kaninchen-feuchte-naseKaninchen-Krankheiten erkennen

Jedes Kaninchen kann mal krank werden. Um Krankheiten frühzeitig zu erkennen ist es wichtig, das Kaninchen täglich zu beobachten und bei kleinen Auffälligkeiten es sofort genauer unter die Lupe zu nehmen und ggf. einen Tierarzt aufzusuchen. Wie Sie Ihr Kaninchen richtig durchchecken können, erfahren Sie hier: Gesundheitscheck
Krankheits-Anzeichen sind beim Kaninchen meist unauffällig, schwerkranke Kaninchen fallen einigen Besitzern nicht auf. Daher kann ich nur dazu aufrufen, genau hinzuschauen und schon bei kleinen Auffälligkeiten zu handeln!

Viele Halter berichten, dass Ihre Kaninchen „plötzlich tot im Stall lagen“, fast immer gehen unscheinbare Krankheitszeichen dem Tod voraus (das Kaninchen war die letzte Zeit ruhiger als sonst, fraß weniger oder nichts, trank mehr Wasser…), das Tier wurde aber nicht dem Tierarzt vorgestellt. 

Von Vorteil ist ein enges Zusammenleben mit den Tieren, wer seine Kaninchen beispielsweise in freier Wohnungshaltung hält, erkennt Krankheitszeichen frühzeitig. Je besser man seine Kaninchen mit ihren Eigenheiten und Gewohnheiten kennt, desto eher fallen Veränderungen auf.

„Kaninchen und Meerschweinchen leiden leise, denn als „Beutetiere“ dürfen sie in freier Natur nicht als krank auffallen. Schon kleinste Krankheitsanzeichen sind deshalb immer ein Anlass, möglichst am selben Tag noch eine Tierarztpraxis aufzusuchen. Gute Beobachtung durch den Tierhalter und engmaschige tierärztliche Betreuung sichern auch kleinen Heimsäugetieren ein immer längeres Leben.“
Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt)

kaninchen gesund

 

Verhalten
„Mein Kaninchen verhält sich anders als sonst.“

aufgeblustertkltekrankkKaninchen sind in der Natur Fluchttiere und können sich deshalb nur schwer ausruhen. Sobald sie sich auffällig verhalten, werden sie die Beute von Greifvogel, Marder oder Fuchs. Deshalb zeigen unsere Hauskaninchen ebenso kaum eine Verhaltensänderung, obwohl sie starke Schmerzen haben oder schwer krank sind. Nehmen Sie deshalb Krankheitszeichen immer sehr ernst und suchen sie umgehend einen kaninchenerfahrenen Tierarzt auf (Notdienst).

Typische Krankheitsanzeichen:

  •  Ein Kaninchen bei der Fütterung nicht erscheint obwohl es sonst immer
    sofort da ist*
  • Es beim Freilauf nicht das Gehege verlässt obwohl es sonst schon an der
    Türe steht*
  • Es apathisch herumsitzt oder liegt*
  • Es sich plötzlich hoch heben oder bekuscheln lässt, bzw.es plötzlich zahm ist*
  • Es schlaff oder schlapp ist*
  • Es sich anders als gewohnt verhält*
  • Es sich zusammenkauert*
  • Es auf äußere Reize nicht reagiert*

Diese Krankheitszeichen sind ein Hinweis auf eine akute, schon weit fortgeschrittene Erkrankung, das Kaninchen befindetsich bereits in einem sehr schlechten, oft sogar lebensbedrohlichen Zustand. Ohne tierärztliche Hilfe droht der Tod. Es gibt sehr viele Krankheiten, die zu Grunde liegen können.


Gewicht
„Mein Kaninchen wirkt mager/hat abgenommen.“

kaninchen-abgemagertGewichtsschwankungen kommen durch den Winterspeck vor (Im Herbst eine Zunahme, im Frühjahr eine Abnahme). Sollte das Kaninchen jedoch plötzlich oder schleichend abmagern oder hager wirken, ist dies ein ernstes Zeichen für eine Erkrankung.* Hinter einer solchen Abmagerung können sehr viele Krankheiten stecken, z.B. Nierenversagen, Zahnerkrankungen oder Verdauungsstörungen. Meistens ist ein Blutbild nötig, um die Ursache herauszufinden.

