Arthrose, Spondylose, HD (Hüftdysplasie) beim Kaninchen

Was ist eine Arthrose, Spondylose und HD?

Arthrose = übermäßiger, schmerzhafter Gelenkverschleiß der Knorpelschicht, besonders an der Wirbelsäule und den Gelenken. Anfangs hat das Kaninchen beim Aufstehen Schmerzen, wenn es sich einläuft gehen die Schmerzen weg und kommen nur bei übermäßiger Bewegung wieder. Später hat es auch im Ruhezustand Schmerzen. Um den Knorpelverlust auszugleichen, versucht der Körper mit Knochenwucherungen der Artrhose entgegen zu wirken, das verstärkt jedoch oftmals die Schmerzen, da es die Nerven behindert.

Spondylose = schmerzhafte Abnutzungserscheinung an der Wirbelsäule (Wirbelsäulen-Arthrose) mit Veränderungen an den Wirbelkörpern, die Wirbelsäule versteift langsam. Durch den Verschleiß der Bandscheiben und Bänder, ist die Wirbelsäule weniger beweglich, das Kaninchen versteift. Der Körper bildet zum Ausgleich Knochenwucherungen, die oft schmerzhaft sind.

Hüftdysplasie = schmerzhafte  Fehlstellungen und Störungen der Verknöcherung des Hüftgelenks, die Gelenkpfanne ist nicht tief genug, der Gelenkkopf wird dadurch fehlgebildet. In der Folge entsteht Arthrose. Der Körper bildet Knochenwucherungen, die sehr schmerzhaft sind.

Wie erkenne ich, dass mein Kaninchen betroffen ist?

An Arthrose, Spondylose und HD erkrankte Kaninchen bleiben oft lange Zeit unauffällig, da Kaninchen die Schmerzen kaum zeigen. Erst wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist, lassen sich oft ein paar wenige der folgende Anzeichen erkennen:

  • arthrose-sitz-kaninchenSie nehmen ab und zu eine Sitzposition ein, bei der sie die Hinterbeine sehr stark nach vorne schieben, so dass sie weiter vorne als die Vorderbeine liegen, diese Position schwächt die Schmerzen ab
  • Die Kaninchen bewegen sich weniger als früher
  • Gelegentlich kann man beim Sprung in die Toilette ein Hängenbleiben der Hinterläufe am Toilettenrand beobachten
  • Sprünge auf erhöhte Gegenstände werden seltener oder werden ganz vermieden
  • Die Kaninchen putzen ihr Hinterteil und die Hinterläufe unzureichend und nehmen den Blinddarmkot nicht auf, oft setzen sie sich in den eigenen Kot. Es kommt zu einem verschmutzten Hinterteil oder Verfilzungen im Fell.
  • Es wird seltener oder gar nicht mehr Männchen gemacht oder das Kaninchen fällt dabei um.
  • Die Kaninchen putzen sich in ungewöhnlichen Sitzpositionen, meist indem sie sich auf ihr Hinterteil setzen oder sich hinlegen:
    arthrose-kaninchenarthrose-kaninchen-putzt-sich

    arthrose vorderbeine

    Verdickte Gelenke an den Vorderpfoten

  • Ist die Krankheit bereits sehr stark fortgeschritten, ist manchmal ein wackeliges Rückrad zu beobachten, das Kaninchen knickt gelegentlich um. Oft ist der Gang auch nicht mehr so sicher und leicht wackelig.
  • Das Kaninchen verändert seine Gewohnheiten, liegt anders, sucht keine erhöhten Plätze auf, bewegt sich deutlich weniger.
  • Bei Kälte oder Hitze, bzw. Wetterschwankungen werden die Symptome stärker, allgemein schwankt der Zustand sehr stark.
  • Nach längerem Ruhen ist der Gang zunächst auffällig, das Kaninchen „läuft sich jedoch ein“ wenn es sich länger bewegt.

Eine sichere Diagnose ist durch ein Röntgenbild beim Tierarzt möglich.

Ursache: Wie entstehen Gelenkserkrankungen?

Klassisch sind Gelenkskrankheiten typische Alterserkrankungen, die erst im fortgeschrittenen Lebensalter auftreten. In Ausnahmefällen treten sie auch frühzeitig auf.

