Krankenversicherung für Kaninchen?

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Zahnerkrankungen sind bei einem der Anbieter mit versichert, beim anderen leider ausgeschlossen bzw. nur zu 50% versichert (Plus-Schutz), obwohl sie beim Kaninchen keine Frage des Aussehens, sondern der Gesundheit sind, da sie nachwachsende Zähne haben.

Eine Tierversicherung für Kaninchen

Sinnvolle Investition oder Mogelpackung?

Was bis vor einiger Zeit noch als „Zukunftswunsch“ zwischen Kaninchenhaltern diskutiert wurde, ist mittlerweile vom Verischerer Petplan auch in Deutschland eingeführt worden: Kaninchen können krankenversichert werden. Ein zweiter Versicherer hat sich nun auch an die Kaninchen getraut.

Damit man als Halter jedoch abschätzen kann, ob eine Krankenversicherung für das eigene Kaninchen sinnvoll ist, und wenn ja welche, sollte man sich genau erkundigen, welche Erkrankungen ausgeschlossen sind und die Hintergründe genau kennen.

Für die meisten Halter scheinen diese Angebote jedoch immer noch eher uninteressant zu sein, da der Versicherer insbesondere Zahnerkrankungen ausschließt bzw. im Plus-Schutz zu 50% abdeckt. Hier kann sich ein Blick auf die Leistungen des anderen Anbieters lohnen, der Zahnerkrankungen mitversichert.

Für wen ist die Versicherung sinnvoll?

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Eine Krankenversicherung kann eine sichere Versorgung im Krankheitsfall ermöglichen und die Kosten kalkulierbar machen.

Wer das Geld als Rücklage hat, und so Tierarztkosten problemlos begleichen kann, auch wenn sie mal höher sind, braucht nicht unbedingt eine Versicherung. Dann kann es eine Alternative sein, das Geld monatlich in ein Sparschwein zu stecken oder auf ein separates Konto zu überweisen.
Für andere Halter bietet die Versicherung eine hohe Sicherheit, gerade wenn sie wenig Geld zur Verfügung haben. So sind die Gesundheitskosten kalkulierbar und das Tier immer gut versorgt, wenn etwas sein sollte. Sofern man die Ausschlüsse kennt und sich dieser bewusst ist, kann man damit auch entsprechend umgehen.

Bedenken Sie, dass Tierarztkosten recht schnell in den vierstelligen Bereich gehen können!

Manche Rassen haben eine Neigung zu bestimmten Krankheiten, z.B. erkranken Widder sehr häufig an einer Otitis, die ggf. mal eben einer Operation in Höhe von 1000€ je Ohr bedarf. Auch für eine Operation hinter dem Auge (z.B. wenn ein Abszess dahinter entsteht) können spontan Tierarztkosten von vielen hundert Euro auftreten. Die intensivmedizinische, stationäre Versorgung von Kaninchen mit Magendilatation oder unklarer lebensbedrohlicher Erkrankung (z.B. mit Nahrungsverweigerung oder Atemnot einhergehend) kann ggf. in die Tausende gehen. Sind Sie in der Lage, solche Kosten spontan zu stämmen? Ansonsten ist eine Versicherung anzuraten!

Wer wartet, bis das Tier (chronisch) erkrankt ist, bekommt leider bei den momentanen Angeboten keinen Versicherungsschutz mehr oder die Erkrankung wird komplett ausgeschlossen!

Fragen, Erfahrungen oder Unklarheiten?

Fragen, Infos und Austausch zu den Erfahrungen mit der Krankenversicherung von Kaninchen: Facebook-Gruppe für die Krankenversicherung von Kaninchen

Krankenversicherung und E. Cuniculi?

Etwa 40% der Hauskaninchen in Deutschland sind Studien zufolge EC-positiv, d.h. sie tragen den Erreger in sich, man weiß nicht, ob er mal ausbricht. Es macht Sinn, den EC Titer als Vorsorge bestimmen zu lassen, um angesteckte Kaninchen ausfindig zu machen, denn dann kann man sie mit ganz einfachen Mitteln vor der Erkrankung schützen und steckt keine Kaninchen bei Vergesellschaftungen an.

