Einzelhaltung

kaninchen-einzelhaltungKann mein Kaninchen auch alleine leben?

  • Bist du 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr für dein Kaninchen da, bis es irgendwann stirbt?
  • Putzt du ihm die Ohren und schleckst ihm die Augen ab?
  • Hoppelst du mit ihm herum und erkundest die Umgebung?
  • kaninchen-alleine-gluecklichLiegst du etwa sieben Stunden am Tag mit Körperkontakt an deinem Kaninchen (Kontaktliegen)?
  • Kannst du die Kaninchensprache und unterhältst dich so im Alltag mit deinem Kaninchen?
  • Hältst du Wache wenn dein Kaninchen schläft und klopfst, wenn ein möglicher Feind naht, einzelkaninchenso dass sich dein Kaninchen beim Schlafen richtig entspannen kann, weil es weiß, dass du aufpasst?

Wenn du diese Frage nicht bejahen kannst, braucht dein Kaninchen einen Artgenosse. Ein Mensch kann diesen niemals ersetzen.

„Kaninchen brauchen zum Wohlfühlen und für die gegenseitige Körperpflege die Gesellschaft mindestens eines weiteren Kaninchens, auf keinen Fall aber ein Meerschweinchen.“
Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.

kaninchenkuschelnmickeyBedenke

Auch wenn du vier Stunden am Tag dich intensiv mit deinem Kaninchen beschäftigst, ist es immer noch 20 Stunden jeden Tag alleine und einsam. Das entspricht 600 einsamen Stunden im Monat und 57.600 in einem ganzen Kaninchenleben. Auch gute Pflege SONY DSCund viel Beschäftigung können leider kein anderes Kaninchen ersetzen. Entscheide dich daher für ein zweites Kaninchen, um deinem Kaninchen ein glückliches Leben zu ermöglichen. In Österreich und der Schweiz ist die Einzelhaltung von Kaninchen übrigens bereits verboten, in Deutschland wird eine neue gesetzliche Regelung angestrebt. Das Tierschutzgesetz schreibt kuschelbildkaninchenjedoch für sozial lebende Tiere eine Haltung mit Artgenossen vor, damit diese ihre Bedürfnisse nach Sozialkontakten ausleben können.

„Kaninchen sind gesellige Tiere, die naturgemäß in Familienverbänden leben. Daraus ergibt sich, dass eine Einzeltierhaltung per se nicht artgerecht ist. Viele Verhaltensweisen des Kaninchens sind auf das Zusammenleben in der Familie ausgerichtet. Soziale Beziehungen zwischen den Gruppenmitgliedern ergeben sich teils aus angeborenen Verhaltensweisen, teils aus individuellen Erfahrungen und Lernprozessen, die erst allmählich zu Verhaltensnormen heranreifen.“
Birgit Drescher, Tierärztin

Was wissenschaftliche Studien uns über die Einzelhaltung verraten

einzelhaltungkaninchenAllein lebende Kaninchen bewegen sich weniger als Kaninchen in der Gruppe. Zudem fressen sie aus Langeweile, so dass es schneller zu Übergewicht kommen kann. Bei den einzelnen Kaninchen in einer Studie wurde extremes Gitternagen (und andere Verhaltens-Auffälligkeiten) festgestellt, bei den Kaninchenpaaren war es hingegen nicht bekannt. Totz diverser Rückzugsmöglichkeiten zogen es die Kaninchen vor, sich zum Artgenossen zu legen.

Gibt es unverträgliche Kaninchen?

allein17Mir wurden schon sehr viele scheinbar unverträgliche Kaninchen vorgestellt. Bisher ist mir aber bei all diesen Kaninchen gelungen, einen passenden Partner zu finden mit dem es aufblühen konnte. Daher lautet mein bisheriges Fazit: Jedes Kaninchen kann einen Partner finden! Wer trotzdem meint, ein unverträgliches Kaninchen bei sich zu haben, der kann gerne mit mir einzelhaltung-kaninchenKontakt aufnehmen und ich werde es (voraussichtlich) erfolgreich vergesellschaften.
Oft brechen Kaninchenhalter vorzeitig die Zusammenführung ab weil es zu Kämpfen kommt. Kämpfe und Fellflug gehört jedoch zu jeder Zusammenführung dazu, anders können Kaninchen nicht ihre Rangordnung klären. Zudem versteht sich nicht jedes Kaninchen mit jedem anderen. Manchmal muss man zwei oder drei verschiedene Kaninchen ausprobieren. Meistens klappt es jedoch auf Anhieb. Weitere Gründe für eine nicht erfolgreiche Zusammenführung können falsche Kombinationen oder eine nicht artgerechte Haltung und ein ungeeigneter Ort für die Vergesellschaftung sein.