Folgende Ursachen sind für Arthrose, Spondylose und HD ursächlich (oft auch mehrere Ursachen):

  • ffManche Kaninchenrassen, insbesondere die Deutschen Riesen und andere sehr große Rassen, haben eine erbliche Veranlagung für Gelenkserkrankungen (ähnlich wie große Hunderassen), insbesondere für HD und in Folge dann auch für Spondylose und Arthrose, je nach Zuchtlinie kann die Veranlagung erheblich schwanken
  • Ein erhöhtes Körpergewicht (Adipositas, Übergewicht) führt zu einem erhöhten Gelenksverschleiß. Neben übergewichtigen Kaninchen sind große Rassen, die durch ihre Größe ein erhöhtes Gewicht tragen müssen, betroffen
  • Ein hohes Lebensalter begünstigt diese Erkrankungen, meist sind alte Kaninchen betroffen
  • Wird das Gelenk stark beansprucht, so können diese Erkrankungen verstärkt auftreten. Zur Vorbeugung sollten höhere Sprünge (z.B. auf hohe Etagen, auf Stalldächer etc.) verhindert werden, z.B. indem man Rampen und Geländer an erhöhten Plätzen anbringt. Außerdem ist ein weicherer Untergrund von Vorteil.
  • Viel gesunde, weniger belastende Bewegung beugt hingegen Gelenkserkrankungen vor. Zu wenig Bewegung kann Gelenkserkrankungen hingegen auslösen (z.B. Stallhaltung, Haltung im Käfig)
  • Eine Mangelernährung (zu wenig Futter, zu wenig Energie und Vitamine/Nährstoffe im Futter, ein unausgeglichenes Kalzium:Phosphor-Verhältnis, Fertigfutter aus dem Handel, kalziumreduzierte Ernährung…) oder mangelnde Vitamin D Synthese (kein direktes Sonnenlicht (ohne Fensterglas), keine UVB-Lampe, kein angereichertes Futter…) führen häufig zum Abbau von Kalzium im Knochen (Osteoporose) und anschließend zu Arthrose
  • Fehlstellungen der Gelenke/Gliedmaßen begünstigen Gelenkserkrankungen durch erhöhten Verschleiß
  • Durch Antibiotika-Gaben (Gyrasehemmer wie z.B. Enrofloxacin – Baytril & Marbofloxacin – Marbocyl) kann das Bindegewebe geschädigt werden, was zu Arthrose führt.
  • In Folge einer Arthritis (Gelenksentzündung, z.B. durch Verletzungen/Umknicken) kann es zur Arthrose (Gelenksverschleiß) kommen
  • Spondylose steht manchmal im Zusammenhang mit Stoffwechselerkrankungen, auch bei anderen Gelenkserkrankungen ist oft auffällig, dass diese besonders stark sind, wenn der Stoffwechsel oder das Immunsystem nicht gesund sind.

Therapie: Wie werden die Krankheiten behandelt?

Gelenkserkrankungen beim Kaninchen können leider nicht geheilt werden, außer es wird beispielsweise bei HD ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt, wie es bei Hunden verbreitet ist. Bei Kaninchen gibt es kaum Erfahrungswerte zu dieser kostspieligen Operation und da Kaninchen ihre Hinterbeine sehr stark belasten (Hoppeln) wird eine solche Operation von Experten nicht empfohlen. Bei der Behandlung geht es deshalb vorrangig darum, Schmerzfreiheit zu erreichen und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen oder aufzuhalten.

 Folgende Therapieansätze können kombiniert werden:

