Wer passt zusammen?

Charakter

  • Wer sich unsicher mit dem passenden Charakter ist, sollte ein Pärchen halten (kastr. Rammler & Häsin), denn diese verstehen sich unabhängig vom Charakter. 

kaninchenkuschelnmickeyDen größten Einfluss auf den Erfolg einer Vergesellschaftung hat die Persönlichkeit der einzelnen Kaninchen und somit ihr Verhalten.

Eine Vergesellschaftung mit einem aggressiven, dominanten Kaninchen und einem schüchternen, unterwürfigen kann teilweise sehr schnell erfolgreich sein, da das schüchterne sich unterwirft und das Dominante die Stellung bezieht. Allerdings kann sie auch scheitern, besonders dann, wenn das dominante über Tage das schüchterne anfällt und auch nach Wochen nicht in Ruhe lässt. Zwei schüchterne, unterwürfige Kaninchen kommen oft ohne Kämpfe bei der Vergesellschaftung aus. Ganz zum Scheitern verurteilt sind zwei extrem dominante Kaninchen, die unter keinen Umständen ihren Chef-Posten abtreten, diese Kaninchen sind oft mit gleichgeschlechtlichen (ebenfalls dominanten) Kaninchen unverträglich. Daher gilt immer: Nur ein Chef-Kaninchen je Gruppe und wenn ein Kaninchen mal Chef war, sollte es diesen Posten auch weiter in der neuen Gruppe ausleben dürfen.
Die meisten Kaninchen sind weder Chef, noch extrem unterwürfig. Solche Kaninchen passen meist auch recht gut zusammen.

Geschlechter

  • Ganz unproblematisch ist die Vergesellschaftung von einem kastrierten Rammler und einer Häsin, diese Kombination klappt so gut wie immer. 

Zwei Kaninchen: Besonders verträglich sind gegengeschlechtliche Kaninchen (kastrierter Rammler & Häsin), gleichgeschlechtliche Kaninchen gehen bei der Rangordnungsklärung meistens deutlich heftiger miteinander um und passen nur zusammen, wenn sie viel Platz haben und vielleicht sogar schon von klein auf zusammen leben (Frühkastration beim Männchen empfehlenswert). Gleichgeschlechtliche Kaninchen können sich in der Pubertät (diese ist mit ca. 6-10 Monaten) verstreiten und übel zurichten, besonders bei unkastrierten Rammlern kommt es häufig zu plötzlichen, aber sehr starken oder sogar tödlichen Auseinandersetzungen. Wenn man zwei gleichgeschlechtliche Kaninchen hält, ist es empfehlenswert, noch ein gegengeschlechtliches Kaninchen dazu zu gesellen. Wenn sich zwei unkastrierte Rammler bekämpfen oder sich Wunden zufügen, sollte man sie möglichst schnell kastrieren lassen. Bei der Kastration ist es wichtig, dass sie zusammen aus der Narkose aufwachen und anschließend zusammen in ein neutrales Gehege ziehen. Nach Möglichkeit sollte noch ein Weibchen dazu ziehen. Durch diese Vorgehensweise verstehen sie sich wieder.
Kaninchengruppen:  Bei größeren Gruppen hält man am besten etwa gleich viele Männchen und Weibchen. Entscheidet man sich für eine ungerade Gruppenzahl, so wählt man am geschicktesten von dem Geschlecht ein Kaninchen mehr, dass schon zuvor am harmonischsten miteinander umgeht. Ob eine Gruppe funktioniert entscheidet sich meist daran, ob die gleichgeschlechtlichen Kaninchen miteinander klar kommen. Deshalb ist es am umproblematischsten eine Gruppe aufzubauen indem man bereits harmonische Weibchen mit untereinander verträglichen Männchen vergesellschaftet.

kaninchen-geschlechter-kombination

Sozialisation

  • Kaninchen, die in der Gruppe aufwuchsen oder längere Zeit mit anderen Kaninchen zusammen leben  durften, haben das beste Sozialverhalten.

