Fruchtbarkeit, Zyklus, Eisprung und Empfängnisbereitschaft

Anders als bei Frauen oder Hündinnen, haben Häsinnen keinen festen Rhythmus. Zwar besteht ein gewisser Zyklus, der schlecht erforscht ist, dieser regelt jedoch nicht die Empfängnisbereitschaft. Kaninchen sind nicht nur wenige Tage in jedem Zyklus fruchtbar, denn der Eisprung wird bei ihnen durch äußere Reize wie z.B. dem Aufreiten eines anderen Kaninchens, ausgelöst. Dadurch ist das Kaninchen extrem vermehrungsfreudig und hormonell stark auf die Fortpflanzung fixiert. Ebenfalls stark beeinflusst wird der Zyklus und die Empfängnisbereitschaft durch die Jahreszeiten.

Verhütungsmethoden

Damit es zu keinem Nachwuchs kommt, werden Kaninchen in Gefangenschaft meist kastriert. Hierbei gibt es verschiedene Verfahren. Kaninchen aus dem Tierheim und von verantwortungsvollen Haltern werden meist bereits kastriert vermittelt.
Auch die Haltung von mehreren Rammlern erfordert dessen Kastration, da sie sich sonst schwer verletzen können. Beim Weibchen sind Kastrationen vor allem aus medizinischen Gründen notwendig.

Die Frühkastration beim Rammler

Wenn ein Kaninchen-Rammler vor der Geschlechtsreife kastriert wird, dann spricht man von einer Frühkastration. Je nach Größe der Kaninchen muss diese mit etwa 11-12 Wochen, spätestens aber mit 16 Wochen (größere Rassen) durchgeführt werden. Beim Kaninchen wird meist der Rammler kastriert um Nachwuchs zu vermeiden, da es bei ihm ein kleinerer Eingriff ist als bei den Weibchen.
Der frühe Eingriff verhindert, dass Sexualhormone produziert werden, dadurch wird das Kaninchen nie ganz „erwachsen“, Erfahrungen zeigen jedoch, dass frühkastrierte Rammler gegenüber geschlechtsreif kastrierten Männchen keine Nachteile in der Gruppe und in der Rangordnung haben und besser sozialisiert sind, da sie nicht getrennt werden müssen, um Nachwuchs zu verhindern. Dies ist der große Vorteil der Frühkastration. Wird ein Rammler kastriert, bevor er geschlechtsreif ist, so kann er direkt zurück in die alte Gruppe und dort weiter aufwachsen. Später kastrierte Rammler sind nach der Kastration noch bis zu vier Wochen zeugungsfähig und müssen diese Zeit separiert werden um Nachwuchs zu vermeiden.

Die Rammler-Kastration nach der Geschlechtsreife

Eine Kastration nach der Geschlechtsreife kann bis ins hohe Alter durchgeführt werden solange das betroffene Kaninchen vital und gesund ist. Da das Geschlechtsverhalten jedoch Einfluss auf die Stellung in der Gruppe und den ganzen Charakter des Kaninchens hat, kann es gerade bei älteren, dominanten Kaninchen, die in einer Gruppe leben, nach der Kastration zu einem Rangordnungsverlust kommen, der ihnen gerade bei Gruppenhaltung oft seelisch stark zusetzt. Kaninchen sind sehr stark dafür ausgelegt, sich fortzupflanzen, deshalb zieht der plötzliche Verlust der betroffenen Hormone oft eine Charakter-Veränderung mit sich. Da in Gefangenschaft jedoch keine natürliche Auslese (durch Fressfeinde und Krankheit) statt findet, bleibt uns nichts anderes übrig, als sie zu kastrieren, denn eine Einzelhaltung oder dauerhafter Nachwuchs wäre nicht tiergerecht.