  • Schmerztherapie durch Schmerzmittel, bevorzugt Metacam (anfangs einmal täglich, später auch zweimal täglich möglich), evtl. kombiniert mit Novalgin. Durch das Schmerzmittel bewegt sich das Kaninchen mehr, dadurch gewinnt es an Lebensqualität und die Bewegung schwächt die Symptome ab. Metacam wird in der Regel absolut problemlos auch als Langzeit-Therapie vertragen, kann jedoch organische Erkrankungen verursachen oder verstärken (Magen-Darm-Trakt, Leber, Nieren…), deshalb wird empfohlen, es als Anfangs-Medikament einzusetzen und sobald durch andere (natürliche) Mittel Schmerzfreiheit erreicht ist, das Metacam so weit es geht zu reduzieren oder abzusetzen und nur in akuten Schüben ggf. wieder anzusetzen. Meist bleiben die Kaninchen dann auch durch die anderen Mittel schmerzfrei. Leider schlägt Schmerzmittel bei vielen Kaninchen jedoch kaum oder gar nicht an, besser helfen in diesen Fällen die natürlichen Medikamente. Um den Stress bei der Eingabe zu reduzieren ist es meist sinnvoll, es z.B. in zerdrückter Banane, Haferschmelflocken oder Bananensaft einzurühren, dann wird es problemlos gefressen. Eine günstigere Alternative zu Metacam ist Meloxidyl.
  • Homöopathisch hat sich Traumeel (bei akuten Arthrose-Schüben oder durchgängig) und Zeel (durchgängig gegeben) bewehrt. Die Wirkung setzt meist nach wenigen Wochen voll ein. Auch Ost Heel kann dauerhaft eingesetzt werden. In akuten Schüben ist außerdem Discus comp. möglich. Weitere mögl. Medikamente: Vermiculite, Rheuma-Heel und Rhododendroneel SN. Bevorzugt werden die Ampullen verwendet (wenn als Ampullen auf dem Markt), da sie zuckerfrei sind. Allerdings sind die Tabletten leichter zu verabreichen, was ebenfalls vorteilhaft sein kann
  • Ingwer-reibe-kaninchen-bananeEinige Futtermittel sind bei diesen Erkrankungen besonders wertvoll, da sie entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken können, durch die Gabe kann meist das Schmerzmittel langfristig etwas reduziert werden. Wenn die Kaninchen Ingwer fressen (länger anbieten), kann er im Gehege angeboten werden, ansonsten wird er geraspelt problemlos in zerdrückter Banane oder einem anderen leckeren Futter gefressen. Eine Alternative ist Ingwersaft, dieser kann oral eingegeben werden. Ingwer wirkt meist sogar besser als Schmerzmittel und wird oft unterschätzt. Weitere unterstützende Pflanzen sind Weidenzweige (oder Pappel-, Eschenrinde und -blätter), Fenchel, Löwenzahnwurzeln, Brennnesseln, Teufelskralle und Hagebuttenpulver. Ingwer-kaninchenAuch Omega-3-Fettsäuren (z.B. in Leinsamen und Sonnenblumenkernen) wirken oft unterstützend
  • Ein Medikament das mit Pflanzenextrakten arbeitet ist Rodicare Artrin, da es relativ neu ist, gibt es noch nicht sehr viele Erfahrungswerte.
  • Eine recht gute, wirksame Zusammensetzung hat ArthroGreen von cd vet
  • Recht gute Erfahrungen wurde mit Grünlippmuschel beim Kaninchen gemacht.
  • Hyaluronsäure als Nahrungsergänzungsmittel ist bei einigen Kaninchen mit Arthrose erfahrungsbasiert ein gutes Mittel. Nachgewiesen ist die Wirkung nur, wenn es direkt in die Gelenke gespritzt wird, dann wirkt es vergleichbar wie Cortison.
  • Wenn das Kaninchen übergewichtig ist, sollte es abnehmen um die Gelenke zu entlasten
  • Weiche Unterlagen als Schlafplatz, z.B. Hygiene- & Kunstlederbetten für Hunde (abwischbar) haben sich bewehrt.
  • Naturheilkunde-bei-Tieren bietet einige Präparate an, die aus chinesischen Kräutern zusammen gesetzt sind, z.B. gegen Arthrose ( Drynaria, Rejoint), und Erkrankungen des hinteren Bewegungsapparates (Backmotion), aber auch ein gut verträgliches Gelenk-Schmerzmittel (Analgos). Die Erfahrungswerte mit den Medikamenten sind unterschiedlich aber meist recht gut. Die Tabletten werden zum Teil freiwillig wie Leckerlis gefressen (Rejoint nicht).
  • Ebenfalls gute Erfahrungswerte gibt es mit Gladiator Plus Kleintier (als Kur oder dauerhaft), insbesondere wenn das Kaninchen allgemein geschwächt ist oder noch eine weitere Krankheit hat. Gladiator Plus reguliert das Immunsystem und führt dazu, dass sich das Kaninchen wiederum deutlich mehr bewegt, dadurch werden die Arthroseschmerzen stark reduziert. Es sollte bei jedem Arthrose-Kaninchen angewendet werden. 
  • Physiotherapie ist für Kaninchen leider nicht sehr weit verbreitet, Bewegungsübungen können jedoch helfen.
  • Zur Schmerzlinderung sind bei anderen Tierarten Goldimplantate verbreitet, dazu ist allerdings eine Operation nötig.