Fressverhalten
„Mein Kaninchen frisst nichts oder weniger als sonst.“

Wenn ein Kaninchen die Nahrungsaufnahme verweigert* oder einstellt* (Verdauungsstörungen, Schmerzen, akute Erkrankungen), ist dies ein ernstes Krankheitszeichen. Ebenso wenn es fressen möchte aber das Futter wieder aus dem Mund fällt*, es nicht abbeißen kann* oder es bei der Nahrungsaufnahme stark speichelt (Mund- oder Zahnerkrankungen).* Sollte es die Nahrungsaufnahme reduzieren, ist das meist Hinweis auf eine schleichende, chronische Erkrankung, die u.U. bald lebensbedrohlich werden kann (z.B. Nierenversagen). Anders als bei Fleischfressern, darf man bei Kaninchen niemals abwarten sondern sollte umgehend den Tierarzt aufsuchen (Notdienst!).

kaninchen-kahlstellenFell- & Hautzustand
„Mein Kaninchen hat kahle Stellen im Fell, Wunden auf der Haut oder kratzt sich.“

Normal ist es, wenn Kaninchen im Frühjahr oder Herbst (Bei Wohnungskaninchen oft auch zeitversetzt) stark haaren. Es handelt sich dabei um den Fellwechsel. Wenn sich ein Kaninchenweibchen selber die Haare kaninchen-pfoten-offeneausrupft um ein Nest zu bauen, ist es (schein)trächtig, dies bedarf keine tierärztlichen Behandlung, außer es tritt sehr oft auf.* Wenn ein anderes Kaninchen ihm die Haare ausreißt, muss über eine neue Gruppenzusammenstellung oder andere Maßnahmen nachgedacht werden, bzw. wenn es sich oder einem anderen Kaninchen Stellen wund leckt oder stark beknabbert, muss die Ursache auch geklärt werden. In allen anderen Fällen ist ein Tierarzt aufzusuchen! z.B. wenn…

Kotfressen
„Mein Kaninchen frisst seinen oder fremden Kot.“

Kaninchen fressen ihren eigenen Blinddarmkot, dies ist ganz natürlich. Das Kaninchen darf nicht daran gehindert werden. Siehe hierzu auch „Blinddarmkot“ in der Kleinen Köttelkunde.

Augenveränderungen
„Die Augen meines Kaninchen sehen verletzt/krank aus.“

Augenerkrankungen erknennt man daran, dass…

  • die Augen tränen oder Ausfluss haben*
  • sie hervor-/rausstehen oder raushängen*
  • Verletzungen erkennbar sind*
  • das Kaninchen die Augen zusammenkneift oder häufig blinzelt*
  • die Lieder geschwollen sind*
  • die Augen gerötet sind*
  • die Augen lichtempfindlich sind*
  • die Nickhaut zu sehen ist*
  • ein Rand um das Auge ist*
  • das Auge trüb ist*
  • das Auge nicht mehr zu sehen ist*
  • die Augen komisch verdreht sind (nicht symmetrisch)*
  • Verletzungen des Augenlids zu erkennen sind*

Es empfiehlt sich einen Tierarzt, der auf Augenheilkunde spezialisiert ist, aufzusuchen. Machen Sie nicht den Fehler, „herum zu experiemntieren“, oft kostet es den Kaninchen ihr Augenlicht.


Verdickungen/Aufgebläht/hervorstehende Stellen
„Mein Kaninchen hat eine Schwellung oder einen Knubbel am Körper.“

kaninchen-abszessNormal ist ein hängender „Fettsack“ am Kinn der Kaninchen, die sogenannte Wamme. Bei starken Übergewicht könne auch Fettfalten entstehen. Alle anderen Schwellungen oder Knoten bzw. Umfangsvermehrungen sind behandlungsbedürftig*. Solche Symptome erkennt man durch Abtasten/Streicheln.
Der Tierarzt muss aufgesucht werden, wenn…

  • Schwellungen am Augenlid, im Genitalbereich etc. sichtbar sind* (oft durch DurchfallSyphilis oder Myxomatose)
  • Klumpen, die verschiebbar oder fest verankert sind, auftreten* (z.B. Abszesse, Tumoren…)
  • der Bauch oder ein Teil des Bauches hart/prall/aufgebläht ist* (Verdauungsstörungen)
  • das Gesäuge angeschwollen ist, obwohl das Kaninchen nicht (schein)trächtig ist*