Von Vorteil sind Kaninchen, die gut sozialisiert wurden, d.h. in einer Großgruppe mit Kaninchen unterschiedlichen Geschlechts aufwuchsen und dort auch lebten. Einzeltiere oder als Jungtiere allein lebende Kaninchen haben meist Nachholbedarf im Umgang mit anderen Kaninchen. Im Tierheimen die Gruppenhaltung haben, können die Tierpfleger oft etwas über das Verhalten in der Gruppe einzelner Tiere sagen, so dass man das passende Zwergkaninchen findet.

Alter

  • Ähnlich alte Kaninchen passen am besten zusammen. Junge Kaninchen brauchen einen gleichaltrigen Spielpartner, alte Kaninchen einen ruhigen Kuschelfreund. Alte oder kranke Kaninchen werden oft von jüngeren Kaninchen gemobbt. 

Je nach Gehegegröße sollten die Bewohner eine ähnliche Aktivität haben. Ein seniles, ruhiges Kaninchen wird sich evtl. von allzu stürmischen Jungtieren gestört fühlen und braucht eher einen ruhigen Kuschelpartner. Junge Tiere sind glücklicher, wenn sie ein anderes aktives Kaninchen in der Gruppe haben. Altersabstände werden oft dann zum Problem, wenn man einem Kaninchen bereits das Alter anmerkt. Dann werden die älteren Kaninchen sehr oft vom jüngeren Kaninchen stark gemobbt, auch wenn sie die Jahre davor sehr glücklich zusammen waren. In großen Gruppen mit viel Platz ist jedoch ein gemischtes Alter möglich, die Jungtiere beleben die Gruppe, die älteren Tiere sorgen für die nötige Ruhe und Ordnung.

Jungtiere (vor der Geschlechtsreife bzw. unter ca. 16 Wochen) verteidigen sich noch nicht selber. Daher können sie bei einer Vergesellschaftung mit geschlechtsreifen Kaninchen extrem zugerichtet werden. Junge Kaninchen sollten daher nur dazu gesetzt werden (am besten erst einmal außerhalb des Geheges, also außerhalb des Revieres), wenn sie ohne Kämpfe akzeptiert werden. Ansonsten müssen sie gleich wieder getrennt werden und erst mit ca. 16 Wochen neu vergesellschaftet werden. Dann fangen sie an sich zu verteidigen.
Jungtiere vor der Geschlechtsreife können untereinander meist problemlos einfach zusammengesetzt werden.

Kastriert oder Unkastriert?

Nachdem die Rangordnung beim Kaninchen durch das Revier, den Charakter, den Hormonstatus und das Geschlecht beeinflusst wird, kann man durch die Kastration einen wichtigen Einflussfaktor ausschalten: Die Hormone.
Bei gleichgeschlechtlichen unkastrierten Kaninchen, die sich nicht mehr verstehen, ist es ganz einfach sie durch eine gleichzeitige Kastration, aus der sie zusammen in einer Box wieder aufwachen anschließend auf neutralen Revier zu vergesellschaften.
Unkastrierte Rammler sind generell unverträglich mit anderen Rammlern und bedürfen immer der Kastration. Ausnahmen können Rammler sein, die extrem viel Platz haben, dabei reichen keine 20m² sondern es müssen nachts wie tagsüber mehrere hundert Quadratmeter zur Verfügung stehen und auch dann geht so etwas nur mit guter Beobachtung.
Bei Weibchen ist es etwas komplizierter, der Eingriff ist deutlich gefährlicher und größer und noch dazu zur Verhütungszwecken nicht erforderlich. Deshalb ist er nach unserem Tierschutzgesetz verboten. Ausnahmen von dieser Regelung sind Kaninchen die Gebärmuttererkrankungen haben oder im Garten freilaufende Kaninchen, wenn in direkter Nachbarschaft unkastrierte Rammler oder Wildkaninchen leben.
Es sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass gerade bei Gruppen, die nicht absolut harmonisch sind aber einigermaßen funktionieren, die Kastration eines Gruppenmitglieds dazu führt, dass dieses im Rang sinkt. Was zunächst positiv klingt, ist auch oft ein Problem. Bestand vorher eine klare Rangordnung, kann es nun passieren, dass das Kaninchen den gleichen Rang wie das unterlegene hat und somit die Rangordnung „nie geklärt“ werden kann. Viele Tiere sind auch (ähnlich wie bei einer Krankheit, durch die der Rang sinkt) dadurch derart mitgenommen, dass sie „bis zum Tode“ kämpfen und ihre Unterlegenheit nicht hinnehmen. Dadurch kommt es teils zu heftigen Bissverletzungen.
In anderen Fällen klappt wiederum die Gruppenzusammenstellung dadurch besser. Vorauszusehen ist dies nicht, vor allem da das Verhalten auch noch durch andere Hormone, die nicht durch die Kastration ausgeschalten werden, bestimmt wird und natürlich durch den Charakter selbst.

