Grundschule – Projekt „Bringe Dein Haustier mit“

Da war ich gerade, in der Transportbox Krümel, das Stofftier meiner Tochter, da wir uns geweigert haben lebende Tiere diesem Stress auszusetzen. Wir hatten knappe 15 Minuten etwas über unsere Haustiere zu erzählen. Als Unterstützung hatte ich Infotafeln gemalt und laminiert, diese wurden dann an die Schultafel geklebt.

Begonnen haben wir damit, warum wir unsere Tiere nicht in die Schule mitbringen („Reviertreue“).

Dann gab es eine Info darüber, dass Kaninchen keine Kuscheltiere sind und immer einen Kaninchenfreund brauchen. Nach einen kurzen Übersicht über „gesundes Futter“ kam der Teil, von dem die Kinder am meisten beeindruckt waren. Der Platzbedarf.
Dazu habe ich einen Teppich mitgenommen, der mit den Maßen 130x70cm in etwa denen eines handelsüblichen Käfigs entspricht. Der Teppich kam auf den Boden, daneben ein 1m-langes Lineal. Eines der Kinder durfte einen „Kaninchenhoppler“ nachmachen und 1m weit springen. Dann habe ich das Lineal auf den Teppich gelegt. OK.

Wirklich Platz für mehr Sprünge gibt es da nicht. Als ich dann noch das Häuschen, Futter- & Trinknapf sowie ein Partnertier (2. Kind) auf den Teppich gesetzt habe, meinten einige „oh, das 1. Kaninchen kann sich ja gar nicht mehr bewegen“.
Im Anschluss haben die Kinder eine 10m lange Schnur in die Hand bekommen und konnten damit die 4qm Mindestgröße für die Haltung von 2 Kaninchen nachstellen. „Krass“, „So groß!“, „Ja, da können die rumrennen“ waren ein paar Reaktionen der 1. & 2. Klässler.
Ich hoffe und wünsche mir für alle Kaninchen dieser Welt, dass sie nicht als traurige, einsame „Kinderzimmerkaninchen“ enden, sondern (zumindest annähernd) artgerecht gehalten werden.

  

Ein Erfahrungsbericht von Sonja Fetzer