ALLEINE glücklich

Sind Kaninchen zahmer, wenn sie alleine leben?

argumente-gegen-einzelhaltung-kaninchenJe mehr man sich mit seinem Kaninchen beschäftigt, desto zahmer wird es. Das ist unabhängig von einem Artgenossen. Manchmal hilft sogar ein Artgenosse etwas auf die Sprünge, besonders sehr ängstliche und scheue Kaninchen trauen sich mit einem Partner an der Seite eher Kontakt aufzunehmen. Das Einzel-Kaninchen manchmal zahmer als andere Kaninchen sind liegt nur allein2daran, dass sich die Halter oftmals intensiver mit ihrem einsamen Kaninchen als mit einem Kaninchen in Gesellschaft beschäftigen.
„Das wohl häufigste Problem in der Heimtierhaltung ist Eintönigkeit und damit einhergehende Langeweile. Verhaltensstörungen sind oftmals die Folge. Eine kaninchengerechte Haltung sollte deshalb – wie jede andere Tierhaltung auch – für allein9Abwechslung und Umweltreize sorgen. Wesentlich für das naturgemäß in Sippen lebende Kaninchen ist dabei der Kontakt zu Artgenossen. Der Anteil des Sozialverhaltens am Gesamtverhalten beträgt bis zu 50% der gesamten Tagesaktivität. Für die Heimtierhaltung sind zwei oder mehrere gleichaltrige Kaninchen, die im günstigsten Fall frisch abgesetzt vom Muttertier als Gruppe eingesetzt werden, ideal. „
Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.

Mein Kaninchen hat ein Meerschweinchen als Partnertier!

kaninchen-einzelhaltung_1Leider wird immer noch in Zoohandlungen und anderorts empfohlen, ein Kaninchen zusammen mit einem Meerschweinchen zu halten, damit es nicht einsam ist. Diese beiden Tierarten sind „gemeinsam einsam“. Mehr dazu hier: Meerschweinchen und Kaninchen

Weiterführend
Wer passt zusammen?
Kaninchen erfolgreich aneinander gewöhnen

Wer sein Kaninchen nur alleine kennt dem ist kaum klar wie ein Artgenosse das Kaninchen-Leben bereichern kann… Tipp: www.nie-allein.de

Gesetzestexte zur Einzelhaltung von Kaninchen

Soziale Tiere in der Schweiz
„Tieren soziallebender Arten sind angemessene Sozialkontakte mit Artgenossen zu ermöglichen.“
Tierschutzverordnung (TSchV) vom 23. April 2008 (Stand am 1. April 2011)

Soziale Tiere in Österreich
„Wer ein Tier hält, hat dafür zu sorgen, dass […]die Möglichkeit zu Sozialkontakt unter Berücksichtigung der Art, des Alters und des Grades der Entwicklung, Anpassung und Domestikation der Tiere ihren physiologischen und ethologischen Bedürfnissen angemessen sind.“
Bundesgesetz über den Schutz der Tiere (Tierschutzgesetz – TSchG)§ 13, Abs. 2, TschG

Soziale Tiere in Deutschland
allein16„Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen
2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden
3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.“
Tierschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Mai 2006 (BGBl. I S. 1206, 1313), das zuletzt durch
Artikel 20 des Gesetzes vom 9. Dezember 2010 (BGBl. I S. 1934) geändert worden ist.§ 2, TschG

schmusefotozwergkaninchSozial lebende Tiere (und dazu gehören Kaninchen unbestreitbar) haben das Bedürfnis mit Artgenossen zusammen zu leben. So urteilte auch das Verwaltungsgericht Trier (AZ: 6 K 1531/13.TR), das darüber entscheiden musste, ob das Veterinäramt einem Eselhalter vorschreiben darf, dass er einen zweiten hält. Ja, das darf es, denn die Einzelhaltung verstößt gegen die Bedürfnisse des Esels.
Demnach ist die Einzelhaltung im allgemeinen Tierschutzgesetz für sozial lebende Tiere verboten.

