Fit und glücklich durch den Winter

Kaninchen glücklich überwintern

Eine gut geplante Außenhaltung ist keinesfalls problematisch. Kaninchen vertragen Schnee und Frost meist besser als die Hitze im Sommer.

Wenn die ersten Blätter fallen und es nachts kälter wird, ist es Zeit sich darüber Gedanken zu machen, was die Kaninchen im Winter für Bedürfnisse haben und wie man diese erfüllen kann.

Welche Kaninchen sind für eine Überwinterung im Freien geeignet?

Die meisten Kaninchen, aber nicht alle können im Winter auch draußen leben. Grundsätzlich müssen die Kaninchen gesund und fit sein. Auch Jungtiere können problemlos den Winter im Garten verbringen.
Nicht für eine Überwinterung im Garten geeignet sind alle richtig geschwächten Tiere! Egal ob das Kaninchen extrem altersschwach ist oder durch eine chronische Erkrankung nicht richtig fit: Die Garten-Überwinterung ist für solche Tiere tabu.

Kann ich ein Kaninchen alleine draußen überwintern?

Gerade im Winter ist ein Kaninchen-Artgenosse unverzichtbar. Durch aneinander kuscheln halten sich die Kaninchen warm und die Schutzhütte wird schneller durch die Körperwärme der Kaninchen aufgeheizt. Zudem sind zwei Kaninchen deutlich aktiver als eines alleine.
Warum braucht mein Kaninchen ein zweites Kaninchen?
Sich fremde Kaninchen aneinander gewöhnen

Ist eine schrittweise Gewöhnung an die Außentemperaturen sinnvoll und nötig?

Um den Organismus nicht unnötig zu belasten, muss auf jeden Fall eine schrittweise Gewöhnung an die Außenhaltung durchgeführt werden. Dies kann über den Sommer/Herbst erfolgen indem man das Kaninchen bei Zimmer-ähnlichen Außentemperaturen nach draußen umzieht, oder durch eine schrittweise Gewöhnung. Dazu wird die Umgebungstemperatur des Raumes schrittweise verringert (Fenster tagsüber offen lassen, später dann auch nachts, das Kaninchen tagsüber erst stundenweise, dann ganztägig nach draußen setzen und nachts wieder reinholen, später dann auch in milden Nächten und schließlich ganz draußen lassen).

Dürfen alle Rassen draußen überwintern?

Manche Rassen sind besonders wetterempfindlich (z.B. langhaarige Tiere, manche Löwenköpfchen und Rex-Kaninchen). Durch die veränderte Haarstruktur können sie die Körperwärme schwerer als andere Tiere halten und es fehlt eine dichte Deckhaarschicht, die Wasser und Schnee abperlen lässt. Daher müssen solche Kaninchen in einem weitgehend überdachten Gehege leben, das auf mehreren Seiten auch vor Nässe geschützt wird. Unüberdachte Freilaufflächen sind kein Problem, auch bei Schnee und Regen dürfen diese Rassen im Garten laufen, sofern sie jeder Zeit zurück ins überdachte Gehege gehen können. Langhaarige Tiere sollten nicht geschoren werden aber einen Haar-Schnitt verpasst bekommen, der ihre Bewegungen nicht einschränkt. Zudem dürfen die Haare nicht auf den Boden hängen. Bei diesen Tieren ist ein möglichst sauberer Untergrund (Steinplatten statt Sand oder Erde) empfehlenswert.

Muss mein Kaninchen in die Wohnung geholt werden wenn es im Winter plötzlich krank wird?

Sollte ein Kaninchen während des Winters durch eine plötzliche Krankheit kurzfristiggeschwächt sein, so ist es nicht sinnvoll, es plötzlich in die Wohnung zu bringen. Der Temperaturunterschied belastet unnötig den kleinen, kranken Organismus. Wenn ein Tier nur vorübergehend geschwächt ist, muss es in einen frostfreien aber kalten Raum einquartiert werden (Waschküche, Keller, unbeheizter Raum…) bis es wieder genesen ist. Dann kann es wieder problemlos schrittweise nach draußen umquartiert werden. Das Kaninchen aus der Gruppe zu reisen bedeutet erheblichen Stress, daher sollte, wenn die Krankheit nicht akut ansteckend ist, von einer Separierung abgesehen werden. Das kranke Kaninchen kann zusammen mit der Gruppe oder zumindest mit einem Artgenossen ins frostfreie Quartier ziehen. Viele Krankheiten gehen bei rechtzeitiger Behandlung ohne eine Schwächung einher, so dass man das Kaninchen draußen in seiner gewohnten Umgebung belassen kann.