Nase:
„Mein Kaninchen hat Nasenausfluss oder ist kahl an der Nase.“

Der Tierarzt muss aufgesucht werden, wenn…

  • die Nase Ausfluss hat*
  • die Nase verklebt ist*
  • die Vorderpfoten (durch Putzbewegungen) verklebt sind*
  • an der Nase sich Kahlstellen gebildet haben*
  • es niest*
  • es sich verstärkt die Nase putzt*

Die häufigste Ursache für Nasenausfluss sind Atemwegserkrankungen, es kommen jedoch auch andere Ursachen, z.B. Zahnerkrankungen in Betracht.

Kot-und Urinveränderungen
„Mein Kaninchen hat anderen Kot/Urin als sonst oder ist am Popo schmutzig!“

Hier verweise ich auf die Köttelkunde, die dabei hilft, Krankheiten am Kotzustand zu erkennen: Kleine Köttel- und Urinkunde

Es ist wichtig, regelmäßig eine Kotprobe auf Parasiten (Kokzidien, Würmer…) untersuchen zu lassen, da Darmparasiten unbehandelt zu Krankheiten wie z.B. Verdauungsstörungen, aber auch zu einer allgemeinen Schwächung führen. Mindestens einmal im Jahr vor der Impfung, besser zweimal, sollte Kot beim Tierarzt abgegeben werden.

  • Der Allgemeinzustand ist gut (Tierarzt spätestens am nächsten Tag aufsuchen)*
  • Der Allgemeinzustand ist schlecht (Notdienst!)*
  • Sollte das Kaninchen keinen Kot mehr absetzen, ist dies ebenso ein akutes Krankheitszeichen (Notdienst).*
  • Ausfluss aus der Scheide ist behandlungsbedürftig,* ebenso wenn es presst aber kein Urin absetzt. (Notdienst!)*

Zähneknirschen
„Mein Kaninchen knirscht mit seinen Zähnen.“

Zähneknirschen ist ein Hinweis auf Schmerzen oder Entspannung, kann aber auch andere Gründe haben. Sollte ein Kaninchen mit den Zähnen knirschen, so muss man es besonders gut beobachten um auf andere Symptome* frühzeitig aufmerksam zu werden. Achten Sie insbesondere auf Verhaltensveränderungen, die Nahrungsaufnahme und den Kot.

kaninchen-schiefkopfNeurologische Ausfallserscheinungen
„Mein Kaninchen hat Anfälle, Krämpfe, Kopfschiefhaltung…“

Ein Tierarzt ist umgehend aufzusuchen, wenn…

  • das Kaninchen den Kopf schief hält*
  • es krampft oder Anfälle hat*
  • Bewusstseinstrübungen auftreten*
  • es (teilweise) gelähmt ist*
  • es plötzlich umfällt bzw. nicht sein Gleichgewicht halten kann*

Ursachen dafür kann der Parasit E. Cuniculi, eine Ohrenentzündung, eine Verletzung (z.B. an der Wirbelsäule),  Arthrose/Spondylose/HD, Toxoplasmose, ein Schlaganfall und viele andere Erkrankungen sein. Deshalb ist in diesem Fall eine sorgfältige Diagnostik mit Blutbild (inkl. EC-Titer), Ohrenkontrolle (bei Kopfschiefhaltung), Röntgenbild (bei Lähmungen) usw. unumgänglich. Wenn die falsche Krankheit vermutet/behandelt wird, ist natürlich keine Heilung möglich!

Ohren
„Mein Kaninchen kratzt sich an den Ohren oder es sind Auffälligkeiten zu erkennen.“

Krankheiten der Ohren erkennt man an:

  • Schorf, Schuppen im Ohr*
  • Rötung im Ohr*
  • Verklebungen im Ohr*
  • Verstopftes Ohr*
  • „Zugewachsenes“ Ohr*

Hauptursachen sind Ohrmilben und Ohrenentzündungen.