Sollte die Therapie nicht mehr anschlagen und der Verlauf sehr stark fortgeschritten sein, sollte irgendwann über eine Einschläferung nachgedacht werden, denn starke Schmerzen oder wenn das Kaninchen nicht mehr hoch kommt, bietet keine ausreichende Lebensqualität. Wenn man an diesem Punkt angelangt ist, kann auch mit Cortison behandelt werden (nicht vorher!).

Beispiel: Sepperl´s Behandlung

Erfahrungsbericht: Sepperl ist aus geringer Höhe vom Arm gesprungen und dabei mit den Hinterläufen umgeknickt aufgekommen. Er hatte schon davor Anzeichen für Arthrose wie den „Arthrose-Sitz“ und Hängen bleiben am Toilettenrand. Er hat sich danach kaum noch bewegt, lag in der Sonne und magerte stark ab. Röntgenbilder ergaben Hüftdysplasie, Arthrose und Spondylose, eine akute Arthritis durch den Sturz konnte ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. Er bekam anfangs Metacam.

Vorher
So lief er, wenn er noch einigermaßen gut gelaufen ist, denn oft ist er auch umgeknickt und hat sich kaum bewegt.

Das Matacam wirkte nur recht leicht, oft hatte ich das Gefühl, dass es gar nicht wirkt. Deshalb versuchten wir weitere Medikamente anzusetzen.

Kaninchen HD abgemagert Arthrose SpondyloseEr bekam:
Morgens Ingwer, Rejoint und Gladiator Plus in Banane, Backmotion und Analgos als Leckerli
Abends bekommt er Backmotion und Analgos sowie Zeel und Ost Heel, alles als Leckerli
Manchmal bekommt er noch eine zweite Portion Ingwer.
Außerdem biete ich viel Weide und Eiche an, die frisst er auch recht gerne.
Im akuten Schub und am Anfang durchgängig bekommt er Traumeel und Discus comp.

Auf den rechten Foto sehen Sie, wie mitgenommen und abgemagert er war.

Das Metacam habe ich nach einer Weile, als es ihm wieder deutlich besser ging, komplett abgesetzt (vorher langsam ausgeschlichen). Es geht ihm trotzdem unverändert gut.

Zwei Monate später

Sein Zustand schwankt etwas von Tag zu Tag aber ist recht gut und kein Vergleich zu vorher. Ich hätte es nicht für möglich gehalten… Er hat extrem zu genommen und wieder ein recht gutes Normalgewicht. Er bewegt sich deutlich mehr, wackelt deutlich weniger, knickt nicht mehr weg und turnt im Garten herum… Ganz leicht wackelt er hinten noch, aber kein Vergleich zu vorher… Ich hätte gar nicht gedacht, dass sich das Gelenk wieder stabilisieren kann…

Nachher

4 Monate später

DSC_0205Sepperl hatte zwischenzeitlich noch einen Hautpilzbefall durch sein schlechtes Immunsystem, wir haben weiter die oben genannten Medikamente gegeben und noch weitere Arthrose-Mittel wie z.B. ArthroGreen (plus) und RodiCare Artrin. Da er recht stabil war, merkte man kaum einen Unterschied, sein Zustand blieb weiter sehr stabil. Zusätzlich bekam er Schwarzkümmelöl und andere Haut-/Pilzmedikamente.

DSC_0211Wir haben es nun geschafft und er ist wieder absolut fit, springt auf recht hohe Gegenstände, wirkt absolut schmerzfrei und rennt sehr viel herum. Die Medikamente konnten wir deshalb sogar wieder absetzen. Sollte er wieder schlechter laufen, werden wir gleich wieder die Mittel ansetzen. Er hat auch wieder zugenommen und sogar noch ausreichend Winterspeck angesetzt. Nur Männchen machen kann er nicht mehr, aber das scheint ihn wenig zu stören.

