausgelastet sind und die Einrichtung zerstören, die Toilette ausbuddeln oder sich gegenseitig jagen. Oft ist auch zu beobachten, dass gelangweilte Innenkaninchen mit wenig Beschäftigung sich oder dem Partnerkaninchen das Fell abknabbern oder wund lecken, so dass Kahlstellen entstehen.
Bieten Sie nach Möglichkeit Auslauf auf dem Balkon oder im Garten. Wenn es draußen kalt ist, muss die Türe offen bleiben, so dass die Tiere jeder Zeit zurück in die gewohnte Temperatur können. Eine Alternative ist die Katzenklappe.
Im Extremfall muss ein sehr großes Gehege vom Zimmer abgeteilt werden oder den Kaninchen ein separates Zimmer zur Verfügung stehen, welches den Kaninchen einen Lebensraum auch ohne Auslauf bietet. Manche Tiere werden nie stubenrein und sollten (wenn kein Platz für ein großes Gehege vorhanden ist) in Außenhaltung vermittelt werden. Keine Lösung ist eine Käfighaltung! Wer würde seine Katze in einen Käfig sperren weil sie nicht stubenrein ist oder den Sessel zerkratzt?

Gesundheitliche Nachteile

kaninchen nachteile innenhaltungAchten Sie auf genug Frischluft und Lichteinfall, Kaninchen benötigen frische Luft und genug Tageslicht. Das Fensterglas fängt UVB-Strahlen ab, so dass diese den Wohnungskaninchen fehlen. Dadurch entsteht Vitamin D Mangel. Erkundigen Sie sich, wie Sie diesen vorbeugen können. Mit Ammoniak, Staub oder anderen Stoffen belastete Luft sowie Heizungsluft belastet das Immunsystem und die Atemwege, daher ist regelmäßiges Lüften absolute Pflicht. Zudem sollte auf ein gesundes Raumklima und staubarme Einstreu geachtet werden. Selbstverständlich sollten Kaninchen mit ihren empfindlichen Atemwegen auch niemals Zigarettenrauch ausgesetzt werden.
Viele Innenkaninchen haben auch Probleme mit der Verdauung, das liegt daran, dass einige Innenhalter ihre Tiere nur sehr ausgewählt, übervorsichtig und unnatürlich ernähren. Auch in Innenhaltung brauchen Kaninchen vielfältige Zweige (wöchentlich frisch!), mehrere Heuberge an verschiedenen Stellen und täglich frisches Grünfutter, am besten aus der Natur, also Wiesenkräuter, Gräser, Baumblätter… Zudem haben Innenkaninchen oft einen verlangsamten Stoffwechsel und fressen unnatürliche Dinge wie z.B. Teppichfasern, Farbe von lackierten Möbelstücken und Plastik. Viele Kaninchen bewegen sich in Innenhaltung mangels Umweltreize auch deutlich weniger.

74 Antworten zu “Wohnungshaltung”

  1. Barbara Veit sagt:

    Hallo
    meine beiden ca 1 jährigen Kaninchen lebten den Herbst /Winter über in der Wohnung, ein Zimmer ständig, bei Aufsicht 3 Zimmer.
    Kaninchengerecht eingerichtet mit div. Spielmöglichkeiten, Tunnel, Buddelkiste usw, Meiner Ansicht nach fühlen sie sich sehr wohl.
    Nun habe ich sie 3 mal tagsüber auf der Terrasse draussen gehabt in Gehege. Das Mädchen war nicht entspannt und hat viel gekopft, auch jedesmal Durchfall bekommen. Ich sehe den Wechsel von drinnen /draussen problematisch und glaube, sie fühlen sie innen wohler. Ist dies vermenschlicht oder Tatsache? Ist ein ständiger Wechsel schädlich? Nachts kann ich Sie z. Zt. nicht draussen lassen, da Gehege nicht entsprechend sicher. Und sie lieben einfach den Kontakt zu uns und der ist in der Wohnung einfach größer. Geht Ihnen was ab, wenn sie drinnen bleiben, oder wie soll ich die Aussenhaltung angeben?