Zähne
Die Zähne sehen nicht gesund aus oder sind viel zu lang!“

Erkrankungen der Zähne erkennt man an:

  • Abgebrochenen Zähnen*
  • Viel zu langen Zähnen*
  • Nicht gerade wachsenden Zähnen*
  • Braunen, schwarzen oder anderen Verfärbungen der Zähne oder Zahnspitzen.*

Die Zähne des Kaninchens wachsen lebenslang nach, deshalb wirken sich Zahnprobleme (z.B. falsch stehende Zähne oder mangelnder Abrieb durch falsches Futter) verheerend aus. Die Kaninchen können vor einem vollen Futternapf verhungern. Allerdings sieht man immer nur die Vorderzähne, die Backenzähne bleiben dem Halter verborgen. Deshalb ist es sinnvoll, bei Verdauungsstörungen, Nahrungsverweigerung, Abweichungen der Kotbeschaffenheit usw. auf jeden Fall die Zähne beim Tierarzt kontrollieren zu lassen.

Bewegungs-Verhalten
„Mein Kaninchen bewegt sich anders als sonst.“

Krankheitszeichen:

  • Schonhaltung*
  • Lahmen*
  • Humpeln*
  • falsch stehende/abstehende Gliedmaßen*

Ursachen sind z.B. Knochenbrüche, Verletzungen, Wunde Läufe, Gelenkserkrankungen und E. Cuniculi. Eine sorgfältige Diagnostik beim Tierarzt (mit Röntgenbild) ist zwingend erforderlich.

Atmung
„Mein Kaninchen hat eine auffällige Atmung.“

Ein Kaninchen ist krank wenn…

  • man Atemgeräusche hört*
  • es extrem schnell oder langsam atmet*
  • eine auffällige, starke Flankenatmung auftritt*
  • es den Mund öffnet um besser Luft zu bekommen*
  • es den Kopf in den Nacken legt um besser Luft zu bekommen*

Atemgeräusche sind beim Kaninchen lebensbedrohlich, der Nottierarzt ist sofort aufzusuchen!

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257 Antworten zu “Ist mein Kaninchen krank?”

  1. Ben sagt:

    Guten Tag
    Ich habe zwei Kaninchen einerlist 4 jahre alt und hatte noch nie irgendwelche Probleme der andre 7 Monate da ich ihn neu dazu holte weil andrer vom Marder geholt wurde ist irgendwie Krank. Die Zähne sind etwas zu lang was komplett schwarz als hätter er karies und die innen seiten von den Beinen sind verpfiltzt. Jedoch isst er ganz normal Verhält sich normal wie seid dem ich ihn bekamm. Ich füttere Nur Frisches Futter und Heu. Montag werde ich zum TA gehen aber was kann ich im vorraus machen.

    Mit freundlichen Grüßen Ben

  2. julia sagt:

    Hallo, ich habe einen Rammler 5 Jahre. Er Frist seid 2 Tagen kaum mehr, hat sehr kleine Köttel und benimmt sich im ganzen sehr komisch (lustlos). Wir waren bereits beim TA aber sie hat nichts außergewöhnliches gefunden und uns nur Vitamin B mitgegeben. Wir füttern Gras, Heu, Peletts, trocken Brot, Salat, Karotten immer im Wechsel oder mehrere Sachen auf einmal so kann er selber wählen. Er hat noch nie etwas gehabt.

  3. Jenny sagt:

    Hallo liebes Kaninchenwiese-Team,

    ich dachte ich wende mich jetzt mal an euch.. hab schon in diversen Foren nachgefragt, aber keiner konnte mir wirklich helfen.
    Ich habe ja 7 Kaninchen, 5 Mädels und 2 Rammler. ( Alles Zwergwidder)
    Alle sind eigentlich Gesund, außer mein einer Rammler der macht mir irgendwie seit ca 1. Jahr in regelmässigen Abständen Kummer. Ich kann nicht wirklich sagen seitwann das so ist. Er ist jetzt 2,5 Jahre alt und ich würde sagen das komplette erste Jahr war das nie. Vielleicht das letzte Jahr.
    Zu unserer Ernährung: Karotten, Apfel, Pastinake, Fenchel, Selleriestange, Kohlrabibllätter, Feldsalat, Möhrengrün, Radieschenblätter, Chinakohl, Salate.. etc eigtl alles was der Markt zu bieten hat. Kräuter ab und zu, nur Wiese gibt es leider nicht.