Welche Anforderungen muss das Gehege erfüllen wenn meine Kaninchen draußen überwintern sollen?

Um den Kaninchen für den Winter ein gemütliches Heim zu bieten, muss das Gehege einige Grundvoraussetzungen erfüllen die eine angenehme Überwinterung möglich machen.

  •  Viel Platz für artgerechte Bewegungs-Abläufe
    Nur aktive Kaninchen bleiben im Winter fit! Ein Gehege mit mehreren Quadratmetern unverstellter Fläche ist daher Pflicht. Zusätzlich ist tagsüber freier Gartenauslauf oder Freilauf in einem umzäunten Gebiet empfehlenswert, so bleiben alle Kaninchen fit und aktiv. Siehe: Wie viel Platz brauchen Kaninchen eigentlich?
  • Ein geschützter Bereich der keinem Regen, Wind oder Schnee ausgesetzt ist. Eine Ecke oder ein größerer Bereich des Geheges sollte absolut wetterfest sein. Dies erreicht man durch eine Überdachung und Schutz von den Wetterseiten (z.B. Abdeckung mit Planen, Rollglas oder Holzverkleidung). Bau-Empfehlungen und Lösungsvorschläge: Der Außengehegebau – was ist zu beachten?
  • Eine Schutzhütte: Ein Kaninchenstall in dem die Kaninchen vor Wind, Regen, Zugluft und Schnee absolut geschützt sind und noch dazu die Temperatur mit ihrer Körpertemperatur „heizen“ können, ist anzuraten. Damit die Kaninchen die Hütte schnell aufwärmen können, muss sie klein sein, trotzdem sollte sie noch genug Platz zum Liegen, Fressen, Trinken und Schlafen bieten. Die richtige Größe ist deshalb von der Größe der Kaninchen abhängig, bei einer Großgruppe empfehlen sich mehrere kleine Schutzhütten. Gut geeignet als Schutzhütte sind handelsübliche Ställe, sofern sie nachgerüstet wurden (Dach, Rückwand…), leider sind viele gekaufte Kaninchenställe jedoch sehr windig und gehen schnell kaputt. Gute Erfahrungen haben wir mit diesem Stall gemacht, er war von vielen der Einzige, der gut verarbeitet ist. Auch ein selbst gebauter Stall kann verwendet werden. Besonders solide verarbeitet und durchdacht sind meist  Katzenhäuschen.
    Vergitterte Türen sollte man zusätzlich schützen, ohne das die Luftzirkulation verhindert wird (wie es bei einer Isolierung mit Styropor der Fall ist). Mit einer vorgehängten Wolldecke, einem Handtuch, Tüchern, Plexiglas, Rollglas oder Holz kann man das Gitter abdecken.

    Handelsübliche Ställe sind als Schutzhütte geeignet, wenn bei Frost das Gitter zugehängt und dick eingestreut wird. Teils müssen das Dach oder die Rückwand nachgerüstet werden. Es muss grundsätzlich ein mardersicherer Dauerfreilauf dran gebaut sein! Sonst leben die Kaninchen „in einem Gefrierschrank“.

    Eine Isolierung ist hingegen nicht nötig und meist gesundheitsschädlich: Siehe: Haltungs-Mythen
    Bei Frost sollte viel Heu und Stroh eingestreut werden, so dass es die Kaninchen kuschelig haben.
    Gerade bei unharmonischen Gruppen sind zwei Eingänge empfehlenswert, diese sollten natürlich nicht in Richtung Wetterseite zeigen.
    Niemals dürfen Kaninchen in einer Schutzhütte eingesperrt werden, das gleicht einem Leben im Gefrierfach. Sie brauchen grundsätzlich einen angebauten, mardersicheren Auslauf, der Tag und Nacht genutzt werden kann.
    > Kaninchenhaltung im Garten

Was ist bei der täglichen Pflege und Versorgung im Winter besonders zu beachten?

