Was kann bei der Zusammenführung passieren und was kann ich tun?

Gängiger Ablauf

Wir gehen hier von einer Zusammenführung auf neutralen Gebiet aus. Wählen Sie gut aus, welche Tiere zusammen passen könnten. Jungtiere unter 16 Wochen dürfen nicht einfach mit älteren Kaninchen vergesellschaftet werden!

Wichtig: Gruppenvergesellschaftungen mit vier oder mehr Kaninchen gehören in erfahrene Hände und sind in der Regel deutlich anspruchsvoller als Zusammenführungen von zwei bis drei Kaninchen.

Vorbereitung der Tiere

Vor der Zusammenführung ist es sinnvoll, noch einmal zu schauen, ob alle Tiere wirklich gesund und fit sind.
Wer dazu die Möglichkeit hat, kann die Tiere vor der Vergesellschaftung etwas verunsichern, indem er eine Runde Auto fährt. Allerdings müssen Kaninchen, die sich bisher noch nicht kennen, in separaten Boxen gefahren werden. Niemals zusammen in einer Transportbox!
Ideal für den Start einer Zusammenführung ist die Mittagszeit, da sie zu dieser Zeit weniger aktiv und ruhiger sind.
Denken Sie daran, dass einmal zusammen gesetzte Kaninchen immer zusammen bleiben sollten. Niemals sollte man sie „nachts trennen“ oder Ähnliches.

Der neutrale Bereich

Wählen Sie einen Bereich, den Ihr Kaninchen noch gar nicht kennt (Desinfizieren und Umstellen reicht nicht aus, Ihr Kaninchen erkennt den Bereich trotzdem!). Sorgen Sie für Futter, Unterschlüpfe mit min. zwei Ausgängen, verhindern sie Sackgassen und ermöglichen sie Rundwege, verstreuen Sie das Futter. Achten Sie beim Untergrund darauf, dass Kaninchen während der Zusammenführung nicht stubenrein sind, aber guten Halt brauchen (Teppichboden, fixierte Teppiche, Wiese, Steinplatten), rutschiger Boden ist ungeeignet. Die Kaninchen müssen dort mehrere Tage/Wochen bleiben können, bis die Zusammenführung abgeschlossen ist. Setzen Sie alle Kaninchen gleichzeitig im Gehege ab.

Beschnüffeln

Mit vorgekippten Ohren wird das neue Kaninchen beschnüffelt.
Die Kaninchen nähern sich langsam an um sich kennen zu lernen.

Berammeln von vorne oder hinten

Das Aufsitzen der Kaninchen ist NICHT sexueller Natur sondern dient der Klärung der Rangordnung. Wer oben ist, möchte Chef werden, wer sich unten drunter unterwirft, ordnet sich in der Rangordnung tiefer ein.

Hinterherjagen, in das Fell zwicken
Eine völlig normale Verhaltensweise, bitte nicht eingreifen.
Wichtig: Sackgassen aller Art, also z.B. Häuschen mit nur einem Eingang beseitigen. Sonst sitzt ein Kaninchen „in der Falle“. Für Rundwege sorgen, damit sich die Kaninchen gut im Kreis jagen können. Nicht im Revier zusammenführen! Die Jagereien werden sehr schnell weniger und wenn sie am Anfang stark ausgeprägt sind, ist meistens nur der Anfang kurz und heftig und es wird recht schnell immer ruhiger.

Erschöpftes Liegen

Wenn die Kaninchen sich länger gejagt haben, ist es normal, dass sie Fress- und Ruhepausen einrichten und erschöpft in verschiedenen Ecken liegen. Eine Vergesellschaftung ist immer anstrengend. Achten Sie darauf, dass die Kaninchen sich nicht durchgängig jagen sondern sich dazwischen auch mal ausruhen. Trennen Sie die Kaninchen jedoch nicht dafür! Sorgen Sie für genug Schatten, damit es den Kaninchen nicht zu anstrengend wird (Kreislauf!).

Hoch springen

Kaninchen machen oft bei der Zusammenführung hohe Sprünge, springen aneinander vorbei oder in der Luft aufeinander zu. Dieses Verhalten ist ganz normal.