Wer den Bluttest machen möchte, sollte unbedingt erst eine Krankenversicherung abschließen, denn wenn das Kaninchen ungetestet ist (auch wenn es eigentlich EC tragen könnte), kann es versichert werden. Nach der Karenzzeit kann der Test vorgenommen werden, auch wenn das Kaninchen dann EC positiv getestet wird, ist das kein Problem. Wird der Test vor dem Versicherungsabschluss oder in der Karrenzzeit gemacht, so gilt es als Vorerkrankung und das Kaninchen kann bei Tierdirekt nicht mehr versichert werden, bei Petplan ist eine Versicherung EC-positiver Kaninchen teils mit Ausschlüssen möglich.

Auch wenn diese Vorgehensweise der Versicherungen keinen Sinn ergibt, da das Kaninchen ganz normal versichert werden würde, wenn man den Test nicht macht, sollte man die Vorgehensweise unbedingt beachten!

Was kann man tun, wenn man zu einem EC-positiven Kaninchen ein neues Kaninchen dazu adoptieren möchte? In diesem Fall sollte das Kaninchen auch EC-positiv sein, da EC-negative Kaninchen sowieso angesteckt werden würden. Um es krankenversichern zu können, kann man ein Kaninchen in der Notstation adoptieren, direkt versichern und erst nach der Karenzzeit testen lassen und dann ggf. dazu vergesellschaften. Sollte es EC negativ sein, kann man per Übergabevertrag an die Notstation das Tier zurück geben, so dass die Krankenversicherung automatisch endet.

Achtung: Karenzzeit/Wartezeit beachten!

Alle Krankenversicherungen haben eine sogenannte Karenzzeit: Treten in diesem Zeitraum Erkrankungen auf, so sind sie teils lebenslang in der Versicherung ausgeschlossen, zudem werden die Kosten für diese Krankheiten nicht übernommen! Unfälle, die in der Karenzzeit auftreten, werden ganz normal übernommen.

Welche Krankenversicherungen gibt es für Kaninchen?

Petplan ist der erste deutsche Versicherungsanbieter gewesen, der eine Krankenversicherung für Kaninchen auf den Markt brachte, allerdings vertreiben ein paar Portale die Petplan-Versicherung unter ihrem eigenen Namen (z.B. tierversicherung.biz): zur Kaninchen-Petplankrankenversicherung
Man kann dabei zwischen drei verschiedenen Tarifen mit unterschiedlichen Leistungen wählen. Eine Übersicht davon: Leistungen

Mittlerweile gibt es einen zweiten Versicherer, die TIERdirekt, sie deckt mehr Leistungen ab und ist dafür etwas teurer. Zur Versicherung

Der Anbieter tierversicherung.biz ist kein echter Versicherer, sondern ein Versicherungsmakler, der die Petplan-Versicherung vertreibt!

Was kostet eine Kaninchenkrankenversicherung?

Je nach Alter und Risikogruppe, kann der Betrag sehr unterschiedlich ausfallen. Wer eine reine OP-Versicherung möchte, kann für gut 6€/Monat den OP-Kostenschutz für ein Jungtier wählen. Genauere Preise kann man in den Tabellen unten nachschauen und auch bei den Anbietern direkt im Online-Formular ermitteln.

Übersicht der unterschiedlichen Tarife als Entscheidungshilfe

Bitte lest noch einmal zusätzlich die Versicherungsbedingungen, da die Tarife ständig angepasst werden.