    Lieber Gruß
    Barbara

    • Hallo Barbara,
      nein, ich denke, du brauchst nur Geduld. Du musst wissen, dass Kaninchen sehr ängstliche Fluchttiere sind und vor allem Ungewohnten große Angst haben. Wenn sie nun das erste Mal die Außenwelt sehen, sind sie natürlich sehr ängstlich und müssen sich erst einmal daran gewöhnen.
      Liebe Grüße,
      Kathinka vom Kaninchenwiese-Team

  2. Jenny sagt:

    Liebes Kaninchenwiese-Team,

    meine fünf Kaninchen leben derzeit mit uns zusammen in der Wohnung. Mein Mann und ich sind nun gerade dabei, in die Planung für ein eigenes Haus einzusteigen und da dürfen natürlich auch meine Kleinen Mäuse nicht vergessen werden. Nun bin ich mir nicht so ganz sicher, ob ich sie im neuen Haus wieder in ein eigenes Zimmer (so wie jetzt) setzen oder doch in den Garten ausquartieren soll. Beides hat so seine vor- und Nachteile, finde ich. Meine Idee wäre daher gewesen (um beides zu vereinen), dass sich im Kaninchenzimmer quasi ein dauerhafter Ausgang in ein sich anschließendes Gartengehege befindet und die Kaninchen dann selbst wählen dürfen, ob rein oder raus. Ich habe allerdings Angst, dass ich im Winter damit Erkältungen provoziere, wenn sie ständig vom Haus nach draußen hoppeln… das Kaninchenzimmer wäre dann zwar nicht geheizt, aber im Haus ist es ja trotzdem noch deutlich wärmer als draußen. Die andere Alternative wäre, dass man im Winter den Ausgang nach draußen ganz verschließt, sodass sie im Winter nur drin wären…
    habt ihr einen Tipp?? 🙂 ich wäre um jeden Vorschlag dankbar! 🙂

    Vielen Dank schobmal,
    Eure Jenny

    • Hallo Jenny,
      ich finde deine Idee mit der „Kaninchenklappe“ nicht schlecht :). Da das Zimmer nicht beheizt ist, denke ich nicht, dass es wirklich gefährlich wäre. Solch einen Raum nimmt man ja auch gerne zur Umgewöhnung. Du kannst ihnen dann ja innen und außen Behausungen anbieten, so dass sie selber wählen können, wo sie den Winter verbringen. Zur Not könntest du ja auf Möglichkeit 2 umschwenken. Das wird ein Kaninchenparadies!
      Liebe Grüße,
      Kathinka vom Kaninchenwiese-Team

  3. Maria sagt:

    Hallo ihr Lieben,

    Mir ist vor 2 Jahren eine Häsin zu gelaufen. Habe überall im Dorf einen Aufruf gestartet wem die kleine gehört, hat sich keiner gemeldet.
    Ich bin auch direkt mit ihr zum Tierarzt, sie war gesund und fit und wurde auf max 8 Monate geschätzt.
    Nach Absprache mit Tierarzt und Eltern (war minderjährig) habe ich das Tier behalten. Sie hat sich super entwickelt, wurde zutraulich. Ihr Käfig ist genau so breit wie mein Bett (120cm) und steht bei mir am Fußende, so dass sie immer wenn ich zu Hause bin freiwillig aus den Käfig, ins Bett springen kann. Dort fordert sie erst Kuscheleinheiten und rennt danach wie ne bekloppte übers Bett, springt in den Käfig, dann wieder aufs Bett usw. Auch mit meinen Freundinnen hat sie keine Probleme, sobald jemand sich aufs Bett setzt kommt sie an und will gestreichelt werden.
    So weit so Gut. Sie machte immer einen Top Eindruck obwohl sie allein ist. (Eltern hatten mir kein 2. Tier erlaubt)

    Nun bin ich in der Ausbildung und „unsere“ gewohnten Zeiten total verschoben und immer weniger. Sie darf natürlich trotztem noch raus, mittlerweile auch ins Zimmer, nicht mehr nur ins Bett. Möchte ihr nun aber einen Gefährten besorgen, hab aber so meine Bedenken ob es nach 2 Jahren gut geht.
    Ich dachte erst an ein Meerschwein, dann habe ich jedoch gelesen dass diese Kombination jedoch gar nicht so gut sei. Also muss ein zweites Kaninschen her.