Mastkaninchen
„Mastkaninchen dürfen nicht einzeln gehalten werden. Abweichend von Satz 1 ist eine Einzelhaltung zulässig, wenn gesundheitliche oder verhaltensbedingte Gründe bei einem Kaninchen dies erfordern. […]  Haltungseinrichtungen müssen so beschaffen sein, dass Mastkaninchen, die nach § 36 Absatz 1 Satz 2 einzeln gehalten werden, andere Kaninchen sehen, riechen und hören können.“
Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung – TierSchNutztV –  §36 (1) und §33 (2)

Versuchskaninchen
„Das Kaninchen (Oryctolagus cuniculi) ist von Natur aus ein Gruppentier. […] Jungtiere und Weibchen sollten in harmonischen sozialen Gruppen untergebracht werden. Eine Einzelunterbringung sollte nur dann erfolgen, wenn dies aus veterinärmedizinischen oder tierschützerischen Gründen gerechtfertigt ist. Die Einzelunterbringung aus experimentellen Gründen sollte nur in Absprache mit dem Zootechniker und dem Tierschutzbeauftragten erfolgen. Ausgewachsene unkastrierte Männchen können Revierverhalten zeigen und sollten nicht zusammen mit anderen unkastrierten Männchen untergebracht werden. Ausgestaltete Bodenbuchten werden erfolgreich für die Unterbringung junger Kaninchen und ausgewachsener Kaninchenweibchen eingesetzt. Bei Gruppen sollte jedoch darauf geachtet werden, dass keine Aggressionen aufkommen. Am besten geeignet für die Gruppenhaltung sind Wurfgeschwister, die seit dem Absetzen zusammen gehalten werden. Können einzelne Tiere nicht in Gruppen gehalten werden, so sollte auf eine Unterbringung mit nahem Sichtkontakt geachtet werden.“
Verordnung zu der Annahmeerklärung vom 15. Juni 2006 über die Änderung von Anhang A des Europäischen Übereinkommens zum Schutz der für Versuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendeten Wirbeltiere

zwergkaninchenratgeber1-1 allein5nie-alleine_1 kuschelfotos allein8

209 Antworten zu “Nie alleine”

  1. Käthe Jäger sagt:

    Hallo liebes Kaninchenwiese-Team,
    Meine Häsin ist ca. 7 Jahre alt und lebt alleine. Als wir sie damals gekauft hatten, hat uns niemand in der Zoohandlung gesagt, dass sie einen Partner braucht und wir dachten, dass es halb so wild ist.
    Daher lebt sie auch alleine.
    Wäre es jetzt zu spät für einen Partner oder nicht?

    Liebe Grüße

    • Carola Zarits sagt:

      Liebe Käthe,

      es ist definitiv nicht zu spät für eure Kaninchendame einen Partner zu holen. Am unkompliziertesten wäre ein kastrierter Rammler als Partner. Guck mal hier der Link zum einlesen für die Vergesellschaftung und wer am Besten zusammenpasst: http://www.kaninchenwiese.de/soziales/wer-passt-zusammen/

      Liebe Grüße
      Carola vom Kaninchenwiese-Team

    • Maria Klas sagt:

      Hallo liebe Käthe,
      ich habe auch ein schwerkrankes Tier übernommen mit sieben, was immer alleine gelebt hat. Ebensfalls ein Zoofachhandlungs-Kaninchen. Ich habe ihn vergesellschaftet und er ist nun das glücklichste Kaninchen, was ich je erlebt habe. Auch ältere Tiere kann man immer noch vergsellschaften und man kann erkennen, wie sie aufblühen. Vor lauter Verzweifelung sind sie leider oft Menschen gegenüber sehr anhänglich. Am besten suche dir eine kompetenete Pflegestelle oder ein Tierheim, die können dir ggf. auch helfen bei der Vergesellschaftung und kennen den Charakter- und Krankheitszustand und außerdem haben die Tiere die richtigen Impfungen meistens schon. Viele gute Tipps zu den Platzverhältnissen und der Ernährung findest du auf dieser Homepage. Bei weiteren Fragen kannst du dich jederzeit gerne melden.
      Viele liebe Grüße, Maria vom Kaninchenwiese-Team