 Rückzug, Zurückziehen

Sollten sich Kaninchen einfach „raus halten“ indem sie sich an einen abgelgenen Ort zurück ziehen und nicht mehr am Geschehen teilnehmen, so muss man dies unterbinden. Ein Kaninchen, dass sich nicht nur zurück zieht um sich kurz auszuruhen sondern länger der Vergesellschaftung fern bleibt, bringt meist die Zusammenführung zum Scheitern. Setzen Sie das Kaninchen zurück ins Geschehen und verschließen Sie den Rückzugsort. Bieten Sie jedoch Rückzugsorte mit zwei Eingängen an zentralen Stellen im Gehege an.

Unterwerfungsgeste

Das unterlegene Tier unterwirft sich in der Regel nach einiger Zeit, indem es den Kopf flach auf den Untergrund legt und nicht weg läuft. Das dominante Tier berammelt es daraufhin oder putzt es.

Der Abstand wird kleiner

Mit der Zeit wird der Abstand, den die Kaninchen zueinander halten, immer kleiner. Das kann allerdings etwas dauern.

Nebeneinander fressen

Wenn die Kaninchen sich gut verstehen und die Rangordnung geklärt ist, fressen sie gemeinsam und kurz darauf auch nebeneinander.

Umzug ins gewohnte Revier

Wenn die Kaninchen sich nicht mehr jagen, sollte man noch zwei bis drei Tage warten, dann können sie ins alte Gehege/Revier umziehen. Bei Gruppen sollte man lieber vier bis fünf Tage warten. Achten Sie dort drauf, dass es keine Sackgassen gibt und stellen Sie die Einrichtung etwas um. Eine Desinfektion ist nicht nötig! Es kann sein, dass sich die Kaninchen nach dem Umzug noch einmal ein paar Runden jagen, das ebbt jedoch in der Regel sehr schnell ab und ist harmlos. Sollten sie wieder zu kämpfen anfangen, müssen sie zurück ins neutrale Gebiet ziehen.

Kuscheln

Wie lange es braucht, bis die Kaninchen kuscheln, lässt sich nicht sagen. Manche kuscheln bereits einen Tag nachdem sie zusammen fressen, andere erst nach Monaten weil sie das Gegenüber erst genauer kennen lernen möchten. Es gibt auch Kaninchen die allgemein ungern kuscheln.

SPEZIELLE VERHALTENSWEISEN

Ineinander verkeilen, verbeißen

Sollte sich ein am Boden bildender Knäuel bilden, weil beide Kaninchen sich jeweils im anderen verbissen haben, dann gehen Sie am besten gleich mit einem Gegenstand dazwischen (nicht mit der ungeschützten Hand). Sorgen Sie dafür, dass sich der Knäul auslöst. Warten Sie dann ab, meistens passiert das nur ein bis zweimal am Anfang. Sollten sich die Kaninchen jedoch dauerhaft verkeilen und nicht voneinander ablassen, sind sie evtl. nicht verträglich miteinander und es sollten andere Sozialpartner gesucht werden. Oft ist dies bei schlecht gewählten Gruppenzusammenstellungen der Fall, oder aber bei schlecht sozialisierten Tieren.

Dauerhaftes Jagen

Die Kaninchen jagen sich und es ist kein Ende in Sicht? Geht es erst ein paar Stunden mit gelegentlichen Unterbrechungen, so handelt es sich um normales Verhalten. Wird ein Tier aber nach zwei Wochen immernoch fast durchgängig gejagt, kommt kaum zur Ruhe und hat starke Angst, so sollte es getrennt und mit einem passenden Partnerkaninchen vergesellschaftet werden. Manche Kaninchen sind nicht gruppentauglich oder überängstlich, diese Tiere sind in einer Pärchenhaltung mit einem gegengeschlechtlichen Partnerkaninchen gut aufgehoben.

Urin spritzen, Unreinheit

Urin spritzen ist ein normales Verhalten, das besonders unkastrierte Kaninchen zeigen. Während der Vergesellschaftung markieren die Kaninchen besonders ihr Revier mit Urin (spritzern) und Kot. Deshalb sind sie in dieser Phase nicht stubenrein. Das legt sich jedoch wenn sie harmonisch sind. Unharmonische oder große Gruppen werden oft nicht stubenrein und sind deshalb für die Innenhaltung nicht geeignet.