    Meine Fragen an diser Stelle :
    Ich habe mir überlegt ein Tier aus dem Tierheim zu holen welches ca genau so alt ist wie meine kleine. Ist es wichtig das beide ca das selbe Alter haben? Ist das nach 2 Jahren überhaupt noch möglich?
    Und mehr Tiere brauchen mehr Platz, währe es sinnvoll mir deswegen einen Doppelstockkäfig (120cm) zu zulegen? oder ist so ein „Doppeldecker“ eher sinnlos?

    Viele Dank schon mal im Vorraus
    MfG Maria

    • Hallo Maria,
      deinen Gedanken finde ich total prima. Selbst alte Tiere haben bisher auf ihren ersten Partner sehr positiv reagiert und 2 Jahre ist für ein Kaninchen noch sehr jung, sie können 8-12 Jahre alt werden. Ein Meerschwein ist für ein Kaninchen wirklich kein guter Partner, da hast du recht http://www.kaninchenwiese.de/umgang/kaninchen-andere-tiere. Ein anderes Kaninchen ungefähr im gleichen Alter wäre da perfekt, es muss nicht exakt das gleiche Alter haben. Das Tierheim ist eine gute Anlaufstation, aber auch Pflegestellen vom Kaninchenschutz https://www.kaninchenschutz.de/ oder den Glücklichen Kaninchenhttp://www.glueckliche-kaninchen.org würden sich über Anfragen freuen und dort vermittelt man nur durchgecheckte und ggf. kastrierte Kaninchen. Zu deinem Kaninchen würde ich das gegenteilige Geschlecht wählen, da sich Paare oft besser verstehen, dabei sollte man beachten, dass Männchen nur kastriert vergesellschaftet werden sollten. Die Kastration ist ein Routineeingriff und kostet meist nicht besonders viel (40-60 €) im Gegensatz zu anderen Operationen.
      Die Haltung von Kaninchen im Käfig stammt noch aus Zeiten, in denen Kaninchen für die Fleischgewinnung gehalten wurden, so konnten sie im kleinen Raum möglichst schnell gemästet werden, nach dem 2. Weltkrieg wurde das sehr populär. Heute sind sie eher Liebhabertiere und sollen möglichst gesund sein und alt werden. Was viele nicht bedenken ist, dass Kaninchen ein ähnliches Bewegungsbedürfnis wie Katzen haben, oft kann man sie sogar wie Katzen in der Wohnung halten, wenn man die Wohnung kaninchensicher gestaltet, schau mal http://www.kaninchenwiese.de/haltung/wohnungshaltung.
      Wenn du einen geeigneten Partner gefunden hast, lies dir besser auch noch einmal unsere Infos zur Vergesellschaftung durch: http://www.kaninchenwiese.de/soziales/zusammenfuehrung. Kaninchen sind wirklich keine Einzeleintiere und haben eine extrem komplexe Kommunikation, die wir als Menschen nicht nachvollziehen können http://www.kaninchenwiese.de/soziales/nie-alleine.
      Wenn du noch Fragen hast, schick gern eine Mail an kathinka.bradley@nagerschutz.de.
      Liebe Grüße,
      Kathinka vom Kaninchenwiese-Team

  4. Inken sagt:

    Sollte der Raum, in dem die Kaninchen leben, eher warm oder kühler sein? Klar versuche ich auf Zugluft zu verzichten, bzw lüfte dann, wenn beide im Häuschen gerade sitzen oder gerade in einem anderen Raum herum hüpfen (offene Wohnungshaltung). Und: was kann ich ihnen noch an Beschäftigungungsmaterialien anbieten? Habt ihr da noch Ideen für mich? Vielen Dank im voraus.

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