Gruppengröße

  • Unkompliziert sind 2er-Gruppen, auch Dreiergruppen klappen oft recht gut. Größere Gruppen gehören in erfahrene Hände.

Sehr einfach miteinander zu vergesellschaften sind zwei Kaninchen. Ab vier Kaninchen gehört die Zusammenführung in erfahrene Hände. Anfängern ist davon abzuraten. Sie sollten erstmal zwei oder drei Kaninchen halten und wenn sie mit diesen Tieren Erfahrungen gesammelt haben, über eine Gruppen-Vergrößerung nachdenken. Problematisch sind insbesondere Gruppen zwischen vier und etwa 12 Kaninchen. Ist die Gruppe deutlich größer, wird es  wieder einfach. Daher ist es oft unproblematisch, das achtzehnte Kaninchen hinzu zu gesellen. Allerdings ist all das sehr stark von der Gruppe abhängig. Von Vorteil kann es sein, wenn zwei Kaninchen zur Gruppe gesetzt werden, so dass sich nicht alle Alteingesessenen auf das neue Kaninchen stürzen, sondern sich die Konflikte etwas mehr verteilen.

Gehandicapte, chronisch kranke und alte Kaninchen

Diese Kaninchen werden oft, aber nicht immer, von den gesunden Kaninchen gemobbt. Vorallem, wenn die Krankheit sich auf ihr Allgemeinbefinden auswirkt. Sie sollten deshalb separat untersich gehalten werden. Schnupfer und Kaninchen mitkleinen Einschränkungen sind in der Regel nicht betroffen. Die kranken/geschwächten Tiere unter sich, sind sehr unproblematisch, sozial und verkuschelt. Eine Einzelhaltung ist keine Lösung!

Keinen Einfluss auf die Verträglichkeit haben folgende Faktoren!

 

  • klein und großKaninchen bilden Freundschaften unabhängig von ihrer Größe, ein Deutscher Riese schließt auch mit einem kleinen Kaninchen Freundschaft und umgekehrt.
  • Auch die Rasse entscheidet nicht darüber, ob sich Kaninchen miteinander verstehen.
  • Schlappohren und Stehohren verstehen sich widder stehohrkaninchenmiteinander genauso gut, wie reine Widder- oder Stehohrgruppen.

 

300 Antworten zu “Wer passt zusammen?”

  1. Britta Tigges sagt:

    Hallo,
    Wir haben ein 4 Jahre altes kastriertes Böckchen. Dieser lebte bisher mit seinen kastrierten Geschwistern (Häsin und Böckchen) zusammen. Unser Böckchen wurde allerdings in den letzten Wochen (bevor er zu uns kam) so sehr vermöbelt, dass wir ihn da raus geholt haben..Er hatte bestimmt über 20 tiefe Bisswunden! 😰
    Nachdem er sich dann ein paar Wochen erholt hat, haben wir gemerkt, dass er sich einsam fühlt und haben ihm eine Dame dazu geholt. Ähnliches Alter, andere Rasse, aber unkastriert.
    Jetzt, nachdem sie sich gute 6 Wochen, nur gezofft haben, haben wir uns entschlossen, die Dame wieder abzugeben 😢 es tut uns im Herzen weh, weil wir sie schon sehr mögen, aber es ist das beste für unsere Böckchen!
    Was würdet ihr uns raten, was für eine Partnerin passen würde!?
    Vielen Dank schonmal
    LG
    Britta