    Also generell ist er eigtl eher so der ruhige, sich zurückziehende sensible Typ. Es fängt quasi immer damit an, dass er immer ruhig wird, sich weniger bewegt, zagthaft isst, bis er gar nichts mehr isst. Am Anfang habe ich ihn immer sofort zum Tierarzt genommen… ( Meist Notdienst, waren also immer andere Ärzte ) weil es dem Herrn immer Nachts oder am Wochenende einfällt *grins* … Es wurde aber immer nie wirklich etwas gefunden, Zähne nur mini Spitzen, die sie wohl wegemacht haben und nicht wirklich „nennenswert“ waren, Röntgen hat nie einer machen wollen, Kaum Aufgasung und wenn eher weil er nichts gefressen hat. Also wirklich eine Antwort gab es eigentlich nie. Immer MCP, Novalgin und Sab. und CC falls er länger nichts frisst. Naja ihm ging es dann meist paar Std später immer wieder besser. Mal 2h später… mal 6h später. Man kann sagen immer im Abstand von 1-2Monaten kommt das mal vor, zwischen drin geht es ihm ganz super als wäre nichts. So…die letzten 2x habe ich ihn jetzt nicht direkt zum Tierarzt geschleppt, weil mein Bruder das jetzt auch schon paar mal hatte .. und er hatte immer die nerven bis „frühs“ zu warten… aber da wars dann immer gut als hätte sein Rammler nie was gehabt…. ich hab gedacht..“gut.. probierst du das auch mal“… ich konnte allerdings nie schlafen..ich schaff das einfach nicht…. und bin alle 30min nach ihm schauen gegangen. Hatte zwar SAb gegegeben, aber sonst nichts. ( Das letzte mal war jetzt letzte Woche Freitag) … es hat 18Uhr angefangen… hab noch vorher gewitzelt zu meinem Partner „Klopfer wäre doch langsam mal wieder dran mit seinem Weh Wehchen oder“… zack.. war es abends soweit^^ ….
    Naja als wir ins Bett sind bin ich dann alle 30 min aufgestanden und wäre zum Arzt gefahren, sobald es schlimmer geworden wäre. Er hockte einfach nur da, paar schritte evtl mal gelaufen das wars. Frisst nichts. Einzigste… ich kraule ihn dann immer an den Ohren um zu schauen ob er reagiert.. ( Mag er nämlich nicht^^ ).. meistens steht er dann auf, streckt sich.. gähnt und legt sich wieder hin. ( Man könnte meinen er würde einfach nur dösen^^) um 3Uhr ging es ihm dann wieder ganz normal, frisst…. hoppelt und ich konnte endlich schlafen gehen^^.
    Was könnte das sein? Als würde er einfach sich komplett ausschalten und paar Stunden später ist wieder für 1-2 Monate alles in Ordnung.
    Vielleicht ist er einfach so? Oder vielleicht was organisches?
    Ich will ihn jetzt halt auch nicht total quälen und mega die ärztlichen Untersuchungen auf Verdacht mit ihm machen, dass kann ich dem Kerl einfach nicht antun… da blutet mir mein Herz. Vor allem weil es ihm ja immer wieder gut geht, kann das auch normal sein?

    Vielen Dank im Voraus 🙂

    • Hallo Jenny,
      was mir auffällt, ist dass du sehr ballaststoffarm (Rohfaser) fütterst. Salate haben kaum Rohfaser zu bieten und Wurzelgemüse enthält relativ viel Zucker, was Hefebefall begünstigt. Ich empfehle doch etwas Gras, Wiese oder Äste mit Blätter zu füttern. Auch Kohl ist sehr faserreich und sorgt für eine gute Darmgesundheit. Schau mal http://www.kaninchenwiese.de/ernaehrung.
      Ansonsten kann ich zu aromatischen Sämereien raten, wie Schwarz- oder Kreuzkümmel oder Fenchel- und Anissamen. Wenn es nicht besser wird, würde ich raten eine Kotprobe beim Tierarzt untersuchen zu lassen, das geht schnell und kostet nicht viel.
      Liebe Grüße,
      Kathinka vom Kaninchenwiese-Team