Kaninchen sind nach der Kastration noch eine Weile zeugungsfähig!
Die Trennung des Rammlers von geschlechtsreifen Weibchen nach der Kastration muss dringend eingehalten werden, da noch ein Rest Spermien im Samenleiter vorhanden ist, der noch abgegeben werden kann. Erst wenn diese Rest-Spermien abgestorben sind, ist das Kaninchen nicht mehr zeugungsfähig. Wie lange die Rest-Spermien noch lebensfähig sind, ist wissenschaftlich nicht erforscht, beim Meerschweinchen gibt es eine Studie, die 7-70 Tage herausgefunden hat, ähnliches gilt wohl auch für Kaninchen. Das würde bedeuten, dass man (um jegliche Restgefahr auszuschließen) 10 Wochen Quarantäne einhalten müsste. In der Praxis hat sich jedoch herausgestellt, dass ein kürzerer Zeitraum ausreicht. Nach 4 Wochen sind nur extrem selten Fälle bekannt geworden, bei denen es noch zu einer Trächtigkeit kam, nach 5 Wochen Trennung kam es bisher zu keiner einzigen Trächtigkeit. Die ersten vier Wochen sind gefährlich.
Einzige Ausnahme: Wurde der Rammler kastriert bevor er geschlechtsreif wurde (Frühkastration), so sind noch keine Spermien im Samenleiter vorhanden, d.h. der Kastrat kann direkt nach der Kastration wieder zu Weibchen gelassen werden.


Kastration oder Sterilisation?

Oft wird fälschlich angenommen, dass Weibchen sterilisiert, und Männchen kastriert werden. Der Begriff hat jedoch nichts mit dem Geschlecht zu tun. Kaninchen werden grundsätzlich kastriert, egal welchem Geschlecht sie angehören.

Kastration 
Die Kastration macht unfruchtbar und unterbindet die Hormonproduktion (Sexualverhalten, Hormoneinflüsse, Hitze, Urinmarkieren etc.).
Bei einer Kastration werden die Keimdrüsen entfernt (beim Männchen die Hoden, beim Weibchen die Eierstocke). Bei einer erweiterten Kastration (Ovariohysterektomie) zusätzlich auch die Gebärmutter.

Sterilisation
Die Sterilisation macht nur unfruchtbar, die Hormone werden weiter produziert.
Bei einer Sterilisation wird verhindert, dass Samen oder Eizellen weiter transportiert werden indem man Samen- oder Eileiter durchtrennt.

Die Weibchen-Kastration

Bei extrem guten Haltungsbedingungen (ab dauerhaft etwa 100 Quadratmetern Platz, auch nachts) ist es möglich, eine kastrierte Weibchengruppe mit einem unkastrierten Rammler zu halten. Bei engeren Haltungsformen müssen grundsätzlich alle Rammler kastriert werden. Weibchen, die durch Freilauf Kontakt zu unkastrierten Rammlern oder Wildkaninchen haben könnten, sollten ebenfalls kastriert werden. Gleiches gilt für medizinisch notwendige Weibchen-Kastrationen auf Grund von Erkrankungen. Über die vorbeugenden Kastration von Kaninchen-Weibchen streiten sich hingegen die Kaninchenliebhaber… 