  2. Alexandra sagt:

    Liebes Kaninchenwiese-Team,
    Wir haben 2 Farbenzwerge (Männlein Eddi und Weiblein Babsi) und wollten sie zusammen führen. Am 4.1. sollten beide kastriert werden, wobei Eddie in der Narkose einen Herzstillstand hatte. Bei Babsi ist alles super verlaufen und sie ist wohlauf. Eddie wird jetzt in 2 Wochen kastriert. Nun wollte ich fragen ob wir die beiden schon vergesellschaften können oder es besser ist beide noch getrennt zu halten, weil es vielleicht zu stressig wäre.
    Liebe Grüße Alexandra

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Alexandra,
      wenn Eddi einen Herzstillstand hatte, ist es wichtig, dass er mit einem Narkosemittel kastriert wird, welches nur sehr kurz wirkt bzw. von dem sich Eddi sehr schnell erholen kann (z.B. Inhalationsnarkose). Ich würde Eddi an eurer Stelle einem Kardiologen vorstellen, um seine Narkosetauglichkeit festzustellen. Vor der Kastration bzw. der Zusammenführung sollten beide Kaninchen eine parasitenfreie Kotprobe haben. Eine Zusammenführung würde ich frühestens zwei Wochen nach der Kastration beginnen, da eine Zusammenführung durchaus Stress bedeutet und unabsehbar ist, wie lange sie dauern wird.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

  3. Denes sagt:

    Hallo wir haben ein Löwenkopf 5 Monate alt und kastriert und möchten ihn am Wochenende mit einer 7 Wochen alten Häsin vergessellschaften ob das klappt oder ist sie noch zu jung.
    Mfg

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Denes,
      bei einem Zusammenführen vor der 16. Woche mit dem älteren Kaninchen könnte es passieren, dass das jüngere schwere Verletzungen davonträgt: http://www.kaninchenwiese.de/soziales/ablauf-der-vergesellschaftung/ und im Text oben findest du folgende Information: „Jungtiere (vor der Geschlechtsreife bzw. unter ca. 16 Wochen) verteidigen sich noch nicht selber. Daher können sie bei einer Vergesellschaftung mit geschlechtsreifen Kaninchen extrem zugerichtet werden. Junge Kaninchen sollten daher nur dazu gesetzt werden (am besten erst einmal außerhalb des Geheges, also außerhalb des Revieres), wenn sie ohne Kämpfe akzeptiert werden. Ansonsten müssen sie gleich wieder getrennt werden und erst mit ca. 16 Wochen neu vergesellschaftet werden. Dann fangen sie an sich zu verteidigen.
      Jungtiere vor der Geschlechtsreife können untereinander meist problemlos einfach zusammengesetzt werden.“ Habt ihr die Möglichkeit das jüngere Kaninchen wieder zur Mutter zu setzen? Wenn man die Mutter aus ihrem Revier herausnimmt, das Baby zu den anderen dazusetzt und dann die Mutter einiger Zeit wieder zurücksetzt, akzeptieren die Weibchen ihre Jungen meist sehr schnell. In dem Alter von sieben Wochen entgeht dem jungen Kaninchen noch Muttermilch und die Möglichkeit soziales Verhalten zu lernen. Oder gibt es ein anderes zu jung von der Mutter getrenntes Jungtier, zu welchem euer Baby bis zum Alter von 16. Wochen ziehen könnte? Leider kann ich euch keinen anderen Rat geben.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

  4. Elisa Rotter sagt:

    Hallo,
    Ich habe zwei Kaninchen (ein männchen, 8 Jahre alt und ein Weibchen, 2 Jahre alt). Die VG hat gut geklappt, die beiden sind sehr glücklich miteinander. Hin und wieder berammelt das Weibchen das männchen, woraufhin er sich dann zurück zieht. Ich habe nun ein ganz tolles drittes Kaninchen entdeckt, welches ich gerne noch dazu holen würde. Leider ist es ein sehr junges Männchen (10 Wochen alt). Ich habe Angst, dass die VG nicht klappen könnte und es zu viel Stress für mein älteres Männchen ist. Sollte ich es lieber lassen?