Voher -Nachher
(vom abgemagerten, geschwächten Häufchen Elend zum stattlichen Rammler)
Kaninchen HD abgemagert Arthrose Spondylose DSC_0320

Mittlerweile hatte sich die Behandlung so eingependelt, dass er 3-4x wöchentlich Ingwer-Brei und Gladiator Plus Kleintier bekam. Außerdem gaben wir ihm gelegentlich auch Nahrungsergänzungsmittel in den Brei , die er zuvor durchgängig bekam. Wenn er ein schlechteres Gangbild hatte, setzten wir weitere Medikamente vorübergehend an und schlichen sie wieder aus, wenn es wieder besser ging.
Die Schübe waren mittlerweile sehr viel schwächer und seltener geworden.

Sepperl hat jahrelang mit Arthrose gelebt und sich aus dem akuten Zustand so erholt, dass er mit Unterstützung der Mittel problemlos sein restliches Leben gelebt hat. Er starb an einer Herzerkrankung.

111 Antworten zu “Gelenkserkrankungen”

  1. Eva ä sagt:

    Wie ist die Dosierung für zeel Tabletten für zergkaninchen

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Eva,
      du kannst deinem Kaninchen eine Tablette Zeel pro Tag unters Futter mischen.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

  2. Julia Bahn sagt:

    Hallo liebes Team von Kaninchenwiese. Wir kommen gerade mit unserem Kaninchen vom Tierarzt. Nachdem sie am Samstag in der Tierambulanz Metacam bekommnnhat, weil sie hinkte, saß sie das ganze Wochenende ,auch mit Metacam, sehr teilnahmslos in einer Ecke, trank und fraß sehr wenig. Auf dem heutigen Röntgenbild wurde festgestellt, das ihr rechtes Hüftgelenk nicht mehr einwandfrei ist, bzw der Gelenkkopf immer am Hüftknochen reibt und ihr das Schmerzen verursacht. Wir müssen bald wieder dort vorstellig werden, sind uns aber unsicher, was wir tun sollen. Uns wurden mehrere Möglichkeiten genannt … Operation, medikamentöse Therapie oder im schlimmsten Fall die Erlösung. Unsere Kaninchendame ist sechs Jahre alt. Haben sie einen Tipp für uns?

    • Hallo Julia,
      operieren kann man das nicht wirklich beim Kaninchen. Ich würde es medikamentös behandeln, auch mit Ingwer usw. (wie oben beschrieben).
      Viele Grüße
      Viola vom Kaninchenwiese-Team

  3. Silke Schroth sagt:

    Hallo liebes Kaninchenwieseteam. Seit ca 1 Woche zeigt mein 12jähriges Kaninchen ein unrhythmisches Bewegen des linken Hinterbeins, es ist leicht verzögert, er kippt schneller um bei ruckartigen oder im Kreis laufenden Bewegubgsabläufen – also passt alles zu den hier beschriebenen Symptomen, außer, dass er weiterhin sich viel bewegt und auch oft hoch und runter springt . Er wurde nicht geröngt, meine TÄ hat nach Untersuchung Metacam und Vitaminpräparat verordnet, das Meracam zeigt keine erkennbare Wirkung. Nun zu Frage 1: muss zum Röntgen eine Narkose verabreicht werden? Seine letzte Narkose zur Behandlung eines Zahnabszesses vor ca 4 Jahren hat er nur mühsam überstanden, das möchte ihm meine TÄ seitdem micht mehr zumuten. Frage 2: können die oben genannten Medikamente bzw unterstützenden Mittel auch ohne genaue Diagnose gegeben werden oder könnte sich dies negativ auswirken? Vielleicht könntet ihr mir Präparate empfehlen.Er hat in den letzten Monaten stark abgebaut und zudem eine starke Zahnfehlstellung, Äste knabbern geht also schonmal nicht. Vielen lieben Dank, Silke

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Silke,
      es gibt durchaus Kaninchen, bei denen Metacam langfristig eingesetzt wird. Es könnte sein, dass die Dosierung zu niedrig ist und daher keine Veränderung bringt. Jedoch wäre es sinvoll, den Grund für die veränderte Bewegung herauszufinden. Oftmals kann ohne Narkose geröngt werden. Dazu solltest du einen Tierarzt mit der Fachrichtung Orthopädie bzw. Chirurgie aufsuchen. Entsprechend der Diagnose kann dann die richtige Therapie ausgewählt werden. Mit der Gabe der oben aufgeführten Futtermittel bzw. der erwähnten pflanzlichen Mittel unterstützt du den gesamten Bewegungsapparat deines Kaninchens.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

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