Pro vorbeugende Weibchen-Kastration

  • Kaninchen neigen zu Gebärmutterkrebs und können auch andere Gebärmuttererkrankungen bekommen (jedoch nicht mit einer Wahrscheinlichkeit von 80%, wie oft dargestellt). Gerade wenn man einen solchen Krebs schon erlebt hat, möchte man ihm gerne vorbeugen.
  • Gebärmuttererkrankungen werden oft zu spät oder gar nicht diagnostiziert, so dass Kaninchen daran unnötig leiden und sterben. Kaum ein Halter macht Gebärmutterkrebs-Vorbeuge-Untersuchungen. Es ist schmerzlich, wenn man als Halter zu spät eine solche Erkrankung feststellt und nicht mehr helfen kann.
  • Bei Entdeckung des Krebses kann er bereits metastasiert sein.
  • Junge Kaninchen vertragen die Kastration meist besser als alte, bereits erkrankte Weibchen. Geschwächte Tiere sind manchmal gar nicht mehr für eine Kastration geeignet.
  • Kaninchen brauchen ihre Gebärmutter in der Liebhaber-Haltung nicht für die Fortpflanzung.
  • Durch die Kastration wird man den Kaninchen gerade in Innenhaltung besser gerecht und es wird lästiges Verhalten unterbunden (Urin-spritzen, Aggressivität…).
  • Manche Halter sprechen sogar davon, dass die Kaninchen durch die Kastration verträglicher mit Artgenossen werden (dies ist jedoch nicht immer der Fall).
  • Im Falle von Gebärmutterkrebs ist die Kastration zwingend nötig und auch nicht umstritten.
  • In Innenhaltung treten Gebärmuttererkrankungen erfahrungsgemäß häufiger auf als in Außenhaltung.
  • Kaninchen, die Kontakt zu anderen (Wild)kaninchen haben könnten, sollten kastriert werden um Nachwuchs zu vermeiden.
  • Die Kastration von Weibchen gehört in Tierkliniken bereits zur Routine, dadurch sinkt das Risiko für Komplikationen.
  • Kaninchen können in Gefangenschaft ihren Sexualtrieb nicht richtig ausleben und leiden dadurch oft unter einem übersteigerten Sexualtrieb.
  • Sehr viele Tierärzte raten auf Grund ihrer Erfahrung zur vorsorglichen Kastration.
  • Ultraschalluntersuchungen und Röntgenaufnahmen können eine Gebärmuttererkrankung nicht zu 100% anzeigen, dadurch kann falsche Sicherheit vermittelt werden.

Contra vorbeugende Weibchen-Kastration

  • Nur weil eine Erkrankung häufig ist, muss man nicht gleich das gesamte Organ vorsorglich entfernen (z.B. die Brust bei Frauen, da Brustkrebs häufig vorkommt oder die Zähne beim Kaninchen, weil Zahnerkrankungen gehäuft auftreten). Viele Gebärmutterveränderungen sind gutartig (Zysten) und nur durch die Masse irgendwann beeinträchtigend.
  • Eine vorsorgliche Kastration verstößt gegen das Tierschutzgesetz, weil kein Grund vorliegt (sie ist selten nötig um Nachwuchs zu verhindern und medizinisch besteht auch kein Grund). Die Gesetzesgrundlage ist § 6 TschG „Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.“. Die Gebärmutter ist ein Organ, die dabei entnommen wird.
  • Die Weibchen-Kastration ist ein recht großer Eingriff mit langem Bauchschnitt, zudem besteht das Narkoserisiko. Es ist tragisch, wenn ein ein- oder zweijähriges Kaninchen an einer Operation stirbt, die nicht nötig gewesen wäre – vielleicht wäre es nie an Krebs erkrankt und selbst wenn, hätte es davor sicher noch ein paar Jahre länger gelebt.
  • Die Kastration des Weibchens hat neben dem Narkoserisko und dem postoperativen Risiko zu versterben auch Langezeitfolgen, die schlecht erforscht sind. Dazu gehört Übergewicht und Bewegungsunlust und dadurch viele andere Erkrankungen, die diese begünstigen. So leiden kastrierte, weibliche Kaninchen durch das erhöhte Gewicht deutlich häufiger unter Harngries und Harnsteinen, Arthrose und anderen Gelenkserkrankungen und Verdauungsstörungen wie z.B. Verstopfungen oder Aufgasungen (Verdrängung der Organe durch Fett). Durch die Operationswunde können Verklebungen entstehen, die wiederum Verdauungsstörungen, Schmerzen und andere Symptome hervorrufen können. Das reduzierte Markierverhalten begünstigt zudem ebenfalls Harngries.
  • Der Sexualtrieb ist eine recht natürliche Sache, der zum Kaninchen dazu gehört. Mit der Kastration beraubt man es ein Stück weit seiner natürlichen Triebe.
  • Ist es vertretbar, ein Kaninchen zu operieren um es an die menschlichen Bedürfnisse anzupassen (z.B. Verhindern von Urin spritzen)?
  • Die meisten Krebsformen der Gebärmutter entstehen erst im höheren Alter (ab 4-5 Jahren), auch wenn es Ausnahmen gibt.
  • Tierärzte sehen besonders viele erkrankte Kaninchen, da sie die kranken Tiere betreuen. Die gesunden Tiere, die nicht in der Praxis landen, würden das Bild anders aussehen lassen. Zudem haben Tierärzte manchmal ein finanzielles Interesse an diesem Eingriff und sind daher nicht neutral.
  • Vorbeugung ist möglich (Kenntniss über die Anzeichen von Gebärmuttererkrankungen, regelmäßiges Abtasten, Ultraschall/Röntgenbild bei Verdacht). Anzeichen: Aggressivität, Unruhe, Schmerzen beim Abtasten, häufige Scheinschwangerschaften (bis zu 2 oder 3x im Jahr ist ganz normal, ist das Weibchen dauerhaft schweinwanger, ist es hingegen auffällig), Scheidenausfluss, allgemeine Krankheitszeichen wie Mattigkeit, geringe Nahrungsaufnahme, Abmagerung bei einem recht dicken Bauch oder sogar einer Gewichtszunahme.
  • Im Krankheitsfall kann man Kaninchen immer noch kastrieren.
  • Gebärmutterkrebs-Operationen sind bei alten Kaninchen oft nicht nötig, da sie an anderen Erkrankungen sterben, bevor der Krebs sich schmerzhaft oder lebensgefährlich auswirkt.