 Verängstigt in der Ecke sitzen

Sollte ein Kaninchen mit weit aufgerissenen Augen oder teilnahmslos da sitzen und sich nicht bewegen (alles über sich ergehen lassen, nichts fressen etc.), so hat es große Angst. Macht das andere Kaninchen eigentlich gar nichts, kann es charakterlich oder durch vorherige schlechte Erfahrungen bedingt sein. Oder aber, das Kaninchen unterwirft sich ganz normal (siehe oben). Sollte das andere Kaninchen dieses Kaninchen stark jagen und beißen, so dass Wunden entstehen, dann sollte die Vergesellschaftung abgebrochen werden. Suchen sie einen sensiblen/ruhigen, gegengeschlechtlichen Partner für ihr Kaninchen. Evtl. ist es nicht gruppentauglich oder der Partner ist zu dominant. Im extremen Fall sitzt das Kaninchen mit dem Kopf zum Wand oder zum Gitter, bewegt sich nicht mehr, frisst nicht mehr und lässt das andere Kaninchen einfach „rein beißen“.

Es passiert nichts

Es gibt Vergesellschaftungen, bei denen einfach nichts passiert. Die Kaninchen tun so, als wäre kein neues Tier in der Gruppe. Bei solchen Vergesellschaftung ist Vorsicht geboten, da die Rangkämpfe oft verspätet nach mehreren Tagen oder Wochen einsetzen und dann umso heftiger sind, da das Gehege dann nicht mehr neutral ist. Das sind oft Vergesellschaftungen, die scheitern. Es gibt aber auch Tiere, die sich einfach so akzeptieren. Sollte dies der Fall sein, beobachten und kontrollieren Sie den Ablauf gut und engmaschig über mehrere Wochen.

Bissverletzungen

Es kann dazu kommen, dass ein Kaninchen am Rücken stark verletzt oder von Bisswunden übersät wird, deshalb ist es wichtig, besonders den Rücken aber auch alle anderen Körperteile regelmäßig zu kontrollieren. Ist das Kaninchen von vielen Bisswunden betroffen, raten wir dazu die Zusammenführung abzubrechen und das Tier als Pärchen mit einem gleichaltrigen, gegengeschlechtlichen Kaninchen zu halten. Sind es nur ein paar Kratzer oder nur eine einzelne Bisswunde, kann diese noch im Rahmen sein (je nachdem wie tief und schwer sie ist). Oft entstehen Verletzungen auch unbeabsichtigt, z.B. wenn beim Hochspringen die Kralle ans Auge kommt. Neben Augenverletzungen sind besonders Ohrenverletzungen bei Widdern und Nasenverletzungen oft eher unbeabsichtigt im Eifer des Gefechts entstanden. Trotzdem ist festzuhalten, dass Bissverletzungen sehr selten passieren.

Chronische Beißer

Es gibt Kaninchen, die während der Zusammenführung durchgängig nach den anderen Tieren beißen. Das kann verschiedene Ursachen haben und ist unterschiedlich zu beurteilen.
Das normale Schnappen nach dem Hinterteil beim Hinterherrennen ist damit nicht gemeint!
Tiere, die in alles beißen, was wie ein Kaninchen aussieht und ihnen näher kommt, sind meistens sehr ängstlich und versuchen sich so zu schützen. Zu solchen Tieren sollte man ein ruhiges, ausgeglichenes Tier wählen, dass sich davon nicht beeindrucken lässt und trotzdem immer wieder Kontakt sucht oder sich in der Umgebung aufhält. Mit der Zeit gewöhnt sich das Kaninchen an das andere und beißt weniger und schließlich gar nicht mehr.
Es gibt aber auch Kaninchen, die andere Kaninchen hetzen und z.B. ein anderes gar nicht ausstehen können und es richtig stark beißen. Sollte das andere Kaninchen mehrere oder schwerere Bissverletzungen haben, passen die Kaninchen einfach nicht zusammen. Probieren sie ein ähnlich altes, gegengeschlechtliches Kaninchen als Partner.

