Tetanus (Wundstarrkrampf)

Besonders beim Buddeln können sich Kaninchen infizieren.

Tetanus ist eine sehr seltene Erkrankung beim Kaninchen, die durch das Bakterium Clostridium tetani verursacht wird. Oft kommt es über kleinere Wunden in den Körper.

Klassische Symptome sind extreme Krämpfe der Gliedmaßen (Beine) und des Rückens, Maulsperre (Mund kann nicht geöffnet werden), hochgezogene Lippen (“Grinsen”) und aufgerissenen Augen. Die Kaninchen sind dabei bei vollem Bewusstsein.

Differenzialdiagnose: E. Cuniculi

Eine Impfung gegen Tetanus ist für Kaninchen nicht auf dem Markt erhältlich.

Behandlungsversuche mit Antiserum, entkrampfenden Mitteln (Beruhigungsmittel, Narkosemittel), Penicillin (oder einem anderen Antibiotika), das großflächige Ausschneiden der Wunde und Zufüttern (mit Sonde) sind möglich. Eine wirksame Behandlung ist bisher nicht bekannt. Eine reizarme, abgedunkelte und geräuschfreie Umgebung kann leichte Verläufe unterstützen. Das Kaninchen wird im Dunkeln gehalten, bei Lichteinfall die Augen abgedeckt. Watte in den Ohren hilft, laute Geräusche abzudämpfen. Osteopathie und Physiotherapie können hilfreich sein.

Da es keine wirksame Behandlung gibt, ist in schwereren Verläufen eine schnelle Euthanasie anzuraten.

Achten Sie auf einen wirksamen Impfschutz bei Ihnen und allen, die Kontakt zum Tier haben/hatten!

Tatanus durch einen Kaninchenbiss?

Letzendlich wäre dies natürlich möglich, wobei Tetanus beim Kaninchen bisher eine sehr seltene Krankheit ist. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt bezüglich einer schützenden Impfung gegen Tetanus. Sollten Sie keinen Impfschutz haben, aber gebissen worden sein, so suchen sie ebenfalls umgehend den Hausarzt bzw. am Wochenende eine Notaufnahme auf, es ist eine Notimpfung möglich und die Wunde muss ggf. medizinisch versorgt werden.