Wie viele Kaninchen bekommen tatsächlich Gebärmutterkrebs?

Leider werden immer noch Zahlen verbreitet,die von einer wahnsinnig hohen Gebärmutter-Krebsrate unter Hauskaninchen sprechen. Oft ist von 80%die Rede. Solch hohe Werte wurden allerdings in Studien bisher nur festgestellt, wenn die Tiere mit krebserregenden Einflüssen (z.B. Röntgenstrahlen) „bombardiert“ wurden, nur kranke/tote Tiere für die Studie verwendet wurden oder bestimmte Zuchtlinien, mit sehr hoher Krebsrate Verwendung fanden. Alle anderen Studien kommen zu dem Ergebnis, dass 0-5% aller Weibchen von Gebärmutterkrebs betroffen sind. Diese Ergebnisse decken sich mit unseren Erfahrungen, dass Krebserkrankungen der Gebärmutter nur recht selten auftreten. Eine Zusammenfassung der vorhandenen Studien
Das Narkoserisiko bzw. das Risiko, am oder nach dem Eingriff durch eine Kastration zu sterben, liegt ähnlich hoch wie das Gebärmutterkrebsrisiko. Deshalb tendieren wir dazu, nur Weibchen kastrieren zu lassen, bei denen es eine medizinische Indikation gibt.

Risiken einer Kastration

Die Folgen der (weiblichen) Kastration sind beim Kaninchen bisher leider nicht umfassend untersucht worden. Während man eine Weile dazu tendierte, Haustiere grundsätzlich zu kastrieren, wendet man sich mittlerweile immer mehr wieder von diesem Trend ab. Nicht nur beim Kaninchen, sondern auch bei anderen Haustieren.

  1. Narkoserisiko, Wundheilungsstörungen, Komplikationen nach der Operation
  2. Gewichtszunahme nach der Kastration (und dadurch zahlreiche Folgeerkrankungen wie z.B. Arthrose)
  3. Inkontinenz, die Tiere können nicht mehr kontrolliert den Urin abgeben (in Folge oft auch Blasenentzündungen und dadurch Steinbildung)
  4. Osteoporose, brüchige Knochen/Zähne

Unsere Empfehlung:

Jeder Halter sollte sich umfassend mit diesem Thema befassen, um sich ein eigenes Bild zu machen. Zudem ist es sehr wichtig, die Anzeichen für Gebärmutter-Erkrankungen zu kennen und wenn diese auftreten schnell zu reagieren. Je nach Haltungsform sind die Kaninchen nicht immer unter intensiver Beobachtung sondern werden nur gefüttert und versorgt, so dass Erkrankungen unerkannt bleiben können. Für diese Tiere raten wir über eine vorbeugenden Weibchenkastration nachzudenken. Ebenfalls, wenn ein Tier durch häufige Hitzigkeit oder Scheinträchtigkeit stark gestresst wird. Sollten Anzeichen auftreten, die für eine Gebärmuttererkrankung sprechen, empfehlen wir das Kaninchen medizinisch untersuchen zu lassen und ggf. zu kastrieren.