  4. Heike Kostic sagt:

    Liebes Kaninchenwiese-Team,

    hatte mich kuerzlich schon an Maria gewandt als bei unserem Peter Verdacht auf E. cuniculi diagnostiziert wurde (ohne Blutuntersuchung o.ae.). 1-2 Tage spaeter sprang er wieder normal durch die Gegend. Seit ein paar Tagen verhaelt er sich allerdings merkwuerdig. Einen Tag lang sass er unter der Treppe im Stall und hat sich nur ab und an um 180 Grad gedreht und ist gar nicht raus in den Garten. Ich weiss, dass in der Nacht davor die 3 Hasen etwas beunruhigt waren, da ich sie habe klopfen hoeren. Jetzt geht er zwar wieder raus, verhaelt sich nach wie vor aber etwas merkwuerdig (meist sitzt er unter einem Busch), hoppelt aber ab und an auch woanders hin. Fressen tut er meines Erachtens sehr selektiv. Einige angebotene Leckerli (z.B. Haferflocken), die er sonst sehr gerne frisst, lehnt er ab, andere frisst er. Mit den anderen 2en sozialisiert er kaum (sie lassen ihn aber auch in Ruhe. Er ist der unterste in der Rangfolge). Normalerweise ziehen sich alle 3 mittags zu einer stundenlangen Mittagsruhe in den Stall zurueck – er blieb allerdings gestern und auch heute draussen (unterm Busch). Das gefaellt mir nicht wirklich, da ich unserem Vet aber nicht sehr vertraue, weiss ich nicht so recht, was ich machen soll. Koennt ihr mir vielleicht einen Hinweis geben, was ich ihm fuer Fragen stellen muss oder welche Untersuchungen angesagt waeren?
    Herzlichen Dank vorab!

    Heike

    • Hallo Heike,
      das hört sich an, als hätte durch einen Schrecken, als die anderen geklopft haben, einen erneuten Schub bekommen. Deshalb ist es wichtig, dass man die Medikamente nicht frühzeitig absetzt und etwa 6 Wochen gibt. Panacur und Vitamin B ist dabei am Wichtigsten. Dein Tierarzt sollte dein Kaninchen allerdings auch auf andere Erkrankungen hin untersuchen, wie zum Beispiel einer Ohrenentzündung, da diese ähnliche Symptome hervorruft. Schau mal, hier ist alles Wichtige zu Tierärzten aufgelistet http://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/ist-mein-kaninchen-krank/kaninchentierarzt.
      Liebe Grüße,
      Kathinka vom Kaninchenwiese-Team

  5. Antje sagt:

    Hallo liebes Kaninchenwiese – Team,

    meine Kaninchendame Rosi hat unter ihrem Hals eine ziemlich dicke „Wulst“. Die hat sie allerdings schon, seit ich sie aus ihrem vorherigen zu Hause geholt habe. Ich war damit auch schon beim Tierarzt und die meinte, dass man nichts machen könnte und es auch unbedenklich wäre…? Wie denkt ihr darüber? Ist halt für das kleine Kaninchen schon recht groß die Wulst. Alle anderen meiner Kaninchen haben das nicht. Ich will mich nur absichern, nicht, dass es doch ein Problem ist und ich nicht reagiert habe…

    Viele Grüße

    Antje

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Antje,
      eine sogenannte Wamme ist normal und ist bei manchen Weibchen stärker als bei anderen Weibchen ausgebildet bzw. wächst teilweise schnell, wenn sehr kalorienhaltiges Futter angeboten wird. Wenn dein Kaninchen normalgewichtig ist und die Wamme keine Veränderungen zeigt, ist dies kein Grund zur Sorge. Bitte lass dein Kaninchen von einem Kaninchentierarzt diesbezüglich untersuchen, um dies abzuklären.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

  6. Mimi sagt:

    Liebes Kaninchenwiese-Team,

    unser Kalle trinkt seit 3 Tagen deutlich mehr als früher. Er ist fröhlich, frisst und läuft wie immer und hat sehr schön glänzendes Fell, aber früher hat er nur sehr wenig getrunken, jetzt täglich ca 400ml. Er ist 2 Jahre alt. Frischfutter und Heu bekommt er wie immer, wir haben nichts verändert. Abgesehen vom Trinkverhalten ist mir noch aufgefallen, dass ab und zu Blinddarmkot liegen bleibt. Was könnte das sein? Müssen wir zum Tierarzt?

    Liebe Grüße
    Mimi

    • Freya Haase sagt:

      Hallo Mimi,
      bei verändertem Trinkverhalten sollte unbedingt ein auf Kaninchen spezialisierter Tierarzt aufgesucht werden.
      Liebe Grüße
      Freya vom Kaninchenwiese-Team

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