  • Kuschelige und warme/isolierende Einstreu
    Die Schutzhütte und andere Ecken sollten mit frischer, saugfähiger und isolierender Einstreu großzügig ausgepolstert werden. Manche Kaninchen mögen es auch, wenn die Schutzhütte mit Heu voll gestopft wird und bauen sich dort dann ein kuscheliges Versteck. Die Einstreu darf keinesfalls nass oder feucht sein, daher ist tägliches Überstreuen in verunreinigter Einstreu und ein regelmäßiges Ausmisten Pflicht! Auf nasser Einstreu werden die Kaninchen krank und nasse Streu hält nicht warm von unten. Geeigent ist eine saugfähige Unterlage (Pellets, Holzstreu etc.) mit Stroh- oder Heubelag.
  • Ausreichend Beobachtungszeit für die Tiere
    Auch wenn es draußen kalt ist, dürfen die Tiere nicht vernachlässigt werden. Täglich sollten die Kaninchen beobachtet werden, um Veränderungen und Erkrankungen frühzeitig feststellen zu können.
  • Genug energiereiches und frisches Futter
    Im Herbst beginnen Kaninchen, sich einen Winterspeck anzufressen der sie in der kalten Jahreszeit vor Minustemperaturen schützt. Deshalb ist es sinnvoll wenn die ersten Blätter von den Bäumen fallen damit zu beginnen, eine Saatenmischung, den ein oder anderen Maiskolben, viel Obst und reichlich Frischfutter zu verfüttern.
  • Wintertaugliches Futter
    Auch im Winter ist viel Frischfutter Pflicht. Da es jedoch bei Minustemperaturen gefriert ist darauf zu achten, auch genug trockene Futterkomponenten (Trockenkräuter, Heu, Saaten) anzubieten und auf Frischfutter auszuweichen, dessen Zellen auch Frost aushalten (Obst, Kohl, Zuckerrüben…). Anderes Gemüse wird bei Frost auch nicht gefressen und sollte daher nur in kleinen Mengen (zum sofortigen Verzehr) angeboten werden. Deshalb ist es wichtig, im Winter möglichst oft zu füttern. Weiterführendes

Extreme Minustemperaturen und Versorgung mit künstlicher Wärme

Es ist möglich, im Winter durch eine Wärmequelle bei stärkeren Frost für etwas Wärme zu sorgen. Gesunde Kaninchen brauchen die künstliche Wärme jedoch nicht unbedingt, denn Kaninchen sind nicht kälteempfindlich.

  • Ein Heizkissen für Haustiere (Snuggle Safe) kann immer angeboten werden, auch wenn kein Stromanschluss vorhanden ist. Allerdings kühlt es erfahrungsgemäß bei Kälte sehr zügig ab (bei starken Frost hält es gerade drei Stunden) und kann nur in einer Mikrowelle aufgewärmt werden.
  • Genauso lange oder sogar länger halten erfahrungsgemäß normale Wärmflaschen, die in ein Tuch oder Kissenbezug gewickelt vor Bissen geschützt werden sollten.
  • Eine Thermo Master Heizmatte ist für Gehege empfehlenswert, die über einen Stromanschluss verfügen, es muss auch nicht regelmäßig wieder aufgewärmt werden da es über den Strom die Wärme selbst herstellt.
  • Ohne Stromanschluss kann eine selbstheizende Thermodecke verwendet werden. Um sie vor dem Benagen zu schützen kann ein engmaschiger Maschendraht um das Innere der Decke gelegt und dann erst der Bezug aufgezogen werden.
  • Mit einer Wärme- oder Rotlichtlampe ist es möglich, in großen Schutzhütten oder überdachten Gehegen für Wärme zu sorgen. Wenn man Futter und Wasser je nach Gerät an, unter oder auf der Wärme anbietet, bleibt es frostfrei. Äußerdem setzen sich die Kaninchen auch gerne an die Wärmequelle und viele Geräte heizen auch die Schutzhütte mit.
  • Beheizte Schutzhütten können ebenfalls verwendet werden, dadurch bleibt auch das Wasser und Futter in der Hütte frostfrei.
  • Für Hunde sind Wärmeplatten im Handel erhältlich, Wärmeplatten für die Kükenaufzucht sind ebenfalls geeignet. Auch alle anderen Wärmequellen (Heizungen etc.) sind denkbar.

Wichtig ist jedoch, dass die Kaninchen jeder Zeit wählen können ob sie sich der Wärme entziehen oder aussetzen möchten. Zudem sollte bei einigen Geräten auf genug Abstand zum Gerät bzw. zur Einstreu und zu den Kaninchen geachtet werden damit es zu keinen Verbrennungen kommt und keine Brände entstehen. Außerdem ist es wichtig darauf zu achten, dass es nicht zu heiß wird.

Was tun, wenn das Wasser gefriert?
Wasserversorgung bei Frost

Wenn die ersten Fröste beginnen, friert das Wasser regelmäßig ein. Daher möchte ich an dieser Stelle ein paar Tipps aufführen, welche die Wasserversorgung im Winter erleichtern.