Bevor ihr kommentiert: Bei 6.000 Klicks am Tag ist es nicht möglich, jeden Einzelfall in einem Kommentar zu beantworten! Deshalb bitte ich darum, nur wirklich abweichende Fälle hier zu posten, die ein komplett anderes Verhalten zeigen, als hier bereits beschrieben. Bitte lest auch zunächst die anderen Seiten zur Vergesellschaftung durch!
Häufige Vergesellschaftungsfehler
Nie allein – warum Einzelhaltung nicht artgerecht ist
Vergesellschaftungs-Methoden
Wer passt zusammen?
Beratung & Hilfe vor Ort
Es wäre schade, wenn ich die Kommentarfunktion ausstellen müsste, weil die vielen Anfragen den Rahmen meiner freien Zeit sprängen…

598 Kommentare
« Ältere Kommentare
  1. Julia Jäger
    Julia Jäger says:

    Hallo liebes Kaninchenwiese Team, ich habe seit 2 Wochen ein Pärchen die sich super versteht. Jetzt habe ich ein kleines ca. 8 Wochen altes Weibchen gerettet es kam aus einem schlimmen Gaushalt. Wir hätten eigentlich genug Platz soll ich jetzt erstmal das kleine separat lassen bis es ihm besser geht? Meine beiden sind an einem anderen Platz also sie sehen und riechen sich nicht.
    Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

  2. Lisa
    Lisa says:

    Hallo liebes Kaninchenwiese Team, im November ist unser weibl. Kaninchen verstorben. Wir haben für den kastrierten Rammler kurzum ein anderes weibl. Kaninchen geholt.
    Leider haben sich die beiden nach ein paar Tagen derart gebissen, dass wir die Vergesellsch. abgebrochen haben und zum Tierarzt gefahren sind.
    Das weibl. Kaninchen hatte eine tiefe Bisswunde am untere Rücken.
    Nun ist alles verheilt.
    Wir haben einen neutralen Ort mit 9-10 qm abgesperrt, mit Verstecken etc. versehen und versuchen es gerade erneut.
    Der Rammler sucht den Kontakt, jagt und beißt aber auch wieder sehr (nicht dauerhaft aber häufig). Das Weibchen lässt sich nur kurz lecken und läuft dann weg. Er hinterher.
    Sie hat wieder Kratzer am Rücken, er zwei blutende Bisswunden am Ohr. Beide haben ordentlich Fell gelassen.
    Das geht jetzt 2 Tage so. Sie frisst wenig.
    Wie lange soll es weitergehen und was passiert wenn beide in das normale Gehege kommen?
    Ich bräuchte euren Rat.
    Lieben Dank im Voraus
    Lisa

    • Lisa
      Lisa says:

      Hallo Kaninchenwiese-Team, wenngleich die beiden manchmal in einem Abstand von 30 cm sitzen können, beißen sie sich bis heute täglich. Sie bilden manchmal ein richtiges Knäuel… Das Weibchen hat Macken am unteren Rücken, der Rammler am Ohr…
      Meint ihr, wir sollen die Vergesellschaftung abbrechen?
      Das Weibchen stammt von einem Züchter. Es hat nie mit anderen Kaninchen zusammengesessen. Immer, wenn der Rammler sie an den Augen lecken will, haut sie ab. Je nachdem wie er sich ihr nähert, greift sie ihn auch an. Ich könnte nicht sagen, wer von beiden dominanter ist…
      Aber was soll ich tun?
      Liebe Grüße
      Lisa

    • Kathinka Bradley
      Kathinka Bradley says:

      Hallo Lisa,
      also die Intensität der Aggressionen ist nicht normal. Trenne die beiden auf jeden Fall und warte ab, bis sie sich beruhigt haben. Ich empfehle hier auch noch einmal beide vom Tierarzt durchchecken zu lassen. Lass die beiden 2 Wochen komplett getrennt und versuch es mit Absprache mit dem Tierarzt noch einmal. Solch eine Aggressivität ist ungewöhnlich. Schau noch einmal hier https://www.kaninchenwiese.de//verhalten/verhaltensprobleme/beissen-aggressionen.
      Liebe Grüße,
      Kathinka vom Kaninchenwiese-Team

  3. Daniela
    Daniela says:

    Hallo!
    Bei ist folgende Situation. Vor 7,5 Wochen hat unsere Häsin 10 Junge bekommen. Wir dachten, wir hätten 2 Mädels. Den Rammler haben wir sofort separiert und Kastrieren lassen. In eine Woche ist seine Quarantäne rum. Können/ dürfen wir ihn dann zu der Häsin und den Jungen vergesellschaften?
    Bitte um Tipps zur richtigen Vorgehfnsweise. Vielen lieben Dank!