TIERdirekt Vollversicherung TIERdirekt OP-Versicherung
Wartezeit nach Abschluss8 Wochen (Unfälle nach 24 Std. versichert)8 Wochen (Unfälle nach 24 Std. versichert)
Eigenanteil der Kosten0%; ab 5. Lebensjahr 15%0%; ab 5. Lebensjahr 15%
Jahresselbstbeteiligung0€; 35€ und 85,-€ wählbar0€
Gedeckter GOT-Satzbis zum 2-fachen, Notdienst 4-fachen Satzbis zum 2-fachen, Notdienst 4-fachen Satz
Deckungsumme/Jahrunbegrenztunbegrenzt
Wichtige Ausschlüsse (was ist nicht versichert?) – vor Versicherungsabschluss oder während der Wartezeit bereits bestandene Erkrankungen und deren Folgeerkrankungen sowie angeborene Fehlbildungen
– Vitamin- und Mineralstoffpräparate
– Krankheiten durch Trächtigkeit/Geburt (nur für Züchter relevant)
– Hormonbehandlungen (z.B. Suprelorin-Chip – chem. Kastration)
– Kastration und Sterilisation (außer bei Erkrankungen oder bei Abschluss eines 3-Jahresvertrages)
– verhaltenstherapeutische Diagnostik/Behandlung/Medikation
– Operationen des Kryptorchismus (außer beim 3-Jahresvertrag)
– Epidemien und Pandemien (RHD(2), Tularämie, Myxomatose) sowie Behandlungen durch fehlenden Impfschutz
– Als Pflegemittel zugelassene Arzneimittel
– Krankheiten die in der Karenzzeit auftraten.
Deckt nur Operationskosten, unmittelbar im Zusammenhang mit der OP stehende Behandlungen/Diagnostik und die darauffolgende Behandlung in der Klinik ab. Sonstige Ausschlüsse siehe TIERdirekt Vollversicherung.
Kastrationen ohne medizinische Indikation werden grundsätzlich nicht übernommen. Außerdem in der OP-Versicherung ausgeschlossen: Biopsie, Punktion, diagnostische Endoskopie, diagnostische Laparotomie.
Alternative TherapienBis 8 Behandlungen pro Versicherungsjahr: Physiotherapie, Osteopathie, Chiropraktik, Nadeltherapie, Laserakupunktur, Magnetfeldtherapie und Neuraltherapie.
Homöopathie, Goldimplantate
Ja – In direktem Zusammenhang mit einer OP – siehe TIERdirekt Vollversicherung
ImpfungenRHD1 und RHD2, Myxomatose (Core Impfungen der StIKo Vet) werden übernommennicht enthalten
Eindeutige Kennzeichnung (Chip)vorgeschrieben – die Kosten dafür werden jedoch nicht übernommenvorgeschrieben – die Kosten dafür werden jedoch nicht übernommen
Abrechnung mit dem TierarztJa, wählbarJa, wählbar
Gesundheitsdaten vor AufnahmeAbfrage der letzten 12 Monate sowie chronische Erkrankungen. Ggf Gesundheitszeugnis auf AnfrageAbfrage der letzten 12 Monate sowie chronische Erkrankungen. Ggf Gesundheitszeugnis auf Anfrage
KündigungTierdirekt verzichtet nicht darauf, im Schadensfall zu kündigen. Bisher sind uns jedoch keine Kündigung des Versicherers bekannt.Tierdirekt verzichtet nicht darauf, im Schadensfall zu kündigen. Bisher sind uns jedoch keine Kündigung des Versicherers bekannt.
Aufnahmealter8 Wochen bis 3 Jahre (solange das Kaninchen nicht 4 geworden ist)8 Wochen bis 3 Jahre (solange das Kaninchen nicht 4 geworden ist)
Kosten/Monat
(Stand 4/2022)
85€ Selbstbeteiligung:
Bis 2 Jahre: 18,31€
3 Jahre: 21,32€
35€ Selbstbeteiligung:
Bis 2 Jahre: 24,17€
3 Jahre: 27,41€
0€ Selbstbeteiligung:
Bis 2 Jahre: 29,24€
3 Jahre: 32,51€

Außerdem 5% Mehrtierrabatt (ab dem 2. Kaninchen)
Zur Versicherung
Ab 9,90 € (bis 2 Jahre), 10,29€ (3 Jahre)

Außerdem 5% Mehrtierrabatt (ab dem 2. Kaninchen)
Zur Versicherung

Petplan Plus
Beachten Sie, dass sich in vielen Fällen der Plus-Schutz lohnt, denn dieser ist kaum teurer als der Basis-Tarif und deckt auch Zahnbehandlungen zu 50% ab.
Petplan BasicPetplan OP-Versicherung
Wartezeit nach Abschluss30 Tage (Unfälle sind nach 24h versichert)30 Tage30 Tage
Eigenanteil der Kosten20% bzw. teils 50% (CT, MRT, Zähne…)20%20%
Jahresselbstbeteiligung0€0€0€
Gedeckter GOT-Satzbis zum 4-fachen Satzbis zum 4-fachen Satzbis zum 4-fachen Satz
Deckungsumme/Jahr4.000€3.000€2.000€
Wichtige Ausschlüsse (was ist nicht versichert?) – Impfungen
– Parasitenmittel (Wurmkuren, Kokzidien)
– sonstige Vorsorge