Völlig ungeeignet für die Wasserversorgung sind Nippeltränken. Aus Nippeltränken kommt das Wasser nur tropfenweise, die Kaninchen können nicht richtig trinken. Zudem sind sie unhygienisch. Im Winter besteht die Gefahr, dass sie mit ihren kleinen Zungen am gefrorenen Metall hängen bleiben und sich beim Abreißen an der Zunge verletzen.

Manche Kaninchen fressen im Winter Schnee um Wasser aufzunehmen.

Tipps gegen das Gefrieren

  • Am besten kauft man gleich drei Näpfe, so kann man den zugefrorenen Napf ins Haus holen und langsam auftauen lassen. Ist der dritte Napf zugefroren, so ist in der Zwischenzeit der erste wieder aufgetaut und kann eingesetzt werden.
  • Im Handel gibt es für etwa 35€ beheizbare Näpfe für Hunde. Deren Kabel ist mit einem Stahlmantel vor dem Annagen geschützt. Hat man in der Nähe des Geheges einen Stromanschluss, so kann man einen Wärmenapf anbringen was viel Arbeit im Winter erspart und gerade für berufstätige Kaninchen-Freunde eine gute Möglichkeit ist, den Kaninchen rund um die Uhr frisches Wasser zur Verfügung zu stellen.
  • Ebenfalls möglich ist es, einen elekronischen Tränkenwärmer (ca. 20€) für Hühner zu verwenden, der einfach unter den Napf gestellt wird. Das Kabel muss allerdings vom Annagen gesichert werden, z.B. indem es aus dem Gehege führt oder ein Stein draufgelegt wird.
  • Ohne Stromanschluss kann man einen Snuggle Safe unter den Napf legen. Er wird in 3-8 Minuten in der Mikrowelle erwärmt und hält dann den Napf über Nacht frostfrei.
  • Wer einen Ofen hat, kann flache Steine oder Steinplatten auf dem Ofen erwärmen und im Wechsel unter de Wassernapf positionieren. Oder aber heiße Steine in den Napf legen.
  • Wer eine Wärmequelle für die Kaninchen im Gehege anbringt (siehe oben) kann in der Nähe dieser auch das Wasser aufstellen, so dass es durch die Wärme frostfrei bleibt.
  • Mittlerweile gibt es auch beheizte Trinkflaschen ohne Nippel, die geeignet sind.
  • Schnee in einem Napf zusätzlich zum Wasser anbieten, wenn dieses gefroren ist, fressen viele Kaninchen den Schnee.
  • Eine Grabkerze windgeschützt in einen Pflanzstein oder eine eigene Konstruktion stellen, das Gerüst mit einer dünnen Platte abdecken und darauf das Wasser stellen. Diese Kerzen halten in der Regel etwa zwei Tage und müssen dann erst wieder ausgetauscht werden.
  • Wenn man 2 Tischtennisbälle auf der Wasseroberfläche schwimmen lässt, gefriert das Wasser durch die ständige Bewegung der Bälle bei leichten Frost langsamer ein. Das funktioniert allerdings nur bei sehr großen Näpfen. Die Näpfe sollten so aufgestellt werden, dass der Wind die Bälle bewegt.
  • Je mehr Wasser in die Schale passt, desto langsamer gefriert es, daher sind sehr große Näpfe ideal.
  • Stellt man den Napf auf eine isolierende Unterlage (Holz, Styropor-Hülle die mit Holz vor dem Annagen geschützt ist etc.), so gefriert der Napf deutlich später ein. Auf einen Stein oder einer Metallplatte sollte der Napf im Winter hingegen nicht stehen, hier gefriert er besonders schnell.
  • Machen Sie nach innen gebogene Näpfe nicht ganz voll! Wasser dehnt sich beim einfrieren aus und bringt den Napf zum platzen. Daher die Wasserschale nur bis knapp unter die Wölbung füllen.