  4. Julia
    Julia says:

    Hallo Liebes Kaninchenwiese-Team,
    ich habe zwei ca. 1 Jährige Zwergkanichendamen die in ganzjähriger Außenhaltung leben. Seit ein paar Tagen gibt es ein wenig gezicke, jedoch zum Glück keine Verletzung. Jetzt würde ich gerne einen oder zwei kastrierte Rammler dazu geben. Meine Fragen nun ob es besser wäre 2 dazu zu geben oder nur einen. Ich möchte nicht das bei einer ungeraden Zahl dann immer einer alleine ist. Die andere Frage wäre ob ich auch ein sogenanntes „Schlachtkaninchen“ dazu geben kann. Der Nachbar hat nochmal Nachwuchs bekommen bevor er mit der Zucht aufhört. Ich würde hiervon gerne einem oder zweien das Leben „retten“ und diese frühkastrieren lassen. Platz hätten wir (~10qm²) Vielen Dank schon jetzt für eure Antwort. Beste Grüße,
    Julia

    • Kathinka Bradley
      Kathinka Bradley says:

      Hallo Julia,
      hier würde ich empfehlen 2 Kastraten zu deinen Damen dazuzunehmen, damit wirklich keiner mehr allein sein muss. Deinen Vorschlag finde ich wirklich gut, beachte allerdings, dass Kaninchen erst mit mindestens 16 Wochen mit erwachsenen Kaninchen zusammenstoßen sollten. Vorher können sie sich nicht wehren und das kann unangenehme Folgen haben. Ich empfehle hier außerdem unsere ausführlichen Informationsseiten zu dem Thema Vergesellschaftung https://www.kaninchenwiese.de//soziales/ablauf-der-vergesellschaftung. Alles Gute :).
      Liebe Grüße,
      Kathinka vom Kaninchenwiese-Team

  5. Maria
    Maria says:

    Liebes Kaninchenwiese Team,

    wir hatten bis vor ca 3 Wochen ein Pärchen (beide 4 Jahre alt), die von Anfang (auch beim Züchter) zusammen gelebt haben. Die beiden waren wirklich harmonisch miteinander. In der Jugendzeit gab es oft Rangeleien, aber mit ca 1 Jahr war alles geklärt und sie haben sich danach nie wieder gestritten. Leider mussten wird das Weibchen vor 3 Wochen einschläfern lassen. Nun haben wir seit 1.5 Wochen ein neues Weibchen da und die Vergesellschaftung läuft auf einem neutralen Raum ab. Nun bin ich etwas verunsichert, ob wir die beiden in ihr zukünftiges Domizil lassen können.

    Die Charaktere der beiden sind sehr unterschiedlich. Das Männchen ist zurückhaltend und bei vielen Dingen ängstlich, aber immer ruhig. Das Weibchen ist frech und hat seine frühere Partnerin oft gebissen. Sie war also immer der Chef.
    Die beiden Kaninchen fressen zeitgleich, aber das Weibchen rennt oft hinter dem Männchen hinterher. Dabei macht das Weibchen immer leicht knurrende Geräusche. Das Männchen hoppelt dann immer weg und verschwindet dann im Häuschen. Insgesamt wirkt das Verhalten auf mich nicht aggressiv, es ist kein jagen. Beim Essen kommt es schon mal vor, dass das Weibchen am hinteren Rücken vom Männchen knabbert, wobei das Männchen dann oft wieder weg rennt. Gekuschelt haben sie bisher noch nicht zusammen.
    Ich bin mir sehr unsicher, ob die Vergesellschaftung noch andauert oder ob sie beendet ist.
    Das neue Domizil ist zwar am gleichen Ort wie der frühere Käfig mit Auslauf, aber wir haben einen komplett neuen Käfig, samt Inhalt hin gestellt. Der Käfig ist noch einmal größer als der vorherige und der war schon sehr groß. Und sie haben ja noch ihren Auslauf.
    Vielleicht könnt ihr uns sagen, ob ein Umzug in der aktuellen Situation schon möglich ist oder ob wir noch etwas warten sollten.
    Viele Grüße
    Maria

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