  2. Dani sagt:

    hi! brauche bitte dringend hilfe! haben vor ca. 1 jahr von einer nachbarin ein kaninchen aufgenommen. Es ist ein Rammler, 8 jahre alt und nicht kastriert. er war immer alleine. wollten ihn kastrieren lassen und mit meinen beiden kaninchen vergesellschaften. als wir ihn zu uns nahmen bemerkten wir, dass seine verdauung sehr schlecht war. er hatte verstopfung, trommelsucht etc. ließen ihn tierärztlich behandeln. recherchiere sehr viel auf eurer homepage. haben die ernährung seitdem komplett umgestellt. versuchen zusätzlich mit einer tierheilpraktikerin dem kaninchen zu helfen, darm aufzubauen. aber es wechselt von verstopfung zu durchfall, blähungen. kotproben negativ. wir sind verzweifelt. vielleicht stresst ihn das allein sein. tierärzte raten von einer kastration aufgrund seiner beschwerden ab. was soll ich tun? darf ich probieren, eventuell ein kastriertes weibchen zu ihm zu geben? oder geht das nicht gut? bitte um hilfe, danke!

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Dani,
      eine Nahrungsumstellung bei einem älteren Kaninchen sollte sehr langsam erfolgen: http://www.kaninchenwiese.de/ernaehrung/fuetterungstipps/nahrungsumstellung/. Er sollte nur wenige Küchenkräutersorten, die er mag, wie z.B. Petersilie und Dill, in kleinen Mengen und Heu bekommen. Die Frischfuttermenge sollte schrittweise gesteigert werden, wenn er den bereits verfütterten Anteil gut verträgt. Je nach Kaninchen kann es sich dabei für mehrere Wochen um nur wenige Stengel des Frischfutters handeln. Das Wichtigste bei der Umstellung ist, dass die Verdauung gut funktioniert. Wenn dies der Fall ist, kann er schließlich unbegrenzt Küchenkräuter fressen. Erst später sollten Bittersalate und verschiedene Kohlsorten angefüttert und mengenmäßig langsam gesteigert werden. Einen chirurgischen Eingriff würde ich tatsächlich erst bei stabiler Verdauung durchführen lassen. Leider übersehen Tierärzte immer wieder Zahnprobleme. Sein Kopf sollte geröngt werden, um festzustellen, ob er schmerzbedingt eventuell nicht richtig kaut und die Verdauungsstörungen davon kommen. Dazu empfehle ich unbedingt eine Zweitmeinung bei einem Kaninchen-Tierarzt einzuholen. Auch können Ohrenschmerzen etc. Grund für ein schlechtes Kauverhalten sein. Mit dem Zusammenführen eines zweiten Kaninchen würde ich abwarten bis er eine stabile Verdauung hat, denn die Kontrolle welches Kaninchen was gefressen hat, ist natürlich bei zwei Kaninchen schwieriger und gegebenenfalls wird euer Männchen Frischfutterunverträglichkeiten aufweisen, die ihr erst herausfinden müsst. Kastiert werden sollte er jedoch, die Narkose dauert nur wenige Minuten, wenn der Tierarzt auf Kaninchen spezialisiert ist und kann auch in hohem Alter erfolgen. Es besteht sonst die Gefahr, dass er hormonbedingt in unkastriertem Zustand ein kastriertes Weibchen und sich selbst sehr stresst.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

  3. Anne sagt:

    Hallo liebes Kaninchenwiese-Team,

    wir habe einen kleinen Farbenzwerg, er ist ca. 12 Wochen alt und eigentlich recht munter und hoppelt auch gerne durch unsere Wohnung. Am Wochenende soll er aus seinem doofen Käfig raus in ein selbst gebautes Kaninchengehege aus Holz, dort soll er dann auch eine kleine Kaninchendame bekommen.
    Vor ein paar Tagen waren wir beim Tierarzt, um uns zu informieren wie es mit der Kastration aussieht.
    Die Ärztin meinte wir sollen warten bis er mindestens 1kg hat. Momentan wiegt er ca. 830 Gramm.
    Nach der Kastration muss er ja nochmal 6 Wochen alleine bleiben laut der Ärztin.
    Diese Zeit wäre wohl auch okay für den Kleinen, laut Tierärztin.

    Meine Frage ist jetzt ob wir ihn wirklich noch so lange alleine lassen sollen?
    Ich kann mir vorstellen das er sich alleine fühlt, auch wenn wir uns viel mit ihm beschäftigen aber wir sprechen ja nun mal kein Häsisch 🙂

    Würde es Sinn machen sich in geraumer Zeit eine jüngere Kaninchendame zu holen auch wenn er noch nicht kastriert ist, die Kleine wäre ja noch nicht geschlechtsreif?

    Vielen Dank im Voraus.