– vor Versicherungsabschluss oder während der Wartezeit bereits bestandene Erkrankungen und deren Folgeerkrankungen sowie angeborene Erkrankungen
– Vitamin- und Mineralstoffpräparate
– Krankheiten durch Trächtigkeit/Geburt (nur für Züchter relevant)
– Tierarzt-Zweitmeinungen (Überweisungen zum Fachtierarzt sind abgedeckt)
Kastration und Sterilisation (auch bei Erkrankungen!)
– chemische Kastration, Hormonbehandlungen (z.B. Suprelorinchip)
– Epidemien und Pandemien (RHD(2), Tularämie, Myxomatose) – Als Pflegemittel zugelassene Arzneimittel
– Krankheiten die in der Karenzzeit auftraten
– Notdienstgebühren
– Klinikkosten ab dem 11. Tag
– Nur Übernahme von 50% bei:
CT, MRT, DVT…
Zahnbehandlungen
Physiotherapie
Verhaltenstherapie
– Impfungen
– Parasitenmittel (Wurmkuren, Kokzidien)
– sonstige Vorsorge

– vor Versicherungsabschluss oder während der Wartezeit bereits bestandene Erkrankungen und deren Folgeerkrankungen sowie angeborene Erkrankungen
– Vitamin- und Mineralstoffpräparate
– Krankheiten durch Trächtigkeit/ Geburt (nur für Züchter relevant)
– Tierarzt-Zweitmeinungen (Überweisungen zum Fachtierarzt sind abgedeckt)
Kastration und Sterilisation (auch bei Erkrankungen!)
– Epidemien und Pandemien (RHD(2), Tularämie, Myxomatose)
– Als Pflegemittel zugelassene Arzneimittel
– Krankheiten die in der Karenzzeit auftraten
– Notdienstgebühren
– Klinikkosten ab dem 11. Tag
– CT, MRT, DVT…
– Zahnbehandlungen
– Physiotherapie
– Verhaltenstherapie
Deckt nur Operationskosten, unmittelbar im Zusammenhang mit der OP stehende Behandlungen/Diagnostik und die darauffolgende Behandlung in der Klinik ab. Sonstige Ausschlüsse siehe Petplan Basic.
Alternative TherapienAkupunktur, Homöopathie, Chiropraktik und Akupunktur werden bezahlt, wenn sie von einem Tierarzt durchgeführt werden.Akupunktur, Homöopathie, Chiropraktik und Akupunktur werden bezahlt, wenn sie von einem Tierarzt durchgeführt werden.Nicht enthalten.
ImpfungenNicht enthaltenNicht enthaltenNicht enthalten
Eindeutige Kennzeichnung (Chip)Nicht notwendig – die Kosten dafür werden jedoch übernommenNicht notwendig – die Kosten dafür werden jedoch übernommenNicht notwendig – die Kosten dafür werden jedoch übernommen
Abrechnung mit dem TierarztNicht möglichNicht möglichNicht möglich
Gesundheitsdaten vor Aufnahme Abfrage der letzten 12 Monate sowie chronische Erkrankungen. Ggf Gesundheitszeugnis auf Anfrage.Abfrage der letzten 12 Monate sowie chronische Erkrankungen. Ggf Gesundheitszeugnis auf AnfrageSiehe Petplan Plus
KündigungPetplan verzichtet darauf, im Schadensfall zu kündigen. Es sind uns jedoch zahlreiche Kündigungen teurer/kranker Kaninchen des Versicherers bei Ablauf des Vertrages (statt einer automatischen Verlängerung) bekannt. Siehe Petplan PlusSiehe Petplan Plus.
AufnahmealterBis 4 Jahre (solange das Kaninchen nicht 5 Jahre geworden ist)Bis 4 Jahre (solange das Kaninchen nicht 5 Jahre geworden ist)Bis 4 Jahre (solange das Kaninchen nicht 5 Jahre geworden ist)
Kosten/Monat
(Stand 4/2022)
Ab 10,54€ (Jungtier), 16,08€ (2 Jahre), 17,84€ (4 Jahre), außerdem 5% Mehrtierrabatt (ab dem 3. Kaninchen)
Zur Krankenversicherung
Ab 10,30€ (Jungtier), 15,73€ (2 Jahre), 17,45€ (4 Jahre), außerdem 5% Mehrtierrabatt (ab dem 3. Kaninchen)
Zur Krankenversicherung
Ab 6,29€ (Jungtier), 9,60€ (2 Jahre), 10,56€ (4 Jahre), außerdem 5% Mehrtierrabatt (ab dem 3. Kaninchen)
Zur Krankenversicherung