Anzeichen für Gebärmutter-Erkrankungen: Aggressivität, Unruhe, Schmerzen beim Abtasten, häufige Scheinschwangerschaften (bis zu 2 oder 3x im Jahr ist ganz normal, ist das Weibchen dauerhaft schweinwanger, ist es hingegen auffällig), Scheidenausfluss, allgemeine Krankheitszeichen wie Mattigkeit, geringe Nahrungsaufnahme, Abmagerung bei einem recht dicken Bauch oder sogar einer Gewichtszunahme.

Tipps zur Pflege nach der Kastration
Was tun, wenn das Kaninchen nicht frisst? Wie hält man das Kaninchen davon ab, die Fäden zu ziehen? Und vieles mehr!
Weibchenkastration-Flyer zum selbstausdrucken

155 Antworten zu “Geschlecht & Kastration”

  1. Janna sagt:

    Hallo liebes Kaninchenwiese-Team,

    Nach langem überlegen lassen wir nächste Woche unsere drei Weibchen kastrieren. Wir haben noch einen kastrierten Rammler. Meine Frage ist nun ab wann wir alle Tiere wieder zusammenbringen können? Geht das schon direkt an dem Tag nach der Op oder sollte man erstmal alle Tiere trennen?

    Danke und liebe Grüße Janna

  2. Freya sagt:

    Liebes KaninchenWiese Team

    Wir haben einen 2 jährigen Rammler, unkasteriert, der nie Probleme mit anderen Männchen hatte, welche letztes Jahr leider dem RHD 2 Virus zu Opfer vielen, da er der einzigste Überlebende war, musste schnell ein Partner her. Also haben wir wieder einem Rammler genomnen, da wir ja vorher keine Probleme damit hatten. Nun spritzt der neue Rammler ständig rum und unser alter sein Fell ist schon völlig verklebt gewesen. Nun haben wir sie getrennt, sie sehen sich zwar am Zaun haben aber keinen KörperKontakt. Denkt ihr es reicht den jungen zu Kastrieren oder sollten wir lieber einen neuen jungen holen und den dann gleich kastrieren und dem jungen ein neues Zuhause suchen? Liebe Grüße

  3. Bianca sagt:

    Hallo, da ich früher einmal gezüchtet habe, habe ich nun 3 generation bei mir und das sind insgesamt 3 weibchen und 3 rammler. die 3 rammler sind alle 3 jahre alt, Die weibchen sind 5,4,3 jahre alt. nun meine frage: ich lasse jetzt alle kastrieren und wie soll ich sie dann zusammenführen? Alle auf einmal oder 3 zweier gruppen und dann alle zusammen oder mit zwei starten und dann immer eins dazu? und sind pro tier 80€ für eine kastration nicht zu überteuert? danke für eine antwort

    • Hallo Bianca, 80€ ist ein normaler Kastrationspreis, bei drei Rammlern bekommst du aber evtl. einen günstigeren Preis. Achte nur darauf, dass die Narkose für Kaninchen geeignet ist (Inhalationsnarkose kombiniert mit Injektion, oder voll antagonisierbare Injektionsnarkose) und der Tierarzt wirklich kaninchenkundig ist. Ich würde danach alle auf einmal vergesellschaften (4 Wo. warten, so lange sind die Rammler zeugungsfähig).
      Liebe Grüße
      Viola vom Kaninchenwiese-Team