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Elisa,
      ein 10 Wochen altes Männchen sollte kastriert erst mit ca. 16 Wochen zusammengeführt werden, da Jungtiere sich nicht gegenüber älteren Kaninchen zur Wehr setzen können. Es kann sein, dass das junge Kaninchen nach einigen Monaten das ältere Kaninchen dominieren wird. Es ist aber auch eine Platzfrage und kommt auch auf die Verfassung des älteren Kaninchens an. Grundsätzlich würde ich bei einem glücklichen Paar davon abraten, ein weiteres Kaninchen dazuzusetzen. Ein weiteres Paar dazuzunehmen funktioniert oftmals besser.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

  5. Michelle sagt:

    Hallo Team,
    Vorab wollte ich sagen, dass ich eure Seite echt toll und informativ finde. Jetzt hab ich ein Problem. Ich hab 2 weibchen, die ich jetzt gerne zusammen führen würde. Das eine war mal mit einem Männchen zusammen aber bevor es zu vg mit dem 2 weibchen kam, ist das Männchen gestorben. Ich hab die beiden schon mal versucht zusammen zu führen, da bin ich leider dazwischen gegangen und hab zu früh abgebrochen (hatte mich noch nicht richtig informiert). Jetzt will ich es nochmal probieren, habe aber keinen neutralen Raum, da ich noch bei meinen Eltern wohne und die mich nicht wirklich dabei unterstützen. Momentan wohnen beide (leider) in Käfigen übereinander, mit täglichen abwechselnden Auslauf. Jetzt ist meine Frage: Wie geh ich am besten vor? Welche Vorbereitungen muss ich treffen (weil beide ja das Zimmer kennen) ? Zimmer ist soweit alles kaninchensicher und ein Freilaufgitter hab ich ebenfalls schon besorgt.

    Lg

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Michelle,
      du könntest in einem Teil des Zimmer ca. fünf Quadratmeter abtrennen und über die Gehegeelemente einen Sichtschutz aus Decken o.ä. hängen, damit die Kaninchen nicht sehen, was sich dahinter verbirgt. Nach ca. zwei Wochen könntest du die beiden dort zusammenführen. Den Gehegeboden könntest du mit Malervlies oder Handtüchern auslegen und einen Karton mit zwei Ausgängen und eine mit Essig gereinigte Toiletten hineinstellen. Diese Lösung solltest du jedoch nur wählen, wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, deine Kaninchen in einem ihnen komplett unbekannten Raum zusammenzuführen. Schreib doch mal den Kaninchenschutz e.V. oder andere Vereine an, vielleicht kann dich jemand mit einem neutralen Raum unterstützen.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

  6. Ayntscha sagt:

    Wie ist es wenn ich meinen ungeplanten Wurf ( im Moment 16 tage und 4 Babys) behalten möchte. Kommt es trotzdem auf die Geschlechter an oder ist es eine Familie die sich mag weil sie zusammen aufgewachsen sind.
    In welchem Alter sollte ich den kastrierten Papa wieder dazu lassen?

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Ayntscha,
      die männlichen Babys sollten vor der 12. Woche kastriert werden, dann dürfen sie nach der Kastration direkt wieder zu ihrer Familie. Die Kaninchenbabyhaut ist dann allerdings noch sehr dünn, daher würde ich dir empfehlen, mit dem Zusammenführen mit dem Vater zu warten, bis die Kleinen mindestens 16 Wochen alt sind. Grundsätzlich ist es oft eine Platzfrage, ob die Kaninchenfamilie sich weiterhin versteht. Wenn du zwei Elterntiere und vier Junge hast, solltest du ihnen dauerhaft mindestens ca. 18 Quadratmeter anbieten. Es gibt aber auch manchmal trotz eines ausreichenden Platzangebotes Streitereien. Während der Pubertät der Jungen wird es zu Gejage und Fellausreißen kommen. Das ist normal. Trennen würde ich die Familie allerdings, wenn ernsthafte Verletzungen, die tierärztlich versorgt werden müssen, entstehen. Dies passiert manchmal bei gleichgeschlechtlichen Kaninchen.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

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