Achtung! Uns sind einige Kündigungen bei der Petplan-Versicherung bekannt. Der Versicherer lockt mit günstigen Tarifen und kündigt oft Tiere, die (chronisch) krank sind. Das heißt, Leute zahlen teils jahrelang ein und werden dann gekündigt, wenn ihr Tier alt und/oder krank ist und keine Chance auf eine neue Versicherung hat! Dafür muss das Tier noch nicht einmal „schwer erkranken“, es reicht, wenn mehr ausgezahlt als eingezahlt wurde. Uns selbst hat es ebenfalls getroffen, Bruno hat weder eine chronische Erkrankung, noch war er „extrem teuer“:
Versichert seit März 2019 und ca. 161€ Jahresprämie ( = ca. 322€ gesamt bisher eingezahlt)
Bisherige Schadensauszahlungen: Juli 2020 € 46,54; Januar 2021 550,26 = Gesamt = 596,80 € in 2 Jahren
Dann wurde er gekündigt!


Erfahrungsbericht von Astrid

„Kaninchen sind einfache Tiere.“ „Kaninchen sind kostengünstig“ – haben sie gesagt. Tatsächlich ist es alles andere als das. Kaninchen sind die anspruchsvollsten Haustiere die ich je hatte. Und die teuersten. Nachdem mein meine liebe Flocke extreme Zahnprobleme hatte, die mich sehr viel Geld gekostet haben, und letztendlich leider an den Folgen von Fliegenmadenbefall starb, suchten wir für den hinterbliebenen Partner eine neue Freundin. Sternchen sollte es werden. Gesund, geimpft, kastriert. Ich war sehr glücklich darüber. Bis im Dezember 2018 ein Mamatumor zum Vorschein kam, sowie heftige Atemgeräusche. Im Januar 2019 blieb Sternchen 13 Tage stationär in der Tiermedizinischen Hochschule Hannover. Röntgen, Blutbild, CT, Endoskopie, Herzultraschall. Ich veranlasste alles, was Sternchen noch helfen konnte. Leider stieß ich hier auch an meine finanziellen Grenzen und ich war über die Ratenzahlung sehr froh. Vier Monate später verstarb leider auch Sternchen an den Folgen – der Luftröhrentumor ist trotz Therapie so extrem gewachsen, dass sie kaum noch Luft bekam. Wir mussten sie leider gehen lassen. Nach Flocke und Sternchen wollte ich erst einmal keine Tiere mehr, denn es hat mich jedesmal sehr viel Geld gekostet. Geld, was ich gerne ausgab, denn schließlich wollte ich helfen. Schließlich habe ich die Verantwortung. Nun stand mein Aus- und Umzug an und ich war mir immernoch sicher, keine Kaninchen mehr haben zu wollen. „Wir haben schon gewettet, ob Du Dir wieder Kaninchen holst“ „Mit Deinem Wissen keine Kaninchen mehr zu halten wäre sehr schade.“ – Sätze die mir durch den Kopf gingen. Eines Tages bekam ich die Anfrage, ob ich Tiere aus einer Dissertationsarbeit aufnehmen würde oder jemanden kenne. Ich lies mir Bilder schicken und von da an war es erneut um mich geschehen. Ich wollte unbedingt zwei der geschundenen Seelen ein neues liebevolles Zuhause geben. So gab ich meine Zusage und fuhr sie einige Tage später besuchen um sie persönlich kennenzulernen. Wunderhübsche Tiere. Maja und Willi sollten sie heißen. Aufgrund der Erfahrungen im Bereich der Zahnproblematik, aber auch mit Otitis-Geschichten bei Widderkaninchen entschied ich mich dazu, eine Krankenversicherung für die beiden abzuschließen. Ich lies mich telefonisch beraten und entschied mich dann eindeutig dazu, die beiden zu versichern. So bin ich im ernstfall vor einer Finanziellen Notlage abgesichert und weiß, dass ich nicht komplett die Kosten für z. B. Eine Otitis-OP tragen muss (Anmerkung: Widderkaninchen sind dafür sehr anfällig). Da beide Tiere gesund sind, ist eine derartige Versicherung kein Problem. Es werden zudem Teile für Impfung und Vorsorge übernommen – das ist meines Erachtens nach auch sehr gut. Ich kann jedem Kaninchenhalter, dessen Tiere gesund sind, raten, eine derartige Versicherung abzuschließen. Kaninchen können heute Kerngesund und morgen sehr krank sein. Das hat mir die Erfahrung leider gezeigt.

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