  4. Sandra S. sagt:

    Liebes Kaninchenwiese Team ,

    am 23.4. 2018 ist mir genau das passiert , was ihr oben beschrieben habt , ich wollte meine geliebte kleine Luna ( 1 Jahr alt , aus dem Tierheim) kastrieren lassen und sie starb in der Narkose. Für mich brach eine Welt zusammen an diesem Tag. Ich hatte Luna zuvor beim Tierarzt vorgestellt , weil sie neben einer kleinen Zahnfehlstellung sehr damit beschäftigt war Nester zu bauen und sass teilweise sogar nur starr mit dem Heu im Mäulchen im Eck. Da ich so ein Verhalten noch nie bei einem meiner anderen Weibchen gesehen hatte. Selbst mein unkastriertes Weibchen hatte noch nie ein Nest gebaut in ihrem Leben obwohl sie schon 3 Jahre alt war und mein kastriertes Weibchen erst recht nicht. Daher hatte ich Angst , dass Luna unter hormonellem Stress steht. Sie hat mit dem Nester bauen vor ein zwei Monaten erst angefangen und jetzt frage ich mich , ob ihr Nestbautrieb noch im normalen Rahmen lag und ich besser auf die Kastration hätte verzichten sollen. Ich habe jetzt auch Angst vor weiteren Kastrationen bei meinen jüngeren Mädchen. Meine Tiere leben paarweise in einem für sie unterteilen Zimmer ( jedes Paar bewohnt ein Drittel des Zimmers ) . Da ich zwei Weibchen verloren hatte , hatte ich eben nun zwei Mädchen aus dem Tierheim geholt , Luna und Ruby. Aber ich habe nach Lunas Kastrationsdrama solche Angst davor , das noch einmal zu erleben. Worauf muss ich achten , um wirklich sagen zu können , dass sich Nestbau im normalen Rahmen bewegt ?

    Liebe Grüße ,

    Sandra

    • Hallo Sandra,
      mal ein Nest im Frühjahr ist ganz normal, problematisch sind eher Tiere, die gar nicht mehr aufhören (über Monate…) oder alle 2-3 Wochen Nest bauen. Dann sollte man einen Ultraschall machen lassen. Bei den Impfungen kann man schauen, ob die Gebärmutter tastbar ist (wenn du einen kaninchenkundigen Tierarzt hast) und wenn ja, ebenfalls einen Ultraschall machen lassen. Sollte eine Kastration nötig sein, so lasse die nur bei einem kaninchenkundigen Tierarzt durchführen (das sind 90% der Tieraräzte nicht!) und frag genau nach der Narkose (voll antagonisierbare Narkose und möglichst viel Überwachungsstandards): http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=18735
      Liebe Grüße
      Viola vom Kaninchenwiese-Team

  5. Marlena sagt:

    Hallo,
    Bis zur wievielten Woche sollte man einen deutschen Riesen (Mix) spätestens frühkastrieren lassen, sodass er danach gleich zum Weibchen darf? Und was ist der späteste Zeitpunkt für eine frühkastration?

    Und wie viel Zeit sollte zwischen Impfung und kastration liegen?

    Liebe Grüße
    Marlena

    • Hallo Marlene, das lässt sich nicht pauschal sagen, Deutsche Riesen sollten meist bis zu 16. Woche kastriert werden, bei Mixen ist es jedoch früher (wann genau ist nicht gut beurteilbar). Die Hoden dürfen noch nicht abgestiegen sein damit es eine Frühkastra ist. Im Zweifelsfall lieber früher als später. Große Kaninchen kann man recht gut kastrieren, da sie ein höheres Gewicht haben.
      Liebe Grüße
      Viola vom Kaninchenwiese-Team

  6. Antonia B. sagt:

    Liebes Kaninchenwiese-Team,
    Wir haben zwei kastrierte Männchen. Beide haben sich sehr gut verstanden, nun ist aber leider der Ältere aufgrund von Krankheit vor zwei Tagen verstorben. Nun möchten wir für das junge hinterbliebene Männchen (ca 1 Jahr alt) gerne so schnell es geht ein neues Partnertier finden. Wir sind uns aber unsicher ob nochmal ein kastriertes junges Männchen oder ein Weibchen für die Vergesellschaftung besser wäre. Was würdet ihr uns raten?
    Danke und Liebe Güße
    Antonia

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Antonia,
      eine Zusammenführung sollte nach Möglichkeit mit einem Weibchen stattfinden. Männchen und Weibchen verstehen sich in der Regel immer. Es sollte nur auf die Aktivität geachtet werden, diese sollte ähnlich bei beiden sein.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

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