Weitere Tipps und Infos zur Winterhaltung: Kaninchen im Winter

Selbst gebaute elektronische Wärme-Tränke

 

255 Kommentare
« Ältere Kommentare
  1. Claudia Wilms
    Claudia Wilms says:

    Hallo liebes Kaninchenweise-Team, ich möchte meine 2 Kaninchen 9 +2,5 Jahre ein Aussengehege bauen. Hab mich jetzt schon ein bisschen belesen. Trotzdem muss ich einige Fragen stellen, auch wen. Es schon des öfteren bestimmt gefragt wurde 😉Ich bin mir nicht sicher ob ich besser ein kleines Gartenhäusschen mit eingestellten Hasenstall ohne Isolierung ( natürlich mit separatem Auslauf) oder nur eine Hasenstall nicht isoliert jedoch mit Überdachung und 3 Wänden offen zum Auslauf. Besser dann eine Wärmelampe anbringen? Ich hab einfach Angst das mein Hasenopi den Winter nicht übersteht😔 Vielen Dank schonmal im Voraus, liebe Grüße Claudia

    • Freya Haase
      Freya Haase says:

      Hallo Claudia,
      für die Umgewöhnung 9jähriger Kaninchen von Innen- nach Außenhaltung empfehle ich ein Gartenhäuschen und eine Wärmelampe. Wichtig ist, dass der 9jährige ein ausreichendes Winterfell entwickelt und sich ausreichend bewegt, also in einem guten körperlichen Zustand ist. Dabei gilt es immer den Einzelfall zu betrachten. Die Wärmelampe kann man bei Bedarf anschalten. Bei dem 2jährigen Kaninchen wird die Umstellung sicher unproblematisch verlaufen.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

  2. Ani
    Ani says:

    Hallo.
    Wie Handhabe ich meine Zwergis bei Minusgraden. Sie sind draussen und am 24.12.17 geboren, auch draussen. Verkäuferin meint sie packen Das, ich zweifle da ich keine Ahnung habe und mich noch reinfuchsen muss.

  3. Mörchen und Carota
    Mörchen und Carota says:

    Hallo,

    da es ja so kalt werden soll bin ich unsicher, was wir mit unseren beiden Kaninchen machen sollen. Die beiden sind 10 Monate alt und haben ein dickes Winterfell, da sie immer draussen sind. Ich habe sie von einem Bauern als Stallhasen geschenkt bekommen..dementsprechend sind sie auch etwas größer (-;
    Beim Bauern sind die Hasis auch immer in Außenkäfigen bis sie geschlachtet werden /-:
    Meine beiden haben einen guten Winterstall mitten im Garten, tagsüber dürfen Sie ins Freigehege. Nachts müssen Sie wegen Marder und Fuchs in den Stall. Die letzten beiden Tage habe ich sie gut abgedeckt mit Decken aber im Stall gelassen, da es so ein eiskalten Wind bei eh schon – 6 Grad hat, dass sie auch nicht wirklich raus wollten weil das Fell so verweht wurde. Im Stall hat es viel Stroh und Heu, so dass sie bisher gut klar gekommen sind. Nun soll es aber die Tage bis zu -20 Grad haben und ich bin unsicher, was wir tun sollen. Es gäbe die Möglichkeit, den Stall in eine große Holzhütte mit ca 12qm (Wände 7-10 cm dick) zu stellen…dort ist es sicher windgeschützt, aber eventuell wird es dort auch zu kalt da drinnen. Die Frage ist dann auch, ob die zwei dann dort drinnnen rum laufen sollen oder besser im Stall durch Körperwäre sich einkuscheln..??. Es soll ja nur ein paar Tage so kalt sein.. Alternativ könnten wir sie in eine Garage stellen, wo es maximal -2 Grad hat, aber kaum Tageslicht. Oder sie bleiben in dem Winterstall mit viel Heu und Stroh und wir tackern außen an den Stall noch Folie, Decke oder sowas in der Art…
    Wir wissen nicht, was die beste Lösung ist…Was denkt ihr dazu?

    • Kathinka Bradley
      Kathinka Bradley says:

      Hallo Möhrchen und Carota,
      wenn die beiden gesund, fit und gut genährt sind, braucht ihr euch da nicht zu viel Sorgen machen denke ich :). Wenn ihr euch sehr sorgt, wäre die Holzhütte mit Auslauf sicher die beste Wahl, weil auch Bewegung warm hält. Das kennst du vielleicht selber, wenn du dich warm eingepackt im Winter hinsetzt, wird dir schneller kalt, als wenn du spazieren gehst. Gib ihnen viel gutes, nahrhaftes Futter und sorg für ein gut gepolsters Häuschen.
      Liebe Grüße,
      Kathinka vom Kaninchenwiese-Team