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Anne,
      bitte holt euch eine Zweitmeinung bei einem auf Kaninchen spezialisierten Tierarzt ein, der Kaninchen mit einer Narkoseart kastriert, bei der das Kaninchen nur 15 Minuten in Narkose liegt und gleich danach wieder wach ist. Diese Art der Kastration geht auch bereits bei kleinen Kaninchen vor der 12. Woche. Ab ca. der 12. Woche sind Kaninchenmännchen geschlechtsreif. Da ihr nun keine Frühkastration machen könnt (vor der 12. Woche), würde ich euch empfehlen eine Kotprobe von ihm untersuchen (Flotation-Sammelkotprobe von drei Tagen) und wenn diese sauber ist, ihn dann erst kastrieren zu lassen. Er ist vier Wochen nach der Kastration nicht mehr zeugungsfähig und dann mindestens 16 Wochen alt. So alt sollte auch das Weibchen sein, wenn sie zusammentreffen. Bitte schaut euch in Ruhe im Tierheim und bei Tierschutzvereinen nach einem jungen Weibchen um und lasst von ihrem Kot ebenfalls eine Flotation durchführen. Wenn beide Kaninchen parasitenfrei sind würde ich sie zusammenführen.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

  4. Silke Schroth sagt:

    Hallo liebes Kaninchenwieseteam
    Gibt es irgendwo im Netz eine Liste mit Tierschutzorganisationen, die Kaninchen vermitteln? Über facebook erfährt man immerwieder von anderen Orgas, die man bisher nicht kannte. Ich frage deshalb, weil man im Trauerfall eh schon nicht klar denken kann; wenn man ein neues Partnertier dann von eine dieser Pflegestellen übernehmen möchte, dann wäre die Suche nach einem passenden Tier durch so eine Liste doch sehr erleichtert. Ich würde aus Überzeugung im Ernstfall gern durch Übernahme eines Pflegetieres wieder einen Platz frei machen, der einem weiteren Kaninchen in Not dann zur Verfügung steht.
    Vielen lieben Dank im Voraus für die Antwort, Silke

  5. Jessi Schulte sagt:

    hallo liebes Kaninchenwiese-Team,
    ich habe einen Sorgenfall…
    wir kauften im Juni 2016 2 Kaninchen (m/w), alles tiptop. das Böckchen ist recht schnell gestorben, wir haben sofort einen „Kuschelersatz“ gekauft; Vergesellschaftung ohne Probleme. Kein Gerangel.
    Wir wollten Nachwuchs und den auch behalten (je nach Anzahl). Am 17.11.16 hat das auch geklappt. Natürlich ungünstig in der kalten Jahreszeit, da war es mit Freilauf etwas schwieriger; aber die kleine Familie hat sich im Stall draussen gut gemacht, kein Ärger, kein Gerangel; Friede Freude Eierkuchen.
    Natürlich wachsen so Babies schnell (es waren 4) und der Stall wurde langsam kleiner. Irgendwann fing das Gerangel zwischen Eltern und Kindern an, also haben wir die Parteien getrennt.
    Draussen auf der Wiese war immer alles gut (anfängliches Gerangel, beim zweiten und dritten Treffen Annäherungsversuche und alles gut).
    Die 3 Baby-Böckchen haben wir weggeben können; das Mädchen haben wir behalten, haben den Stall komplett gesäubert und das Mädchen mit dem alten Streu der Eltern ab/eingerieben, damit sie etwas danach riecht…und dann den Stall (der ist zweigeteilt) wieder geöffnet.
    Trotzdem nur Gerangel, Geklopfe von der Kleinen. Sobald die Großen auch nur in die Nähe kommen flitzt die Kleine weg; die Großen jagen die Kleine durch den Stall, dass man denkt der Stall explodiert gleich.
    Habe nach 2 Tagen also wieder die Klappe geschlossen; es gab zu keiner Zeit ein friedliches Kuscheln etc, keine körperliche Annäherung.
    Macht es Sinn, es jetzt nochmal auf „neutralem Territorium zu versuchen? Wie lange lässt man die drei dann beisammen? Da die Wiese momentan eher einem Sumpf gleicht, würde ich ggf ins Wohnzimmer ausweichen…

    Ich freue mich über einen Tipp, ich würde die kleine Maus so gerne behalten, die ist so handzahm und putzig… und mag sie jetzt nicht abgeben, weil die Eltern sie nicht akzeptieren…

    Liebe Grüße und DANKE!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.