  4. Karin Biebel
    Karin Biebel says:

    Hallo, ich habe zwei Kaninchen (ca. 4-5 jahre), die in aussenhaltung leben. Sie ist ein finding aus dem Wald und er aus käfighaltung. Nun habe ich in nächster Bekanntschaft ein weibliches Kaninchen, 8,5 Jahre alt, wo der Partner gestorben ist. Ich würde sie gerne aufnehmen. Leider lebt sie im Moment in der Wohnung. Es wird ja wohl noch gute 2 Monate dauern bis es wieder warm wird. Soll ich sie erst mal alleine nehmen? Die nächste Frage stellt sich mir auch, ob 3 Kaninchen prinzipiell gut geht? Meine beiden sind ein kastriertes Männchen und ein Weibchen.
    Liebe Grüße
    Karin

  5. Hannah
    Hannah says:

    Guten Tag,
    Ich brauche dringend einen guten Rat. Zwei meiner Kaninchen sind letztens verstorben und meine Lucky sitzt jetzt ganz alleine draußen. Wir würden sie gerne mit einem Rammler vergesellschaften, dieser kommt allerdings aus Innenhaltung, weshalb ich befürchte, dass er bei den Temperaturen da draußen nicht so gut klar kommen wird. Beide sind schon etwa zwei Wochen alleine, weshalb ich sie nicht länger alleine lassen möchte und nun einen Weg finde ihn schnell an die Kälte zu gewöhnen. Könnt ihr etwas vorschlagen?

  6. Julia
    Julia says:

    Hallo liebes KaninchenWieseTeam!

    Ich habe vor einigen Tagen ein Kaninchenpärchen aus dem Tierschutz bei mir aufgenommen.
    Sie leben ganzjährig in Aus senhaltung.

    Eines der beiden hatte einen Unfall, nach dem ein Bein amputiert werden musste.

    Der Vorfall ist jetzt ca. 8 Wochen her.

    Langfristig wurde mir vorgeschlagen,die beiden in Innenhaltung unterzubringen.
    Allerdings ist Innenhaltung nicht mein Traum einer artgerechten Kaninchenhaltung;zumal beide tagsüber ganz frei im Garten unterwegs sind.

    Ist es für das gehandicapte Kaninchen wirklich besser,wenn ich auf Innenhaltung umstellen?
    Ich habe das Gefühl,dass sich beide draussen wohl fühlen…
    Sie toben,buddeln,kuscheln und fressen beide normal…Ich möchte nicht,dass die Lebensqualität der beiden sinkt.

    Habt ihr eine Empfehlung für uns?

    Liebe Grüße,
    Julia mit Hazel und Sam

    • Kathinka Bradley
      Kathinka Bradley says:

      Hallo Julia, Hazel und Sam,
      es kommt da immer auf den Einzelfall an und warum dies empfohlen wird. Ist die Heilung des Beinstumpfes schwierig, wird die Gefahr für Infektionen sehr hoch sein und in dem Fall muss ich dem leider recht geben, da ist die Innenhaltung unumgänglich. In der Innehaltung ist es einfach unwahrscheinlicher, dass Schmutz in die Wunde gelangt und das Infektionsrisiko ist damit sehr viel kleiner.
      Ist die Wunde aber gut verheilt, kann man das Gehege behindertengerecht einrichten. Das erfordert natürlich viel Zeit und Muße, aber es geht. Die Toiletten und Häuschen brauchen unter Umständen Rampen und auch die Plattformen müssten erreichbar bleiben, aber das kann man relativ gut umbauen. Es gibt viele Gnadenhöfe, die gehandicappte Kaninchen in Außenhaltung haben und demnach auch das Gehege umgebaut haben. In Foren wie dem Kaninchenschutz oder den Glücklichen Kaninchen kannst du sicher Erfahrungsberichte bekommen.
      Liebe Grüße,
      Kathinka vom Kaninchenwiese-Team

      • Julia
        Julia says:

        Liebe Katinka,herzlichen Dank für die nette&informative Antwort.Die Wunde ist komplett verheilt&Ich habe beim Stöbern der HP noch einen super Link zu einem Shop für Handicap-kaninchen entdeckt&schon fleißig bestellt.Mein Mann hilft mir tatkräftig dabei,das Aussengehege behindertengerecht zu gestalten…weiterhin genießen die beiden tagsüber den Freilauf im Garten-ich bin oft mit dabei&stelle fest,dass drei Beine für ein Kaninchen mit Lebenslust kein Hindernis sind&es durchaus ein sehr würdiges&lebenswertes Leben führen kann.Vielen Dank für die Einschätzung zur Situation&es ist schön,dass es „KaninchenWiese“ gibt! Herzliche Grüße,Julia mit Hazel&Sam

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